Czyslanskys Bauchladen

Es gibt immer Dinge, die in der Schublade „Vermischtes“ landen, die irgendwie in keine Ablage passen und die trotzdem nicht verloren gehen dürfen. In Czyslanskys Bauchladen findet Ihr Beiträge, die in keine der anderen Kategorien gepasst haben. 

Immerhin umfasst das Czyslansky-Blog heute mehr als 1.500 Beiträge aus 15 Jahren. Ein dicker Bauch …

Das ganze Jahr Sommer

Ein Traum! Wie schön wäre es, wenn es das ganze Jahr Sommer wäre. Das mag sich der bayerische FDP-Chef Duin gedacht haben, als er folgende Mitteilung rausgab: (24.10.2015) Die Uhren werden wieder umgestellt – ein sinnloses Ritual, das Bayerns Liberale abschaffen möchten. „Wir wollen die Sommerzeit ganzjährig zur Standardzeit machen“, erklärte FDP-Landeschef Albert Duin. Das Vor- und Zurückdrehen der Uhren bringe neben Menschen und Tieren auch Schicht- und Fahrpläne durcheinander. „Die Zeitumstellung gehört endlich abgeschafft“, forderte Duin. „Sie wurde eingeführt um Energie zu sparen, was sie erwiesenermaßen nicht tut.“ Die Nachteile hingegen seien offensichtlich: „Viele Menschen fühlen sich in den Tagen nach der Zeitumstellung weniger aufmerksam und leistungsfähig. Als Folge davon häufen sich zum Beispiel die Verkehrsunfälle. Wie Landwirte berichten, leiden auch Tiere unter der Umstellung.“ Nicht zuletzt sei das Vor- und Zurückdrehen sämtlicher Uhren auch eine unnötige Belastung für Unternehmen, die zweimal jährlich Schicht- und Fahrpläne anpassen müssen. Die

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Warum ich die Bücher des Herrn P. nicht boykottieren werde

Nach dem schönen Motto: „We agree to disagree“ muss ich an dieser Stelle meinem Czyslansky-Freund Lutz Prauser und seinem Beitrag „Weg mit den Katzen – Ab in die Tonne“ hier heftigst widersprechen. Aber ich denke, das vertragen wir beide… Okay, Akif Pirinçci ist offenbar ein ziemliches Arschloch. Auf der Pegida-Demo in Dresden hat er, wie der Spiegel schreibt, offenbar so lange über Schwule, Politiker und Muslims gehetzt, „bis es schließlich selbst den Demonstranten zu viel wurde“ und er vom Rednerpult gedrängt wurde. Pirinçci kam laut Wikipedia 1969 mit seinen Eltern aus der Türkei nach Deutschland. Es scheint also zunächst seltsam, wenn er ausgerechnet gegen Muslime hetzt, wo er doch selbst aus einem muslimischen Land stammt. Nun, Pfarrerskinder sind oft die größten Atheisten – ich weiß, wovon ich spreche, denn meine Vorfahren väterlicherseits waren fast 400 Jahre lang zum Teil radikalprotestantische Prediger, und ich halte jeden, der an irgendeinen Gott glaubt,

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Weg mit den Katzen – Ab in die Tonne

Gestern postete ich auf Facebook den kurzen Text: Ich hatte heute das dringende Bedürfnis, ein Buch von Akif Pirinçci in die Tonne zu werfen. Wir hatten nur eines. Jetzt haben wir gar keines mehr. Und ich finde das gut so. Von so einem Mistkäfer will ich nichts im Haus haben. Einen Moment ging mir ein Gedanke durch den Kopf… nein es waren zwei. Der erste war dieser verheerende Satz aus der Bücherverbrennung während der Nazi-Zeit: Ich übergebe der Flamme die Schriften von Akif Pirinçci. Und ich fühle mich ganz kurz unwohl. Nun hat Bücherverbrennung nichts mit dem Wegwerfen von Büchern zu tun, ganz egal, ob der Müll thermisch entsorgt (also verbrannt) wird oder nicht. Und auch den zweiten Gedanken, dass man Bücher nicht in den Müll schmeißt, wische ich einfach weg. Dazu sind im vergangenen Sommer viel zu viele Bücher aus unseren Regalen in der Tonne gelandet, als dass ich

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Digitale Transformation erfasst das Handwerk

In Zukunft werden wir alle arbeiten, wann und wo wir wollen. Das ist eine Kernthese aus meinem neuen Buch, „Digitale Transformation“, das letzte Woche im Vahlen-Verlag erschienen ist. Wenn ich den Satz aber in meinen Vorträgen wiederhole, bekomme ich häufig Kontra von Leuten, die das Beispiel des Handwerksmeisters zitieren, der viel Zeit in seiner Werkstatt verbringen muss. Manchmal hat man da den Eindruck, das deutsche Handwerk stecke noch im digitalen Mittelalter fest. Dieser Eindruck ist aber falsch. Woher ich das weiß? Weil ich gerade den „Hagebau Report“ gelesen habe, der den Untertitel trägt: „Die deutsche Bauwirtschaft im Wandel –Herausforderungen für das traditionelle Handwerk“. Darin ist von so genannten „mobilen Generalisten“ die Rede, nämlich Handwerksmeister, die keine feste Werkstatt mehr haben, aber ein breites Spektrum an Dienstleistungen anbieten. Ihre Zahl soll in den vergangenen 10 Jahren so stark gewachsen wie sonst keine andere Branche im Bauhandwerk und beträgt angeblich schon mehr

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@ was sagst du, altes Rüsseltier?

Es ist das Zeichen schlechthin für die neue Zeitrechnung, das „Internet-Zeitalter“, das unsere Welt so gründlich auf den Kopf gestellt hat wie zuvor allenfalls die Erfindung der Druckerpresse. Die Rede ist vom „@“, vulgo auch „Klammeraffe“ oder „Affenohr“ genannt. Im offiziellen Umgang hat sich der Begriff „At-Zeichen“ eingebürgert, der dem Englischen entlehnt ist, wo er in der Kaufmannsprache als „commercial at“ bekannt ist und den Preis pro Einheit einer Ware bezeichnet („300 apples @ 3 cents = $9,00“). Der Legende nach ist es im Mittelalter als so genannte Ligatur entstanden, also als die handschriftliche Verschmelzung der Buchstaben „ad“, das lateinische Wort für „und“. Die guten Mönche hatten es auch schon eilig, und so verlängerten Sie einfach den Abwärtsstrich beim „a“ zu einem Kringel, den sie um den Buchstaben herumzogen, um sofort beim nächste. Buchstaben weitermachen zu können.a

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Michael KauschCzyslansky wurde 2008 von Sebastian von Bomhard, Alexander Broy, Tim Cole, Alexander Holl, Michael Kausch, Hans Pfitzinger, Lutz Prauser, Ossi Urchs und Christoph Witte als gemeinsames Projekt ins Leben gerufen. Seit 2017 führt Michael Kausch das Blog alleine weiter.

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