Aktuell auf Czyslansky

Judenbuche

Buchen musst du suchen: Vorsicht vor der Judenbuche von Annette von Droste-Hülshoff

Ich habe diese Novelle zuletzt wohl als Schullektüre gelesen, lesen müssen um genau zu sein. Und ich erinnere mich, dass mich diese Geschichte damals schwer beeindruckt hat. Warum wusste ich nicht mehr. Und an den Inhalt konnte ich mich nur noch schemenhaft erinnern. Also nahm ich mir das kleine gelbe Reclam-Heftchen an den Weihnachtstagen 2025 erneut vor, um zu ergründen, warum mich dieses Buch in meiner Schulzeit so begeisterte und was mir diese Novelle heute noch zu sagen hat, über Schuld, Unrecht und über Antisemitimus.

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Lesja Ukrajinka Am Meer

Lesja Ukrajinka: Am Meer. Kurzgeschichten aus der Ukraine

Lesja Ukrajinka kennen heute leider nur wenige Menschen außerhalb der Ukraine. Das ist sehr schade, denn sie ist zweifelsohne eine der wichtigsten Schriftstellerinnen dieses Landes. Geboren 1871 als Laryssa Petriwna Kossatsch im damals russischen Swjahel (Wolhynien), gestorben 1913 in Surami bei Tiflis, verfasste sie schon mit neun Jahren ihre ersten Gedichte. Und als Lyrikerin ist sie noch heute den meisten ihrer Landsleute ein Begriff, Ihre Prosa-Schriften sind weit weniger bekannt.

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Aktuell in Literatur

Warum ich über Bücher blogge

„Mich interessiert die Literatur, nicht das Buch.“ Warum ich trotzdem über Bücher blogge.

Im Jahr 2025 habe ich auf meinem Czyslansky-Blog 27 Bücher vorgestellt, so viele wie nie zuvor. Im Vorjahr kam ich grad mal auf 18, davor auf 11. Insgesamt finden sich in der Liste besprochener Bücher jetzt 66 aktuelle Einzelbesprechungen und 55 Kurzvorstellungen in Sammelbesprechungen aus den letzten vier Jahren. Zusammen mit älteren Texten sind das mehr als 200 Bücher in meiner kleinen Bücherkiste. Warum ich über Bücher blogge? Damit ich sie nicht vergesse. Und damit ich verstehe, was sie mit mir machen. Und was Literatur ist.

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Jannot: 1984. Der 18-Jährige, der einen Zettel schrieb und verschwand.

Buchempfehlung: Tommy H. Jannot: 1984. Der 18-Jährige, der einen Zettel schrieb und verschwand.

Ein Buch über eine Flucht aus der DDR. Nein, ganz falsch. Das ist eben keine Fluchtgeschichte, nicht wieder ein romantischer Abenteuerbericht über eine spannende Ballonfahrt über die deutsch-deutsche Grenze, über Tunnelbauer zwischen Ost- und Westberlin, über eine abenteuerliche Seefahrt über die nächtliche Ostsee. Nichts gegen solche Geschichten. Aber Tommy Jannot hat für uns etwas ganz anderes aufgeschrieben: den authentischen Bericht seines ganz normalen Grenzübertritts von Ost nach West. Na ja, was halt damals als „normal“ vorgesehen war.

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Aktuell in Musik & Hifi

Vinyl

Plattenkiste 20: Vinyl zum Jahresende

Die letzte Plattenkiste des Jahres 2025 ist gefüllt mit tanzbarem Piazzolla, grübeligem Schwedencohen, revolutionärem Brecht, altseeligem Klarinettenjazz und mondsüchtigem Frankenrock. Ein Kessel Buntes zum Jahresende.

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Plattenkiste 19: „… die Platten werden trüber“

„Im traurigen Monat November wars, die Platten wurden trüber …“ Na ja, es ist irgendwie schon die Zeit für ein schönes Requiem. Ich hab mal ein eher unbekanntes aus meiner traurigschönen Sammlung herausgefischt: das von Max Reger. Und dann für die nebligschaurige Stimmung noch die Räucherstimme von Marianne Faithfull dazugetan. Und einen Schoenberg, eine traurige Geschichte von Brecht und zur Aufmunterung noch den Radler-Song von Kraftwerk.

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Aktuell in Reisen

Mein Reisetipp für Berlin: Die Ausstellung „Erfindungswahn! Das Segelluftschiff des von Tarden’“ im Museum der Berliner Charité

Eine Ausstellung über den „Erfindungswahn“ in Zeiten der industriellen Revolution. Der Wahnsinn wurde verlängert. Genauer: Die ganz wunderbare Sonderausstellung „Erfindungswahn! Das Segelluftschiff des ‚Ingenieur von Tarden’“ im Museum der Berliner Charité wurde bis zum 19. April 2026 verlängert. Höchste Zeit also für einen Trip in die deutsche Hauptstadt und einen Besuch der Charité. Es lohnt sich unbedingt.

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Les Milles

Ein Besuch in Les Milles – Das ehemalige Internierungslager in Aix-en-Provence

Im Sommer 2025 besuchte ich Les Milles, das Internierungslager in Aix-en-Provence, in dem Anfang der vierziger Jahre zahlreiche deutsche antifaschistische und jüdische Schriftsteller und Maler wie Lion Feuchtwanger, Golo Mann und Max Ernst interniert waren. Zwischen August und September 1942 diente es als Sammellager für die Organisation der Vernichtung der Juden aus Frankreich. Von hier aus wurden mehr als 2.000 von ihnen nach Auschwitz, Treblinka und Sobibor deportiert. Gerade einmal 172 überlebten die Transporte.
Les Milles ist heute das einzige ehemalige Lager, das in Frankreich als Gedenkort an die Vertreibung und Vernichtung der europäischen Juden und an die Verfolgung der Hitler-Gegner intakt ist und als Museum betrieben wird.

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Aktuell in Fotografie

Silent Sunday No 5

„Silent Sunday“ heisst ein Projekt auf Mastodon. Am Sonntag zeigen leidenschaftliche Amateurphotographen und auch ein paar Profis sich gegenseitig Fotografien „mit nix los“: leere Städte, leere Strände, leere Wälder, leere Büros, einfach die große Leere. Da wo sonst Trubel herrscht, herrscht am Sonntag die große Ruhe, „silent sunday“ eben.

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Aktuell in Politik & Digitales

Tribunal 45 Das Spiel

„Spiel doch mal was vernünftiges“. Tribunal 45

An Weihnachten werden wieder die Spielsammlungen rausgeholt und die Mensch-ärgere-dich-Männchen über die Felder gejagt und die Hotels auf die Monopoly-Felder gesetzt. Lange schon kein Monopolist mehr gewesen. „Spiel doch mal was vernünftiges“ höre ich meinen inneren Lehrmeister und ewigen Besserwisser mahnen. „Was vernünftiges“ … Na gut, hier kommt was Vernünftiges. Spielen wir Völkerstrafrecht. Dieser Göring gehört abgeurteilt, aber mal so richtig …

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AfD Sachsen bleibt gesichert rechtsextremistisch

Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hat eine Beschwerde der AfD Sachsen gegen die Einordnung als gesichert rechtsextremistisch abgelehnt. Die Begründung ist unbedingt lesenswert. Nicht nur, dass auf mehr als 50 Seiten die Verbindungen zwischen AfD und rechtsradikalen Gruppen nachgezeichnet werden. Spannend sind vor allem auch die weitreichenden Aussagen der Richter, was als demokratiefeindlich zu bewerten ist.

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Aktuell in Vermischtes

kleindatenhaltung

Was sagt die KI zur Kleindatenhaltung?

Vor 18 Jahren beteiligte sich Czyslansky am SEO-Wettbewerb zum Kunstbegriff „Kleindatenhaltung“. In einem kleinen Vergleich wollte ich herausfinden, was drei bekannte KI-Tools heute mit idesem Begriff anfangen. Das Ergebnis ist erschütternd – und schräg.

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Ein Leben ohne Höfner? Undenkbar!

Ein Leben ohne Höfner? Undenkbar!

Der Gitarrenhersteller Höfner unter Insolvenzverwaltung. Für mich ist das eine traurige Nachricht. Denn meine erste Höfner-Gitarre spielte ich Anfang der siebziger Jahre. Und Höfner begleitet mich bis heute.

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Michael KauschCzyslansky wurde 2008 von Sebastian von Bomhard, Alexander Broy, Tim Cole, Alexander Holl, Michael Kausch, Hans Pfitzinger, Lutz Prauser, Ossi Urchs und Christoph Witte als gemeinsames Projekt ins Leben gerufen. Seit 2017 führt Michael Kausch das Blog alleine weiter.

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