Geschrieben von Tim Cole am 18 Nov 2008

Geheimnisvoller Kampfstern

Virales Marketing ist zwar der letzte Schrei, aber im Grunde doch ein alter Hut. Es geht darum, Endverbraucher – vulgo: User – dazu zu bringen, Werbebotschaften eines Anbieters als eigene Empfehlung auszugeben oder, besser, selbstgebastelte Werbebotschaften zu produzieren. „User-generated content“ ist sozusagen die Königsdisziplin dieser noch jungen Branche. Dass dabei gelegentlich von Anbieterseite aus nachgeholfen wird, ist ein offenes Geheimnis. „Seeding“ nennt man das, wenn nämlich die Firma scheinbar von Usern generierte Inhalte so geschickt bei Bloggern oder auf YouTube platzieren, dass alle glauben, sie seien wirklich von Unbeteiligten gemacht, was natürlich die Glaubwürdigkeit immens erhöht.

Ich hatte gestern Abend Gelegenheit, mal hinter die Kulissen dieses noch ziemlich jungen und vor allen ziemlich undurchschaubaren Ablegers der Werbebranche zu blicken. Anlass war ein Vortrag von Dominik Kuhn, dem ungekrönten König des viralen Marketing. Sie kennen Kuhn vielleicht nicht, aber garantiert haben Sie schon einen Link auf seinen berühmtesten viralen Werbefilm, „Todesstern Stuttgart“, irgendwann einmal von einem Bekannten zugemailt bekommen. Es handelt sich um einen Clip aus „Star Wars“, wo ein Kriegsrat des Galaktischen Imperiums in eine fiktive Vorstandssitzung eines schwäbischen Unternehmens verwandelt wird.

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Geschrieben von Christoph Witte am 18 Nov 2008

Der Kern des Bloggens

Ich habe ein schönes Video auf “The Atlantic” gefunden. Ganz ruhig und unaufgeregt unterhalten sich da zwei Menschen über den Kern des Bloggens.Der eine ist einer der bekanntesten politischen Blogger in den USA, Andrew Sullivan. Er wird interviewt von Marc Ambinder . Ambinder ist ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt in der amerikanischen Politik-Journalie. Er arbeitet für “The Atlantic”, bloggt selbst und hat auch für ABC gearbeitet. Ich habe den Eindruck, die beiden kommen der Wahrheit des Bloggens in ihrem Gespräch sehr nahe.



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Geschrieben von Tim Cole am 17 Nov 2008

Kein Blackberry für Obama

Die Nachricht des Tages trifft uns Techies hart: Obama (”The Chosen One”) muss seinen Blackberry an der Eingangstür des Weißen Hauses abgeben!

Die Vorstellung war einfach zu schön, um wahr zu sein: Ein US-Präsident, der per E-Mail regiert, der regelmäßig surft! Das Oval Office als papierloses Büro! Das erste Staatsoberhaupt mit einem eigenen Profil auf Facebook. POTUS postet auf Twitter! Das wäre wirklich Politik 2.0 gewesen.

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Geschrieben von Christoph Witte am 10 Nov 2008

Jetzt Spezialisten einstellen

Die Finanzkrise herrscht inzwischen überall. Die Vergleiche mit der letzten großen Weltwirtschaftskrise häufen sich und sind immer öfter mit dem Hinweis versehen – dieses Mal ist alles noch viel schlimmer. Es geht um mehr Geld, es sind mehr Länder betroffen und sowieso schlage die Misere der Finanzwirtschaft viel schneller auf die Realwirtschaft durch als damals . (Wenn die Finanzwirtschaft nicht real wäre, hätten wir sicher jetzt keine Schwierigkeiten.)

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Geschrieben von Michael Kausch am 05 Nov 2008

der google-hupf des augenblicks

augen

holger schmidt berichtet in der aktuellen ausgabe seines f.a.z.-blogs als netzökonom (immer lesenswert!) über eine aktuelle rezeptionsstudie von google. dabei hat google die augenbewegungen von google-usern analysiert. viel überraschendes ist nicht dabei herausgekommen: das hauptaugenmerk der user fällt auf die oberen drei fundstellen. die anzeigen fallen kaum auf, was aber regelmäßige GoogleAds-kunden auch schon wissen. bei meiner eigenen anzeige haben bislang über 8 millionen impressions zu gerade einmal 300 klicks geführt. und 2/3 dieser klicks kommen aus content-bezogener werbung, nicht aus google selbst.

googlead 

der augenblick hüpft erst nach durchschnittlich 10 sekunden auf die rechte anzeigenspalte und erst nach 15 sekunden auch auf die unteren fundstellen.

interessant vielleicht: wer "sich informieren möchte, schaut bevorzugt auf die oberen suchtreffer. wer eine transaktion ausführen möchte, lässt den Blick stärker auf die unteren suchtreffer und die rechte anzeigenspalte schweifen." wers genauer wissen möchte, der gucke hier.



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Geschrieben von Tim Cole am 05 Nov 2008

Das Internet hat gewonnen!

Barack Obama / DC Examiner
Quelle: The DC Examiner

Der Sieg Barack Obamas ist auch ein Sieg des Internet.

Während Politologen und Wahlstrategen noch monate- oder jahrelang darüber debattieren werden, wie es der schlacksige Nobody mit den abstehenden Ohren geschafft hat, sich in kürzester Zeit bis zum wohl mächtigsten Mann der Welt empor zu boxen, ist eines klar: Ohne die Macht der Neuen Medien wäre er niemals so weit gekommen.

Obama und seine Berater sind vielleicht die ersten echten Vertreter einer ganz neuen Politikergeneration die verstanden hat, dass Politik in Zukunft nicht mehr von oben nach unten, sondern von unten nach oben funktionieren wird. Ja, es gab schon lange den Begriff „Graswurzelbewegung“, aber das war ungefähr so ehrlich gemeint wie die Floskel „König Kunde“. In Wahrheit haben die Politiker dem Bürger gesagt, was er zu wollen hat. Dafür bekommen ja bei uns jetzt insbesondere die SPD-Oberen ganz deutlich die Quittung. Man stelle sich vor, Frau Ypsilanti hätte ihre Parteibasis erst mal online diskutieren lassen, bevor sie sich auf das Abenteuer mit den Linken einließ…

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Geschrieben von Tim Cole am 31 Okt 2008

Zuhören will gelernt sein

Eines der neuen Gesetze der Sozialökonomie lautet: Erfolgreich ist nur derjenige, der seinen Kunden kennt. Wissen um den Kunden ist die neue Währung im Online-Zeitalter. Dieses Wissen lässt sich am besten durch intelligentes Zuhören sammeln. Weshalb das noch recht junge Feld des Dialog-Marketings schon seit geraumer Zeit als ein entscheidendes Wachstumsfeld erkannt worden ist. Jedenfalls von einigen.

Doch selbst wenn altgedienten Marketingprofis Worte wie „Web 2.0“ oder „Mitmach-Internet“ ganz schön flott über die Lippen kommen, sieht die Praxis leider noch ganz anders aus. Der Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat in seinem letztes Halbjahresreport festgestellt, dass die klassischen „Push“-Formen der Online-Werbung wie Banner und andere grafische Werbeelemente mit mehr als 1,8 Milliarden Euro der Löwenanteil der Werbeinvestitionen ausmacht – wie in den Vorjahren. Suchmaschinenoptimierung liegt an zweiter Stelle. Von Dingen wie Dialogmarketing oder Interaktion ist aber in den Bericht noch keine Rede.
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Geschrieben von Michael Kausch am 31 Okt 2008

mozart googlen

mozartkugel

gemeinsam komponieren im internet: das konzerthaus dortmund - im unterirdischen kennt man sich dort ja aus - bietet mit seinem web-angebot die nievollendete jetzt diese möglichkeit. der online-komponist wählt dabei zeitmaß, melodie und musikalische struktur aus fünf vorgaben aus und erhält im anschluss eine reihe von musikschnipseln, die er flexibel zusammenkleben darf.

ich habs natürlich gleich ausprobiert:

der nachwuchsmozart darf sich entscheiden zwischen allegro, andante, barock, grave und fuge. als arroganter tastenklopfer hab ich mich natürlich gleich in der königsdisziplin der fuge versucht. meine letzte fuge - eher ein fügchen - datiert übrigens auf das jahr 1973 und war ein werk für eine kofferorgel und zwei schnelle finger.  bei meinem aktuellen opus "czyslansky seine fuge" handelt es sich um ein gewagtes werk, das die grenzen des barock aber auch so was von auslotet. der geneigte leser mag zum hörer werden und durch einen klick sich dem monstrum aussetzen. viel spaß!

ps: man sollte sich von der langsamen website nicht irritieren lassen. bis man im odeon seinen platz findet dauerts ja auch ein weilchen. eine chance zur kontemplation, ehe sich die gestärkte seele den gezeiten des musikalischen genius ausliefert.



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Geschrieben von Michael Kausch am 29 Okt 2008

kleindatenhaltung - hätte czyslansky doch nur rechtzeitig das patent angemeldet …

in deutschen blogs machen derzeit zahlreiche unsinnige und obskure blogger namens “kleindatenhaltung” auf sich aufmerksam. gleichzeitig erscheinen aufschlussreiche geschichten rund um die offenbar allgemein angesagte kleindatenhaltung. wer wissen will, was man unter einer “kleindatenhaltung” eigentlich  versteht, der findet bei goggle aktuell 2.960 fundstellen. seltsam nur, dass bis vor zehn tagen der begriff “kleindatenhaltung” noch gar nicht zu googeln war …

des rätsels lösung: ein wettbewerb zur suchmaschinenoptimierung von webmasterpark.net. gesucht wird im rahmen dieses virtuellen rennens die website, die es schafft, am stichtag (17.11.2008) bei der suche nach dem begriff “kleindatenhaltung” durch suchmaschinenoptimierung in google ganz oben zu stehen.

auf http://kleindatenhaltung.mit-oder-ohne.de/ werden inzwischen tools zur kleindatenhaltung vorgestellt und die österreicher (!) haben sogar eine kleindatenhaltungsfarm aus dem steirischen boden gestampft.

ein irrsinn mit methode. die ganze sache erinnert heftig an die alte c’t-aktion um die “hommingberger gepardenforelle“. im jahr 2005 hat das magazin c’t eigentlich genau das gleiche gemacht, nur dass der damalige suchbegriff eben die besagt hommingberger gepardenforelle war.

eigentlich könnte mir die ganze kleindatenhalterei am a… vorbei gehen, wenn da nicht unser guter alter czyslansky wäre:

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Geschrieben von Christoph Witte am 29 Okt 2008

Nicht über, in der Wolke herrscht IT-Freiheit

Den Auguren zufolge werden die Ausgaben für CRM on Demand in den nächsten Jahren zweistellig wachsen. Doch nicht nur in bestimmten Anwendungsbereichen, ganz allgemein sagt die Analystengilde Software as a Service oder Computing as a Service eine große Zukunft voraus. In diesen Dunstkreis und zu den großen Hoffnungsträgern der IT-Branche gehört auch das Thema Cloud Computing. Noch harrt es zwar einer genauen Definition – handelt es sich bei CC lediglich um so triviales Zeug wie eine weltweit vernetzte Infrastruktur aus Rechenpower und Speicherkapazität, die der Nutzer flexibel je nach Bedarf anmieten kann? Oder beinhaltet die Cloud, ihrem nebelhaften Ursprung folgend, mehr, nämlich nicht nur Infrastruktur, sondern auch Applikationen und Services, die aus dieser Wolke, wenn schon nicht adhoc, so doch zumindest sehr flexibel zur Verfügung gestellt werden können?
Höchstwahrscheinlich wird CC stellvertretend für den Trend zum IT-Service stehen: weg vom Besitz von Rechnern, Software und Netzen und hin zur bedarfsgerechten Miete. weiter lesen »



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