Die TOP 10 meines Lebens

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was die “TOP 10″ Ihres Lebens sein könnten? Also die 1o Songs für die einsame Insel. Die 10 Songs, die Sie davon abhalten könnten, sich in einem echt schlechten Moment vor die U-Bahn zu werfen. Die 10 Songs, die Sie aus dem Koma wecken würden …

top10Ich grüble schon länger über diese, meine zehn Lieblinge nach. Deshalb sind es auch viele sehr alte Lieder, solche, die ich eben schon seit vielen Jahren liebe und denen ich immer noch nicht überdrüssig wurde.
Viele tolle Stücke musste ich schmerzhaft in die untere Hälfte einer TOP 20 verbannen, eine Reihenfolge innerhalb der Liste war da nicht auch möglich …

Hey Joe, Jimi Hendrix
A Real Mother For Ya, Johnny Guitar Watson
The Dock of the Bay, Otis Redding
Where Did You Sleep Last Night, Nirvana (unplugged)
I’ll Be Your Lover, Too, Van Morrison
Blue Eyes Crying in the Rain, Willie Nelson & Shania Twain
Nothing Else Matters, Metallica
Little Girl Blue, Janis Joplin
Soldier of Fortune, Deep Purple
Purple Rain, Prince & The Revolution

Wie sieht Ihre Top 10 aus? Was sagt Sie über Sie aus?
Nur zu, einfach in die Kommentare hinein.

Mit HP von Salzburg nach Genf – oder auch nicht

Einer der Vorteile, wenn man Internet-Publizist, Buchautor, Fernsehmoderator und Technik-Journalist ist, besteht darin, dass man mit der Zeit eine Menge interessanter Leute kennenlernt. Du kannst zuschauen, wie aus kleinen Startups plötzlich Industrieriesen werden, oder wie sich Industrieriesen entwickeln oder, gelegentlich, mit lauten Getöse abstürzen.

Nicht hinschauen, Mark!

Nicht hinschauen, Mark!

Da denke ich gleich an HP. Nein, ich habe es nie wirklich geschafft, mit Bill Hewlett und Dave Packard in der legendären Garage zu stehen. Aber wie viele andere habe ich mit Entsetzen und Faszination zugeschaut, wie sich dieser einst so mächtige Pionier des Digitalzeitalters scheinbar mitten im Flug selbst zerlegte. Zum Beispiel als sich CEO Mark Hurd im Wortsinn mit den Hosen unten erwischen ließ, oder als die Dame Patty Dunn dabei erwischt wurde, wie sie Journalisten abhören ließ und das auch noch hartnäckig leugnete.

Was für eine Haufen hoffnungsloser Trottel! Ganz zu schweigen von solchen idiotischen Geschäftsentscheidungen wie der, Compaq für teuer Geld zu kaufen und ein paar Jahre später zu beschließen, sich komplett aus dem PC-Geschäft zurückzuziehen (eine Entscheidung, die Meg Whitman gottseidank im buchstäblichen letzten Moment wieder korrigierte).

Schluckbeschwerden

Schluckbeschwerden

Mir wurde manchmal schwindelig angesichts der ständigen Kurswechsel, den ständigen Hakenschlägen einer Firma, die mal versucht hat, ein besserer IBM als IBM zu sein, dann wieder eine Firma Palm kaufte, und zwar just in dem Moment, als der Boden unter dem PDA-Markt wegbrach (was ihnen jeder halbwegs intelligente Marktbeobachter hätte sagen können). Weiterlesen

I got mail…

Rebecca Williams kennen Sie vermutlich nicht.
Ich kenne sie auch nicht.
Aber sie scheint mich zu kennen. Daher schickt sie mir eine E-Mail. Da sie mich aber nicht gut genug kennt, sieht sie in mir einen frommen Zeitgenossen, womöglich sogar den Gründer einer Kirche. So ganz abwegig ist das nicht, denn meine Mutter empfahl mir, da war ich einer von diesen unerträglichen Teenagern, nach Indien zu gehen und eine Sekte zu gründen. Da würden mich dann alle anbete46641n, wie ich das so gern hätte und ich müsse mich nicht weiter um meine miserablen schulischen Leistungen kümmern.
Das ist lange her, ich bin nicht nach Indien gegangen, kein Guru geworden, niemand betet mich an und die schulischen Leistungen wurden auch wenigstens ein wenig besser. Aber ich schweife ab. Also zurück Rebecca Williams und ihrer E-Mail.

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Endlich kommt er: der Second Screen für den Radiohörer. Gedanken zur Zukunft des Hörfunks.

Der Autor als Radiomann der ersten Stunde

Der Autor als Radiomann der ersten Stunde

Derzeit ist das Thema “Smart Radio” in aller Munde. Oder zumindest ist es doch ein Dauerthema auf allen Kongressen der Hörfunkmacher, der öffentlich-rechtlichen, wie der privaten. Grund genug, sich über die Zukunft des Hörfunks in Zeiten sozialer Medien Gedanken zu machen. Dabei sehe ich im Wesentlichen drei zentrale Herausforderung, die immer wieder unter dem Label Smart Radio heillos vermischt werden:

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Video-Tipp: Marcus Wiebusch – Der Tag wird kommen

Manche Videos auf Youtube sind so gut oder so bemerkenswert (oder beides), dass man sie unkommentiert einfach teilen sollte. Wieder und wieder.

Kicker Online fasst zusammen, um was es geht: Kettcar-Frontmann Marcus Wiebusch setzt mit dem Song “Der Tag wird kommen” aus seinem Soloalbum “Konfetti” ein eindrucksvolles Zeichen gegen Homophobie im Fußball. Gestern wurde das offizielle Video veröffentlicht, finanziert über Crowdfunding. Fans von +Werder Bremen, Fortuna Düsseldorf, FC St. Pauli, TeBe Berlin, 1. FC Köln, Schalke 04, Mainz 05, HSV, FC Augsburg, Bayern München und 1. FC Nürnberg sind in dem Kurzfilm zu sehen und unterstützen damit die Aktion gegen Diskriminierung.


Klicken, anschauen, verstehen, teilen.

Mehr Worte braucht es nicht.

Der Google Author Rank ist am Ende – ein Sieg der EU?

googlemüller

Es war abzusehen. Trotzdem enttäuscht mich diese Entwicklung sehr: Google gibt seine Authorship-Strategie auf. Damit wird die wichtigste Entwicklung im Suchmaschinenwesen der letzten Jahre eingestampft.

Wir erinnern uns: Die wichtigste Bedingung für eine gute Suchmaschinenpräsenz einer Website war über lange Jahre eine hervorragende Quantität und Qualität eingehender Links. Wer einen Link aus der Wikipedia vorweisen konnte war ein gemachter (SEO-)Mann. Nicht wenige haben den Mangel qualitativ hochwertiger Links durch die bloße Summe schlechter gekaufter Links wettzumachen versucht. Das war – so schien es – Vergangenheit, als vor einiger Zeit Google sein Authorship-Modell vorgestellt hat: Künftig sollten weniger die Links, als vielmehr die Qualität von Qiriginal-Inhalten über den Finde-Status einer Website entscheiden. Hierzu musste der Autor nur mit dem Attribut rel=”author” seine Autorschaft seinem Text hinzufügen. Zur Identifikation war ein Profil des Autors auf Google+ notwendig. Ein Text wurde dem Autor gutgeschrieben, wer für seine Verbreitung durch Sharing sorgte, war nicht mehr – oder kaum mehr – relevant.

Nachdem in den vergangenen Wochen Google schon wichtige Teile der Authorship-Strategie zurückgezogen hat – etwa die Abbildung des Autors bei Fundstellen mit Autorenzuordnung -erklärte Google-Analyst John Mueller in einem Google+-Post nun das völlige Ende von Google Authorship. Seine Begründung klingt wenig glaubwürdig:

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Lovin’ the Alien

C. ist ein guter Freund – ein bodenständiger Mann, Familienvater, dem Technischen und Sachlichen nicht abgeneigt, was aus seinem beruflichen Background (irgendwas mit Computer) und seinen Hobbies (irgendwas mit alten Autos) zu tun hat. Und doch überrascht er mich an einem Wochenende mit einer verblüffenden Neuigkeit: C. behauptet, in seinem Garten einen Reptoiden gesehen zu haben.
Einen was?
Einen Reptoiden. Als Beweis schickt er mir gleich mal einen Schwung Bilder auf mein Handy. Ich bin es gewohnt, hin und wieder Bilder von Reptilien zugemailt zu bekommen. Meist sind es Schildkröten und das Ganze ist entweder verbunden mit der Anfrage: Männchen oder Weibchen oder mit der Sorge, ob das Tier gesund ausschaut. Eher selten fragt mich wer, um welche Art es sich denn handelt. Denn ein wenig kenn ich mich mit den urzeitlichen Panzerträgern aus. Aber das ist ein anderes Thema. Hier geht es um C. und seinen Reptoiden bzw. Reptiloiden.
Nun ja, erfahre ich während des besagten Telefongesprächs, eigentlich wäre es eher andersherum gewesen. Erst habe er das Foto gemacht, und dann später beim Betrachten des Bildes dieses Wesen entdeckt. Doch so sehr ich mich auch bemühe, ich erkenne auf den Bildern einfach gar nichts. Da ich auch nicht genau weiß, was ich denn eigentlich erkennen sollte/könnte, bemühe ich, während ich telefoniere und auf mein Handy starre, auf dem Computer Google. Und eine wundersame Welt tut sich auf. Reptiloiden bezeichnet im Allgemeinen reptilienartige Wesen und im Speziellen eine Art reptilienartiger und intelligenter Wesen die auf bzw. in der Erde lebt lese ich auf der höchst amüsanten Seite Verschwörungstheorien. Weiterlesen

US-Datenschützer klagen 30 Unternehmen wegen Datenschutzvergehen an Europäern an. Aber es geht nicht um Verstöße gegen Safe Harbor, sondern es geht um Safe Harbor selbst.

Die Liste liest sich wie ein Who’s who des Internet Business: Adobe, Alterian, AOL, Exact Target, Lithium, Merkle, Salesforce und zahlreichen Anbietern von Lösungen zur Marketingautomation, Online Targeting und Profiling werden vom Center for Digital Democracy konkrete Verstöße gegen Safe Harbor vorgeworfen (siehe zum Beispiel heise).

Im Kern lautet der Vorwurf, dass diese Unternehmen personenbezogene Daten von europäischen Bürgern sammeln, auswerten und weitergeben ohne dass diese Bürger hierüber ausreichend informiert würden. Genau diese Informationspflicht sieht aber das Safe-Harbor-Abkommen vor.

Safe Harbor (“Sicherer Hafen”) wurde im Jahr 2000 von der Europäischen Kommission erlassen und erlaubt Unternehmen die Übermittlung von Daten von EU-Bürgern in “sichere Staaten” (deshalb “Safe Harbor”). Als sicher gelten Länder mit zur EU vergleichbaren Datenschutzvorkehrungen. Diese Datenschutzvorkehrungen wurden in der Folge von der EU explizit definiert. Da es vergleichbare Datenschutzregeln in den USA nicht gibt, hat man es US-Unternehmen freigestellt sich “freiwillig” diesen Regeln zu unterwerfen. Dann gelten sie selbst als “sichere Häfen”. Seitdem können US-Unternehmen sich auf diese Kriterien verpflichten und in der Folge Daten von EU-Bürgern erfassen und nutzen. Mehr als 1.000 Unternehmen sind diesem Abkommen in der Vergangenheit beigetreten.

In der Wolke gibt es kein “Safe Harbor”

Nicht erst seit den Vorfällen um die NSA-Behörde ist das Safe-Harbor-Abkommen ins Gerede gekommen. US-Behörden haben amerikanische Unternehmen verpflichtet, beliebige Daten auf Cloud-Rechnern, die amerikanischen Firmen gehören, an die US-Behörden ohne weitere Prüfung auf Verlangen weiterzugeben. Dies hebelt Safe Harbor weitgehend aus.

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25 Jahre Internet: Feste soll man feiern, wie sie fallen

Dieser Hirsch ist ein Reh!

Dieser Hirsch ist ein Reh!

Wie alt ist eigentlich das Internet? Gute Frage, auf die es leider keine einfache Antwort gibt. DARPA, die „Defense Advanced Research Projects Agency“ wurde nach dem Sputnik-Schock 1958 ins Leben gerufen und gilt unter Fachleuten als die Keimzelle des Internet. Das Prinzip der Paketvermittlung, das die technische Grundlage des Internet bildet, wurde in den frühen 60ern entwickelt, und Vint Cerf erfand zusammen mit Bob Kahn 1973 das TCP/IP-Protokoll. Ein Jahr früher wurde an der Stanford-Universität das Network Information Center (NIC) gegründet, das später „InterNIC“ hieß und die Domainnamen des Internet weltweit verwaltete. Damals sprachen die Eierköpfe schon von einem Prinzip, das sie „internetworking“ nannten und das sie verwendeten, um verschiedene Computer über unterschiedliche Netzwerke – Standleitungen, Telefonnetz, etc. – miteinander zu verbinden. Irgendwann in den 80ern fing man dann an, von einem „Internet“ zu reden, und im März 1989, also vor genau 25 Jahren, reichte Tim Berners-Lee seinen legendären Vorschlag für ein „World Wide Web“ bei der Instutiutsleitung des Kernforschungszentrums CERN in Genf ein.

Aber halt: Wieso ruft dann eco, der Verband der deutschen Internetwirtschaft, 2015 zum großen Jubiläumsfeier „25 Jahre Internet“ auf? Können die nicht rechnen? Oder gehen in Deutschland die Uhren anders? Weiterlesen

Mit Jules Verne im Bett – Die Machine Lights von Frank Buchwald

machine light no 2

machine light no 2

Bei der Suche nach einer neuen Nachttischlampe stößt man ja auf viel Hässlichkeit. Dass man mit Licht derart viel Schindluder betreiben kann, ist immer wieder frustrierend. Man möchte für alle Zeit im Dunklen sitzen, um den unerträglichen Leuchtkörpern in unseren Fachgeschäften und Kaufhöllen zu entkommen. In Hotels scheint die Tradition vernünftiger Leselichter am Bett vielfach völlig ausgestorben zu sein.

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