Politik macht irgendwie wieder Spass.
Zunächst werde ich mich wohl auch einmal öffentlich outen müssen: ich bin eigentlich kein Demokrat. Ich glaube nicht an Politik, an Staaten und Regierungen: ich bin in meinem Herzen zutiefst anarchistisch. Schreibt Oskar Lafontaine ein Buch mit dem Titel: “Das Herz schlägt links”, so sage ich: “Meines schlägt da wo es eben will, aus basta!” (Wäre aber ein blöder Buchtitel)
Was die Durchsetzung meines revolutionär, anarchistischen Weltbildes angeht, halte ich es mit Konstantin Wecker, der sang: “Wer macht si scho die Plag und revoluzzt an ganz’n Tag.”
Ich bin schlicht und ergreifend zu faul und zu bequem zum Revoluzzen und da es keine “Nichtwählerpartei” mehr gibt, weil die Herrn Beuys zu anstrengend wurde, bin ich seit vielen Jahren politikverdrossen.
Aber langsam wird es wieder spannend.
Konzerne gehen den Bach herunter, Banken und Unternehmen werden verstaatlicht. Die “Bürger” haben wieder Angst und flüchten in Moral und Werte, die Sozialisten pfeiffen auf dem letzten Loch, weil sie einfach zu doof sind. Die Liberalen schicken Brüssels Next Topmodel, die Weinkönigin Silvaner Silvana, in den Wahlkampf und räumen ab … und es gibt endlich Piraten!
Politik macht wieder Spass, geht das nur mir so?