beiträge über high end und hifi, über produkte, veranstaltungen und andere dinge, die mit der hochwertigen reproduktion von musik zu tun haben.

Mono – sonst nix!


 

Der neue Kult ist auf dem Weg. Wenn sogar die WELT bereits über neue Mono-Schallplatten berichtet, ist der Trend ja fast schon in der ZDF-Zielgruppe angekommen.

„Zum ersten Mal seit ihrer Auflösung veröffentlichen die Beatles und ihre Erben das Hauptwerk so, wie es klingen sollte. Auf Vinyl und im guten, alten Einkanalton. Eine Hymne auf die Monofonie …“ stimmt die WELT an. Und ich gebe zu: das ist verlockend: Ein kleiner Röhren-Verstärker, ein Plattendreher mit einem Ortofon Mono-System und ein fetter Lautsprecher wie die Tannoy Westminster. Wohlgemerkt: EIN fetter Lautsprecher:

Tannoy Westminster

Ich denke ernsthaft darüber nach, einen meiner beiden Tonarme mit einem Mono-System auszustatten. Ein Ortofon SPU wäre naheliegend:

Ortofon SPU

Noch schöner aber wäre eine entsprechende Zweitanlage. Ein kleines Musikzimmer nur für Monoplatten. Ich hab ja schon zahlreiche gute alte Monoplatten. Und natürlich klingen diese Scheiben interessant. Und völlig anders, als gewohnt. Was interessiert mich Windows 10. …. Man muss mal drüber nachdenken …

Endlich kommt er: der Second Screen für den Radiohörer. Gedanken zur Zukunft des Hörfunks.

Der Autor als Radiomann der ersten Stunde

Der Autor als Radiomann der ersten Stunde

Derzeit ist das Thema „Smart Radio“ in aller Munde. Oder zumindest ist es doch ein Dauerthema auf allen Kongressen der Hörfunkmacher, der öffentlich-rechtlichen, wie der privaten. Grund genug, sich über die Zukunft des Hörfunks in Zeiten sozialer Medien Gedanken zu machen. Dabei sehe ich im Wesentlichen drei zentrale Herausforderung, die immer wieder unter dem Label Smart Radio heillos vermischt werden:

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Goldstückchen auf Plattenspieler: Der Tonarm Mørch DP-8 im Test

Scheu Plattenspieler

Ein Mørch DP-8 auf einem Scheu-Dreher

Kann man in der Auseinandersetzung mit einem Tonarm Demut lernen? Man kann. Denn der Mørch DP-8 ist eine Zicke. Aber eine begnadete. Er ist vielleicht das Beste, was Sie ihren Schallplatten antun können. Und er ist mit großer Wahrscheinlichkeit das Fieseste, was Sie Ihren Nerven antun können. Aber fangen wir mal demütig ganz von vorne an …

Mørch – ausgesprochen „Mörch“ , wie mörcherisch – heißt mit Vornamen Hans Henrik ist Däne und baut seit vielen Jahren mit einigen wenigen Mitarbeitern in Gentofte bei Kopenhagen Tonarme. Bekannt sind der „kleine“ einpunktgelagerte Mørch UP-4 und der klassische kugelgelagerte DP-6. Beide Tonarme sind feinmechanische Kleinode, gegen die die marktbeherrschenden Arme von den kleinen Regas bis zu den großen Clearaudios und Armen von SME wie vom Pferdeschmied geschlagen aussehen. Tonarme von Mørch hingegen sind feinziseliert und sensibel wie Schweizer Uhrwerke.

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Der GLÄSS VINYL CLEANER: Der Schallplattenwaschvollautomat im Test

Schallplatte
Sie hören CDs? Oder gar MP3-Dateien? Warum hören Sie nicht mal wieder Musik? Ich meine richtige Musik. Vom Vinyl.

Sie haben doch bestimmt noch irgendwo ihre alten Schallplatten herumliegen: die Sticky Fingers von den Stones, oder das Jeans Cover von Ihre Kinder. Oder wenigstens irgendwas von Miles Davis oder Mozart.

Ach – Sie sind zu jung für sowas? Na, dann kaufen Sie ja eh aktuelle Kult-Scheiben für den Plattendreher. Und Sie kennen das Kult-Blog vinyl fantasy. Und die einschlägigen Versender wie jpc oder funrecords für gute Gebrauchte.
Jedenfalls wird es Zeit, mal wieder ein wenig Vinyl auf den Plattenteller zu werfen.

Sie meinen Schallplatten rauschen und knistern? Ja dann waschen Sie Ihre Schätzchen doch mal. Falls Sie das noch nie gemacht haben und – aus welchem Grund auch immer – nur selten Schallplatten hören, dann genügt ja für’s Erste die Handwaschmaschine von Knosti.

Knosti Plattenwaschmaschine

Für Singles brauchen Sie die eh, denn die kleinen 45er Scheiben passen nicht in die beste Schallplattenmaschine, die es derzeit auf dem Markt gibt.

Singles

Und genau die möchte ich Ihnen heute vorstellen: den VINYL CLEANER von AUDIODESKSYSTEME GLÄSS.

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Wassermusik? Mega-Lenco? Plattenwaschmaschine? Nein: Kunst!

Vinylsee

Ich bin ja bekennender Vinylyriker, also ein Fan von guten alten – und neuen – Schallplatten. Und ich erinnere mich mit Schrecken an die alte Diskussion, ob man Schallplatten besser nass oder trocken abspielen sollte. Ich habe an meine Platten niemals etwas anderes als Wasser, ein kinderpoposanftes Reinigungsmittelchen und einen ordentlichen Diamanten kommen lassen; niemals diese Lenco-Brühe, wo keiner so recht wusste, was da eigentlich drin war. Schallplatten nass abspielen: das geht aber auch gar nicht!

Gegen eine gute Schallplattenwaschmaschine ist nichts auszusetzen. Im Gegenteil: ich bin glühender Fan meiner Glaess Plattenwaschmaschine mit integrierter Ultraschallreinigung.

Auch Händels Wassermusik höre ich leidlich gerne. Aber das hier schlägt doch alles, was ich bisher in Sachen Wasser und Vinyl gesehen habe:

Ist diese Installation des kalifornischen Künstlers Evan Holm Kunst? Ja schon.

Er schreibt: „There will be a time when all tracings of human culture will dissolve back into the soil under the slow crush of the unfolding universe.  The pool, black and depthless, represents loss, represents mystery and represents the collective subconscious of the human race.  By placing these records underneath the dark and obscure surface of the pool, I am enacting a small moment of remorse towards this loss.   In the end however this is an optimistic sculpture, for just after that moment of submergence; tone, melody and ultimately song is pulled back out of the pool, past the veil of the subconscious, out from under the crush of time, and back into a living and breathing realm.  When I perform with this sculpture, I am honoring and celebrating all the musicians, all the artists that have helped to build our human culture.“

Nur meine Platten gebe ich dafür nicht her. Und meinen Dreher von Ulla Scheu auch nicht.

Meine Stimme aus dem Jenseits: die Schallplatte als Alternative zum Urnengrab. Ein Beitrag zu Allerheiligen.

Schallplatte

So kurz nach Allerheiligen muss sich auch dieser Czyslansky-Blog dem Thema stellen: Wohin soll der letzte Gang führen? Doch wohl nicht auf einen dieser jämmerlichen Friedhöfe, auf der alte Weiblein gieskannenschwingend  auf Teufel komm raus und mit stiller Verzweiflung im Gesicht noch das letzte unscheinbare Unkräutlein jäten. Und ich will auch nicht, dass meine Asche dereinst über den Ascheplatz grün-atheistischer Studienräte am Baumfriedhof verfliegt. Und schon gar nicht sollen sich radarlärmgeplagte Delphine  an meinen in einer Seebestattung versenkten Überresten verschlucken. Wohin also mit dem Staub von meinem Staube?

Für gläubige Vinylisten wie mich gibt es nun endlich eine Alternative: Presst meine Asche zur Schallplatte!

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Im Test: Der Audio-Technica ATH-W1000X Kopfhörer am Reussenzehn Harmonie III. Holz, Gold und Röhre für den Kopf.

Kopfhörer

Was hab ich mir nicht alles auf den Kopf geschnallt: den Denon  AH-D7100, den recht neuen beyerdynamic T1, den Ultrasone Signature Pro und natürlich auch den magnetostatischen HiFiMAN HE-500. Hängengeblieben auf meinem Schädel ist nun der Audio-Technica ATH-W1000X . Warum das so ist? Deshalb:

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Oh, Willy Brandt

Heute konnte ich mal wieder eine neue Lieferung exquisiter Vinyls in Empfang nehmen. Besonders hat es mir die Single einer damals 17jährigen jungen Künstlerin angetan, die irgendwann in den 70igern den damaligen Bundeskanzler Willy Brandt besang. Man würde es nicht glauben, wenn man es nicht hören könnte.Ein Hörausschnitt sollte erlaubt sein. Wer es sich zutraut, das Stück komplett anzuhören, der ist gerne an unserer Agentur-Bar willkommen. Bei einem kleinen Weinbrand …

Vinyl – sogar der SPIEGEL fegt die Platte

Clearaudio Goldfinger
Die Leute vom SPIEGEL sind ja eher dafür bekannt, dass sie besser schreiben als hören können. Und in der Vergangenheit leiteten sie Artikel über das wichtigste Branchen-Event der High-End-Wirtschaft auch gerne mit Sätzen ein wie „Verbessert ein Ziegelstein auf dem CD-Player den Klang?„. Umso überraschter war ich vorgestern, als mich ein gar nicht mal so schlechter Beitrag auf SPIEGEL TV überraschte: über die Renaissance der Schallplatte, Presswerke, Vinyl-Sammler und die Schallplatten-Pretiosen der Erlanger Kultmanufaktur Clearaudio. Sendung verpasst? Gerade Platte gehört? Kein Problem. Hier geht’s zu den Platten im SPIEGEL: