beiträge über analoge und digitale kultur

kurt kister

sz-chefredakteur kurt kister und die kognitive-dissonanz-toleranz

der chefredakteur meiner geliebten süddeutschen zeitung kurt kister schreibt am freitag in seinem abo-rundbrief:

„als ich noch daran glaubte, dass mich das studium der kommunikationswissenschaft (kw) in der einen oder anderen form auf den beruf des journalisten vorbereiten könnte, habe ich manches seminar besucht, in dem ich dinge hörte, an die ich mich bis heute erinnere, auch wenn ich sie nicht wirklich für mein leben brauchen konnte. … in kw jedenfalls beschäftigten wir uns in einem semester mal mit der kognitiven dissonanz.“

und im folgenden führt er aus, dass er „4-3-2-1“ von paul auster und „the river“ von bruce springsteen mag. und dass er darunter leidet, wenn menschen, die er schätzt, dinge nicht mögen, die er schätzt. zum beispiel den boss und auster. wenn also zum beispiel seine eigene zeitung paul auster kritisiert.

er fasst seine position wie folgt zusammen:

„konsonanz ist fein, dissonanz ist nötig.“

lieber kurt kister: ich bin da völlig anderer meinung. nichts war mir über viele jahre hilfreicher, als die literarischen verrisse eines marcel reich-ranicki. die entdeckung des himmels konnte ich blind kaufen obwohl das buch viel zu dick ist (ähnlich wie 4-3-2-1) – eben weil es im literarischen quartett vom chef verrissen wurde, wie selten zuvor ein anderes.

die süddeutsche zeitung lese ich seit ich vor jahrhunderten als wirtschaftsflüchtling aus franken exilierte eben weil ich mich über kein blatt der welt mehr ärgern kann, als über das unsere. die sz ist ehegefährdend, weil zu groß für den begrenzten platz neben dem frühstücksei, ignoriert in ihrem sportteil den glubb weitgehend, ist fast immer ausgezeichnet recherchiert und trotzdem zu oft nicht meiner meinung.

es gibt nichts wichtigeres, aber auch nichts schöneres, als eine gegenmeinung von hoher qualität. eine gut gemachte tageszeitung ist das gegengift zu social media bubble und  google-algorithmus. sie ist nicht nur nötig, sie ist auch fein.

die sz hat einen chefredakteur, der offenbar ziemlich zeitgleich mit mir das überaus seltsame studium der kommunikationswissenschaften absolvierte (langenbucher? wir sollten uns begegnet sein …), der wie ich paul auster sehr schätzt und bruce springsteen mit inbrunst auf seinen plattenspieler schiebt. mit kurt kister teile ich wie mir scheint gar zu viele gemeinsamkeiten. mir fehlen die wichtigen kognitiven dissonanzen. wie langweilig.

obwohl: er findet kognitive dissonanzen unfein. das unterscheidet uns hinlänglich. wir beide haben noch eine chance. weil er nicht recht hat.

Viktualienmarkt

münchen oder berlin – wo ist die startup-metropole?

seit berlin hauptstadt ist, verkriecht sich münchen ins jammertal. die guten filme werden schon lange nicht mehr hier gedreht, sondern in berlin. fassbinder und dietl sind tot, achternbusch und kluge drehen kaum noch. theater-innovationen, große musik, kleine jazz-kneipen, uraufführungs-kinos – alles gibt es in berlin, immer weniger gibt es in münchen. ok, abgesehen von einem vernünftigen flughafen. und abgesehen von augustiner. und schlemmermeyer. und dem isarflimmern.

aber wo liegt deutschlands startup-metropole? wo ist der innovationsnabel des landes? kurz vor polen? kurz vor österreich?

deutschlands gründerzentrum, das war im letzten jahrtausend münchen. 1992 saß ich beim abendessen mit borland gründer philipp kahn und schlug ihm vor, seine deutschlandzentrale nach berlin zu verlegen. ja, ich bin ein verräter und berlin-fan, kein fcb-mitglied und auch nicht in der hiesigen gesellschaft der wagnerianer. aber es wurde eh nix draus. er war gerade dabei die entwicklung eines eigenen office-pakets einzustampfen. und noch eine verelendende bankrott-firma war so ziemlich das letzte, auf das berlin damals gewartet hat.

heute residiert jedes dritte deutsche startup an der spree, in der isar kühlen gerade noch 11 prozent ihr augustiner. wir isarindianer wurden abgehängt. abgehängt?

nicht wirklich: emma tracey versucht mit ihrer munich tech map das gegenteil zu beweisen. und sie hat gute und anschauliche argumente:

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Brüder zum Facebook zur Freizeit – Kann die digitale Welt sozial und demokratisch sein? – Teil 3: Politik 2.0

Michael KauschIm ersten Teil dieser kleinen Artikel-Serie ging es um die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeit, im zweiten Teil um das Leben als Kunde. Heute soll es um die geänderten Rahmenbedingungen für das politische Handeln gehen.

Kai-Hinrich und Tim Renner haben in ihrem Buch „Digital ist besser“ wunderbar den aufkommenden Prosumer beschrieben, der als Konsument und gleichzeitig Produzent von user-generated Content nicht nur die beiden Sphären der bürgerlichen Gesellschaft – hier die Produktion, dort die Konsumtion – symbiotisch in einer Person vereint.

Damit einher geht auch die weitgehende Granularisierung der Informationen. Rezipiert wird immer seltener ein ganzes Buch oder wenigstens eine Zeitung, sondern ein einzelner Artikel. Nicht mehr die acht Lieder einer Schallplatte werden gekauft, sondern ein einzelner Song wird im Download erworben. Diese Granularisierung ist die Voraussetzung für das kreative Covern von Werken, das längst an die Stelle des Abkupferns getreten ist. Einzelne Stücke werden isoliert von ihrer Historie und der in dieser verwobenen Intentionen eines Autors interpretiert.

Im Zusammenfallen von Produktion und Konsum entsteht der Prosumer

Und so handelt es sich bei der Entwicklung des Prosumers eben nicht nur um die Verschmelzung beider Elemente in eine Person, sondern auch noch um deren Integration in einen einheitlichen Akt! Im vernetzten Arbeiten lassen sich die Prozesse von Nutzung und Verformung der Dinge gar nicht mehr logisch unterscheiden. Je einfacher zugänglich Informationen sind, je besser diese mit anderen Informationen vernetzt sind, desto weniger ist eine beliebige Informationseinheit stofflich isolierbar. „Guttenbergen“ wird zur vorherrschenden Form geistiger Produktion – wobei man allerdings als Autor dann auch den Anspruch auf individuelle geistige Originalität aufgeben muss. Entscheidend bleibt einzig und allein die – vermutlich zeitlich, räumlich oder situativ begrenzte – Relevanz des neuen Werkes.

Ohne Urheber, keine Urheberrechte

Entsprechend verhält es sich auch mit dem individuellen „Recht am Werk“.

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Brüder zum Facebook zur Freizeit – Kann die digitale Welt sozial und demokratisch sein? – Teil 2: Kunde 2.0 und Leben 2.0

Michael KauschIn Teil 1 dieser ein wenig umfangreichen Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeit, Leben und Politik ging es um die Veränderungen in Arbeit und Wirtschaft, also um Arbeit 2.0. Heute will ich mich dem Thema von der anderen Seite, von der Perspektive der Verbraucher und Konsumenten nähern.

Auf dem Weg zum Kunden 2.0

Die Trennlinie zwischen den Sphären der Arbeit und des Konsums verschwimmen auf mannigfache Art: Arbeitszeiten und Freizeit verschwimmen, Arbeitsort und privates Umfeld werden reintegriert, Werte werden nicht mehr nur in der Produktion geschaffen, sondern zunehmend im Zirkulationsprozess, Marken entstehen nicht mehr nur in den Marketingabteilungen der Unternehmen, sondern in der organisierten Kommunikation der Verbraucher.

Die Flexibilität des sozialen Internet erlaubt auch den ständigen Rollenwechsel der Konsumenten. Verbraucher wechseln ständig die „Milieus“. Eine statische, zielgruppenorientierte Kommunikation funktioniert deshalb nicht mehr. Moderne Unternehmenskommunikation orientiert sich immer weniger an Zielgruppen und immer mehr an Situationen und Kontext.

Und schließlich heben soziale Medien zunehmend die Trennung zwischen Meinungsführern und Meinungsfolgern auf: je nach Thema und sogar je nach Situation wechseln die Rollenbilder zwischen Führern und Folgern. Jeder kann für fünf Minuten zum Star werden.

Moderne Unternehmenskommunikation muss diese wechselnden Rollen des Konsumenten und seine begrenzte „Prominenz“ ernst nehmen. Nicht weil der Kunde grundsätzlich selbstbewusster oder „frecher“ geworden ist, reagiert er heute empfindlicher als früher auf Arroganz, Ignoranz und schlechten Service, sondern weil er erfahren hat, dass jedermann plötzlich für einen wenn auch nur kurzen Zeitpunkt im Lux Populi stehen kann, mit der Macht große Dinge zu verändern.

Dass kritische Kunden mit dieser neuen und stets nur auf Zeit verliehenen Macht in der Regel nicht umgehen können, zeigen die so häufig unhöflichen, aggressiven und flegelhaften Umgangsformen in Foren und auf Meinungsseiten.

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Brüder zum Facebook zur Freizeit – Kann die digitale Welt sozial und demokratisch sein? – Ein Vortrag in vier Teilen – Teil 1: Arbeit 2.0

Michael Kausch

Vorbemerkung

Vor einigen Tagen war ich eingeladen einen kleinen Vortrag zur Rolle des Digitalen in unseren politischen Parteien zu halten. Aber wie das so geht: man setzt sich hin und denkt und schreibt und denkt und schreibt und denkt und schreibt und schließlich bemerkt man, dass man mit all dem, was einem in den Sinn kommt, jeden Vortragssaal leer räumen kann. Wer hält heute schon noch vier Stunden Vortrag ohne Powerpoint aus? Eben. Nur Czyslansky. Und deshalb werde ich, fein positioniert in drei Teile, die Ergebnisse hier nach und nach einstellen.

Warum will eine Partei überhaupt von mir wissen, was sie mit dem Digitalen anfangen soll

Gut 33 Jahre nach der Einführung von MS-DOS und knapp 25 Jahre nach der Einführung des offenen Internet in Form des Word Wide Web sind endlich auch die großen deutschen Parteien im Neuland angekommen. Jedenfalls diskutieren sie alle etwas, was sie nur selten verstehen, vor dem sie aber irgendwie Angst haben. Sie nennen es klassisch-sozialdemokratisch und gewerkschaftsnah Digitale Arbeit, sie schwärmen katholisch-barock von Digital Citizens mit Laptop auf der Lederhose, versehen die am geschichtlichen Horizont aufscheinende Schöne neue Arbeitswelt? immerhin mit Fragezeichen wie die CDU, oder sie beschreiben mit straßenkampferprobtem Pathos unterlegt ein Freies Netz und unabhängige Medien für alle auf den Seiten 188 bis 203 in einem grünen Wahlprogramm. Auch das Netz hat den Marsch durch die Parteiinstitutionen, Bürokratien und Parteitagsbeschlüsse im Buchformat offenbar inzwischen bewältigt.

Um was geht es?

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Die Judensau von Regensburg. Antisemitismus heute

Regensburg ist eine schöne Stadt. In ihrer Mitte steht ein schöner Dom. Und aussen am Dom hängt in einiger Höhe etwas, das an Hässlichkeit nicht zu überbieten ist: die Judensau.

Judensau

Es handelt sich um ein steinernes Relief, das einige spitzhütige Juden zeigt, die sich an den Zitzen einer Sau zu schaffen machen.

Man muss die Kaschrut, die jüdischen Speisegesetze, wirklich nicht kennen, um die üble antisemitische Aussage des Bildes zu verstehen. Gleichwohl ist die Wirkung des Bildes auf gläubige Juden besonders verheerend: das Schwein ist nicht koscher, es ist unrein. Die an den Zitzen saugenden Juden stehen nicht nur in animalisch-erotischer Haltung unter dem Tier, sie vergehen sich auch noch am eigenen Gesetz und begeben sich ins Unreine, werden selbst durch ihr ketzerisches und verlogenes Tun unrein.

Das „Volk“ – das christliche natürlich – hat diesem Relief den eindrücklichen Namen „Judensau“ verpasst. Sie prangt auf derjenigen Seite des Doms, der früher dem jüdischen Viertel der Stadt zugewandt war, auf dass der Jud im Schatten des Kirchenschiffs auch niemals vergesse, welch Reputation ihm im stolzem Regensburg zukomme: keine.

Das jüdische Viertel gibt es freilich in Regensburg wie auch in anderen deutschen Städten nicht mehr. Irgendwie sind den Gemeinden ihre Juden abhanden gekommen. So braucht es heute eine Erklärung zur Judensau. Die hängt zwei Meter unterhalb des Reliefs und ist so widerlich, wie die Sau selbst.

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25 Jahre WWW (II): Vom Hypertext zum Author Rank. Oder: Wie Microsoft vor 25 Jahren beinahe das World Wide Web erfunden hätte und warum Google es bis heute nicht versteht.

Bill Gates

Der Beinahe-Erfinder des Internet

Vor beinahe drei Jahren habe ich in einem kleinen Beitrag in der F.A.Z.  auf einen Artikel der beiden Microsoft Vor-Denker Bill Gates und Nathan Myhrvold über das Prinzip Hypertext hingewiesen. Deren Artikel wurde von mir vor genau 25 Jahren – also im März 1989 – für die Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft aus dem Amerikanischen übersetzt. So formulierten Gates und Myhrvold die Logik des Internet ausgerechnet im selben Monat, in dem Tim Berners-Lee im CERN sein Internet-Projekt vorstellte (siehe hierzu den Beitrag meines Czyslansky-Bruders Tim Cole hier im Blog).

Gates und Myhrvold schrieben vor 25 Jahren:
„Heutige Programme behandeln Dokumente als Dateien, die sich auf einer Computerdiskette befinden. Solche Dateien unterscheiden sich im Prinzip nicht wesentlich von einem Stück Papier oder gar von einer Papyrusrolle: Eine Textzeile folgt auf die andere. Dagegen stellt ein Programm für Koproduktionen mehrerer Autoren ein Dokument als komplizierte Datenstruktur dar, in der einzelne Textbrocken zu einem komplizierten Netz miteinander verflochten sind. Ein solches Dokument bezeichnet man als Hypertext.“

Gates und Myhrvold bezogen ihre Idee vom vernetzten Arbeiten lediglich auf die Struktur von Textdokumenten, die ihren sequentiellen Aufbau zu Gunsten einer dreidimensionalen Struktur überwinden.

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Seid nett zu Fotografen – von Bildrechten und Bildlizenzen. Ein Gespräch mit dem Photocase-Grafiker Karsten Jipp

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Diesen schlauen Spruch kennen wir alle längst auswendig. Etwas poetischer hat es seinerzeit der alte Goethe formuliert:

Goethe – kopiert

„Dummes Zeug kann man viel reden,
Kann es auch schreiben,
wird weder Leib noch Seele töten,
es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber vor’s Aug gestellt
hat ein magisches Recht.
Weil es die Sinne gefesselt hält
wird der Geist ein Knecht.“

Bilder haben ein „magisches Recht“: sie sind emotional, vermeintlich wahr, interpretationsbedürftig und damit vielseitig für unterschiedlichste Zielgruppen offen. Sie erschließen deshalb aber auch komplexe Zusammenhänge schneller und besser als jeder Text. Facebook-Nachrichten mit Bild erhalten mehr als doppelt so viele „Likes“, wie reine Textnachrichten. Und nicht zuletzt: Google liebt Bilder! Kein Wunder, dass wir alle ständig auf der Suche nach Illustrationen sind, nach Bildern für unsere sozialen Kanäle und unsere Websites.

Allein: nur selten gehören einem die besten Bilder. Und Bildrechte kosten Geld. Wer heute auf Bildersuche im Internet geht, der findet hunderte Kopien guter Bilder von bekannten und weniger bekannten Fotografen, von Bildagenturen und Medien. Dabei wurden nur selten die Rechte am Bild von den Seitenbetreibern erworben. Und das kann nicht nur teuer werden – Stichwort: Abmahnung – das ist auch unfair gegenüber jenen, die von der Erstellung dieser Bilder leben wollen (und leben können sollen).

Dabei ist eine faire Kooperation mit Bildermachern heute einfacher denn je: Stock-Dienste wie http://deutsch.istockphoto.com oder https://www.photocase.de bieten tausende Fotografien übersichtlich und zugleich preiswert in zumeist hervorragender Qualität an. Ich selbst nutze vor allem Photocase seit vielen Jahren zur Illustration meiner Blog-Beiträge auf http://www.vibrio.eu/blog und http://www.czyslansky.net und für meine Präsentationen und Vorträge.

Bei Durchsicht meiner Downloads ist mir ein Fotograf aufgefallen, dessen Bilder besonders häufig meine Aufmerksamkeit erregt haben, und dessen wunderbare Illustrationen ich schon häufig genutzt – und legal erworben – habe: kallejipp, bürgerlich: Karsten Jipp, Grafikdesigner aus Berlin.

Ich konnte Karsten Jipp ein paar Fragen zu seinen Erfahrungen mit Photocase, aber auch mit „fairen“ und „unfairen“ Anhängern seiner Bilder stellen:

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Schufa Dieba Du – Nicht die Nutzung meiner Facebook-Daten ist ein Problem, sondern die mangelhafte Transparenz im Kreditgewerbe

Ich verstehe das allgemeine Protestgeheule – zuletzt auch noch des BITKOM – um das Social-Media-Monitoring-Projekt der SCHUFA nicht: es ist die Aufgabe der SCHUFA die Kredibilität von Unternehmen und Personen zu analysieren. Und natürlich nutzt man hierfür so viele öffentlich zugängliche Informationen über das jeweilige Unternehmen oder die Person, wie eben möglich. Es ist kein Skandal, dass die SCHUFA derzeit in einem Forschungsprojekt überprüft, welche Informationen aus sozialen Netzen sich für eine Analyse der Kreditwürdigkeit von Bürgern und Unternehmen eignen.

Niemand sollte sich vormachen, dass sich die Nutzung unserer öffentlichen Daten in Facebook & Co durch eine „Selbstbeschränkung“ von Auskunfteien, Personalberatern oder werbetreibenden Unternehmen begrenzen ließe.

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Stimmung wie in der Südkurve, aber kaum Bewegung auf dem Spielfeld. Ein Nachruf auf den Münchner Urheberrechts-Twittwoch

Thomas Pfeiffer hatte bekannte Namen aufs Podium geladen: Tatort-Autor Jochen Greve, Grünen MdB Dr. Konstantin von Notz, Verbandssprecher Reinher Karl und Piraten-Kapitän Bruno Kramm (von links)

Wenn ein Auto nichts taugt, nennt man es Montagsauto, weil am Montag „die Genauigkeit der Arbeit leidet“, wie Volksmund und Wikipedia wissen. Der letzte Münchner Twittwoch fand an einem Montag statt. Das mag manches erklären …

Eines vorneweg: die Diskussionskultur war erbärmlich und weder dem Thema, noch dem Niveau der meisten Podiumsgäste angemessen. Die Stimmung erinnerte stark an  die Südkurve, die Beweglichkeit auf dem Spielfeld (also vorne) an die Abwehr von Chelsea: stark im Mauern, in den Zweikämpfen dominierte die Blutgrätsche. (Bilder aus der Arena gibt’s übrigens hier)

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