produkttests und -besprechungen

Endlich: Notebooks mit Röhren

Ich bin ja nun leidenschaftlicher Röhrenfan in Sachen Hifi und erinnere mich mit großem Respekt an einen Besuch im internen Münchner Siemens-Archiv, in dem neben einem türkischen Siemens Samowar auch wunderbare alte Post-Röhren von Siemens zu bestaunen waren. Nun endlich gibt es auch ein Gadget, das meinen Notebook mit dem heimeligen Licht einer Vakuumröhre versieht. Scheinbar.

Tatsächlich handelt es sich um einen USB-Stick mit bis zu 16 GigaByte Datenspeicher und die Röhre ist nur Verpackung. Aber immerhin. Kaufen kann man das Teil online: http://de.etsy.com/shop/SlavaTech

Und der Tipp stammt von http://www.techfieber.de. Danke dafür.

Die Citroen DS 5 Hybrid im Test – die André Art der Fortbewegung

Die Citroen DS 5 Hybrid:
stur wie eine Bretonin,
elegant wie eine Pariserin,
unberechenbar wie eine Provencalin
 

Citroen DS 5 Hybrid Logo

Geht Czyslansky jetzt auch noch unter die Auto-Blogger? Nein, sicherlich nicht. Auch wenn Edeltasten – wie soll man virtuelle Edelfedern eigentlich nennen? – wie Robert Basic neuerdings immer öfter in konzerneigenen Testfahrzeugen um die Ecken huschen, so wird sich Czyslansky auch künftig nur in Ausnahmefällen um das Thema Auto kümmern. Aber kritische Erfahrungsberichte über emotionale Produkte haben hier schon ein wenig Tradition: von der schlimmen Kaffeemaschine (Kaffee Partner), über tollen Kundenservice beim Hifi-Gerät (Restek) und Leica-Optiken an der Sony-Kamera bis zum sportlich tiefer gelegtem Dreirad (HP velo).

Heute geht es um ein Fahrzeug, das mir am Herzen liegt und über das mehr Falschmeldungen in Umlauf sind, als Fahrzeuge auf deutschen Straßen. Wie soll man es denn erklären, dass die DS 5 für die Experten der WELT hart „rumpelt“, der SPIEGEL-Tester  aber „ein nicht unangenehmes, knuspriges Abrollen“ verspürt – was auch immer man unter einem „knusprigem Abrollen“ verstehen mag. Mir fällt dazu eigentlich nur das berühmte radrunde schwedische Leksand Knäckebrot ein, bei dem der Name schon alles sagt.

Die FAZ mokiert sich, dass im Test die versprochene Höchstgeschwindigkeit von 211 km/h um sage und faze 4 km/h verfehlt wurde. Der von Edelfedern und -tasten gemessene Durchschnittsverbrauch lag zwischen 4,8 Litern beim ADAC und 6,3 Litern bei den Heizern vom Handelsblatt. Zeit und SPIEGEL liegen irgendwo dazwischen.

Es wurde einfach Zeit für einen endgültigen Test, für eine umfassende und letztgültige, objektive und hintergründige, sachlich-emotionale Bewertung. Objektiv, also auf Basis klar nachvollziehbarer Kriterien: für alles was gut ist gibt es eine Ente (in Erinnerung an den seeligen 2CV) und für alles was schlecht ist gibt es – richtig! – keine Ente. Mal sehen, wie weit wir mit dieser Auszeichnung kommen.

Ente

 

Für den Test habe ich mir – in guter Tradition der Stiftung Warentest – natürlich keinen gedopten Testwagen vom Hersteller ausgeliehen, sondern ich habe eigens ein Serienmodell im einschlägigen Handel käuflich erworben. Um genau zu sein: ich habe mir eine Citroen DS 5 Hybrid in der bestmöglichen Sport Chic-Ausstattung beschafft. Der Wagen verfügt über alle gelisteten Extras mit Ausnahme des überaus unsinnigen Spurverlassenswarners und der fehlerhaften Fernlichtautomatik.

Der Preis? Laut Liste irgendwo knapp unter 50.000 €. Die Wirklichkeit sieht freilich anders aus. 20 Prozent Rabatt sind heutzutage durchaus drin. Oder mehr. Oder weniger. Handeln muss schon jeder selbst. Und dabei dem Händler gegenüber fair bleiben. Ein guter Händler – wie meiner (Dank an den freundlichen und kompetenten Oliver Grundmann von der Citroen Niederlassung München Nord) – hat Fairness verdient.

Trotzdem: für Czyslansky ist mir nichts zu teuer. Und damit sind wir schon mitten drin im Thema …

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Im Digitalkamera-Test: Sony NEX 7 mit Leica M Objektiven

Nein – Czyslansky ist kein Test-Blog. Und doch testen wir für uns selbst natürlich immer wieder das ein oder andere Produkt. Und natürlich wollen wir über unsere eigenen Erfahrungen mit Produkten gleich welcher Kategorie gerne öffentlich berichten. Vielleicht kann ja der ein oder andere von Euch was für sich selbst daraus lernen. In der Vergangenheit habe ich mich zu den Themen Kaffeemaschine von Kaffee Partner, Liegerad (Trike) von HP und DAB-Empfänger von Restek mehr oder weniger ausführlich getan. Immer geht es um hochemotionale Produkte. Und immer geht es um eine sehr persönliche Sicht, also keinen klassischen Produkttest mit Laborwerten.

sony mit leica

Heute liegt eine neue digitale Kamera auf meinem Schreibtisch: die Sony NEX-7. Kein Testprodukt des Herstellers, sondern ordentlich gekauft. Ein wenig fremdelt sie inmitten der Leica M Objektive. Und auch die M-acht ist mit ihr.

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Mein guter Radschlag für diesen Sommer: Der Roadster unter den Fahrrädern – das HP Scorpion FS

HP Scorpion FS

Was hätte Sir Stirling Moss wohl gefahren, wenn er nicht aus pekuniären Gründen gezwungen gewesen wäre seinen Cooper immer wieder wie eine gesengte Sau im Kreis herum zu pilotieren? Einen Austin Healey? Vermutlich. Aber im zweiten Rang hätte er sich zweifelsfrei für ein Liegerad entschieden. Schließlich ist ein Liegerad das einzige einem wahren Gentleman angemessene Tretgefährt. Einzig in einem Liegerad lässt sich ohne Gefährdung für Kleidung und Brust aufs Angenehmste eine Zigarre im Fahrtwind rauchen. Wie elendiglich nehmen sich doch da Sitzradfahrer aus, die ihren Kopf in den Nacken pressend nicht viel mehr sehen, als jenes endlos graue Asphaltband, über den sie hinweg huschen. Ein Liegeradfahrer hat die ganze Welt nicht nur zu Füßen, sondern auch im Panorama-Blick. Die Lunge atmet frei und hat ausreichend Volumen für eine anständige Montecristo No 2.

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Respekt Restek!

restek minitun

Der RESTEK MTUN+

Ja ja, das Internet ist bekannt dafür, dass ständig unzufriedene Konsumenten mit Wut und Häme über schäbige Hersteller herziehen. Die Welt der Blogs ist angefüllt mit kritischen “Prosumern” und Anklägern. Czyslansky liegt ja auch in diesem Punkt immer im Trend. Ich erinnere nur mal an meine leidvolle und an eben dieser Stelle öffentlich gemachte Auseinandersetzung mit der Firma Kaffee Partner.

“Wo bleibt das Positive?” rufen dann ständig gut meinende Freunde. “Es ist doch nicht alles schlecht auf dieser Welt” und “Früher haben wir nicht gejammert, sondern die Dinge in die Hand genommen” – “und geschossen” würde Thomas Bernhard an dieser Stelle einwerfen.

Gemach meine lieben Freunde: heute wird gejubelt und gedankt. Es gibt sie nämlich noch, die Unternehmen, die nicht nur mit Fleiß und Kompetenz gute Produkte entwickeln und fertigen, sondern die einen Kunden-Service bieten, wie ich ihn seit den Zeiten meines ersten Tankstellen-Pächters Leidl nur selten mehr erleben durfte (Jahre lang durfte ich dort beim Bezug des von meinem R4 bevorzugtenTreibstoffs der Marke “Gasolin” anschreiben lassen). Ich schweife ab …

Meine uneingeschränkte Anerkennung gilt heute der Firma RESTEK. Unter dieser Marke bauen geschickte Hände im hessischen Fuldabrück Hifi-Pretiosen:  Verstärker, CD-Spieler, DAC-Wandler und Tuner. Dabei legt man ganz offensichtlich mehr Wert auf funktionale Produkte, gutes Design und beispielhaften Service, als auf Marketing. Denn auch wenn ich anstandshalber hier auf deren Web Site verweise – der Internet-Auftritt ist eher mitleidheischend, RESTEK-Fan auf Facebook kann man auch nicht werden und so wundert es nicht, wenn zumindest in meinem Freundkreis kaum einer bislang von den guten Leuten aus Fuldabrück Notiz genommen hat.

Dabei haben sie Aufmerksamkeit wahrlich verdient – und zwar aus einem einfachen Grund:

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Tipp: memonic – ein Werkzeug für einsame Online-Rechercheure und moderne Teams

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Vor einigen Wochen habe ich per Twitter meine Stalker um Hinweise auf Alternativen zu Delicious gebeten. Ich weiß gar nicht mehr wem ich den Tipp auf memonic verdanke, aber ich habe dieses Tool getestet und nun seit einigen Wochen im Einsatz. Und ich möchte es nicht mehr missen. Warum das so ist verrate ich Ihnen heute:

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Eine virtuelle Bekehrung der anderen Art–mit dem Kehrmaschinensimulator in die Osterferien

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Der RA650 – vom Rinnstein bis zum Mittelstreifen kann Mann hier den Schmutz aufgreifen

Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die sind unbegreiflich. Gut – Männer lieben Schaufelradlader und Bagger. Sie wühlen gerne wie die Kinder im Dreck – natürlich auf 2.000-PS-Kolossen von Caterpillar. Sie pflügen mit Leidenschaft auf einer Schürfkübelraupe der Marke Frutiger durch den heimischen Acker oder umkreisen ihr Häuschen auf einem Vögele Schwarzdeckenfertiger. Jedenfalls in ihren feuchtesten und dunkelsten Träumen. Aber dass sie zu Tausenden heimlich abends an ihrem Computer die Straßen der Stadt fegen war mir neu. Bis mir vor wenigen Tagen ein Freund die Augen öffnete und mit rotgeränderten auf mehrfache Übernächtigung hinweisenden Tränensäcken seine heimlichsten Obsessionen anvertraute: er liebt Kehrmaschinen!

Etwa die RA650 mit “zwei hydraulisch gesteuerten, ausschwenk- und absenkbaren Seitenbesen … für eine effiziente Reinigung von Randbereichen wie z. B. Rinnsteinen.

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PR 2.0 mal andersrum – ein Beispiel für Social Media Ignoranz und ihre Folgen

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Wenn nach einem Image-Desaster im Internet 2.0 die Krisen-PR anrollt, ist es für die Schadensbegrenzung meistens schon zu spät. In Blogs, Communities und Foren formieren sich einzelne kritische Verbrauchererfahrungen schnell zu Lawinen, die kaum mehr zu kontrollieren sind. Anfang 2010 bot sich für mich die Chance und Notwendigkeit einmal auszuprobieren, was es konkret auf sich hat mit der viel beschworenen neuen Kundenmacht im Internet – nicht aus Lust am Stänkern, sondern weil sich mein Problem nicht mehr anders lösen lies. Entstanden ist ein Fallbeispiel für PR 2.0 – oder besser: für ihr Fehlen, wenn Kunden das Web 2.0 zu nutzen verstehen!

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