beiträge über high end und hifi, über produkte, veranstaltungen und andere dinge, die mit der hochwertigen reproduktion von musik zu tun haben.

Musikserver cocktail audio X50

im test: der neue musikserver cocktail audio x50

der musikserver cocktail audio x50 hat eigentlich nur ein wirkliches problem: man kann in sein slot-in-laufwerk keine schallplatten schieben!

als bekennder vinyl-fan muss ich das einfach vorausschicken. aber im ernst: der cocktail audio x50 bildet neuerdings die schnittstelle zwischen meinen scheiben und meinen daten. und dafür gibt es einige verdammt gute gründe:

Musikserver Cocktail Audio Screen

der farbmonitor des musikservers cocktail audio x50 ist auch aus größerer distanz gut zu lesen.

der cocktail audio x50 ist keine integrierte eierlegende wollmilchsau, sondern ganz einfach ein hochwertiger streamer und musikserver. dafür stellt er die biologie gründlich auf den kopf: er ist der große jüngere bruder der sattsam bekannten und ebenfalls ordentlich beleumundeten x30 und x40. er kann weniger als diese und ist deshalb auch merklich teurer.

das macht alles keinen sinn? macht es doch:

denn mit dem x50 betritt der für sein hervorragendes preisleistungsverhältnis bekannte hersteller den gehobenen highend-markt. nicht nur die anfassqualität des immerhin knapp zehn kilogramm schweren spielers ist beeindruckend.

Musikserver von innen

das im cocktail audio x50 verbaute dvd-laufwerk stammt von lg und tut auch in zahlreichen computern seinen dienst.

ein guter cocktail lebt von guten zutaten

hinter der 12mm starken massiven aluminium-front haben die cocktail-mixer nur beste zutaten verbaut:

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Rokblok

rokblok – der „kleinste tragbare plattenspieler“ sucht investoren

auf kickstarter versuchen ja immer wieder mal vinyl-freaks ihr glück. seit einiger zeit wirbt dort das projekt rokblok um kapital. dabei soll es sich um den kleinsten mobilen schallplattenspieler der welt handeln. dieses mal dreht sich nicht die schallplatte, sondern der „spieler“:

 

die initiatoren haben auf kickstarter schon mehr als 350.000 us-dollar eingesammelt. der player soll im herbst für knapp 100 dollar auf den markt kommen.

nette idee, aber überflüssig wie ein mp3-player. der schönste mobile plattenspieler erschien schon vor fast sechzig jahren. er wurde natürlich von dieter rams für braun entwickelt: 

wie beschrieb ein mitglied des analog-forums das rokblok-projekt so schön: „dinge, die keiner braucht, mit geld, das man nicht hat, für leute, die man nicht kennt.“

dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Manley Neoclassic SEPP

sepp aus glas: der manley neo-classic se/pp 300b röhrenverstärker im test

seit gut zwei monaten lässt er hier seine röhren glühen – der neue alte röhrenverstärker mit dem seltsamen namen manley neo-classic se/pp 300b. dabei ist der name programm: es ist ein manley! das heisst, er stammt aus einer der berühmtesten audiophilen glasbläsereien der neuen welt. die manley labs genießen einen sagenhaften ruf, nicht nur bei audiophilen, sondern auch bei tonstudios in aller welt. david manley hat ihn irgendwann vor rund 30 jahren entwickelt, seine damalige frau und heutige chefin der manley labs eveanna manley hat ihn vor rund zehn jahren gebaut und ich habe ihn nun fabrikneu erworben.

dazwischen fehlen ein paar jahre? nun, in den ersten fehlenden zwanzig jahren ist er gereift und in den letzten fehlenden zehn jahren lag er im lager des ehemaligen deutschen manley-importeurs eberhard gries in einer abgelegenen lagerhalle im schönen schwarzwald.  seltsamerweise sind manley-verstärker in deutschland ausgesprochen selten zu finden. derzeit ist mir gar kein importeur bekannt. im idyllischen schwarzwald haben wir ihn im vergangenen herbst gründlich entlaubt und entstaubt und nun steht und spielt er hier, der röhren-sepp.

Manley Speaker Terminals

wie immer bei manley sind alle teile von feinster qualität – auch die lautsprecherterminals, die hier zu sehen sind: für 4 bis 8 und für 8 bis 16 ohm.

was ihr wollt: single ended oder push pull

der sepp? ja, der sepp. se/pp steht für singel ended und push pull. und das ist schon mal äußerst ungewöhnlich. denn die beiden seppls – ja, es sind zwei, also zwei mono-endstufen, ein linker und ein rechter sepp – treiben ihre endröhren wahlweise im single-ended- oder im push-pull-betrieb, also als eintakter oder als gegentakter. und das muss zumindest röhren-novizen kurz erklärt werden:

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mit dab-radio statt ukw stirbt die hörfunk-qualität einen rauschfreien tod

„in europa neigt sich die ukw-ära ihrem ende zu. der empfang im dab-format ist aber unbeliebt – besonders bei den deutschen.“ unter der seltsamen überschrift „radio gaga“ erklärt katharina riehl in der vorgestrigen ausgabe der süddeutschen zeitung den schleichenden tod des ukw-rundfunks. na ja – eigentlich erklärt sie ihn eben nicht.

die abschaltung von ukw geht einher mit dem ausbau des digitalen hörfunks nach dem dab-standard. in deutschland läuft dieser prozess schon seit jahren, und zwar auf recht leisen sohlen. hierzulande hören noch immer mehr als 90 prozent der menschen radio über ukw. in anderen ländern sieht das schon anders aus: in südtirol, der schweiz und in norwegen ist die umstellung von ukw auf dab bald abgeschlossen. die britische insel ist ebenfalls ein vorreiter, wenn es um den dab-ausbau geht. es gibt in immer mehr europäischen staaten feste termine für die abschaltung der ultrakurzwelle.

für deutschland weist die sz zurecht darauf hin, dass der druck aus industrie, funkhäusern und politik in richtung dab derzeit massiv zunimmt, die hörer aber die kosten für neue empfangsgeräte scheuen: alte ukw-empfänger können mit dab eben nichts anfangen. wer digital hören will, benötigt neue digitale hörfunkempfänger.

was der artikel der sz aber unterschlägt ist das problem der mangelhaften übertragungsqualität der allermeisten dab-sender.

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klingende briefmarken

klingende briefmarken aus bhutan

ich weiß, wie man die komplette belegschaft einer deutschen zollbehörde in den wahnsinn treiben kann. ich hab’s probiert. ich hab’s geschafft. mit briefmarkenschallplatten aus bhutan. 

das königreich bhutan veröffentlichte im jahr 1972 sieben runde briefmarken mit musik und sprachaufnahmen. die marken/platten sind auf jedem plattenspieler mit 33 rpm abspielbar. zu hören sind volkslieder, aber auch die königliche nationalhymne. auf allen platten ist der wert als postwertzeichen aufgedruckt. man kann tatsächlich briefe und päckchen mit ihnen frankieren. der wert variiert von einer viertel rupie bis zu neun damaligen bhutan-rupien. die hübsche violette markenplatte für luftpost kostete drei rupien. die markenplatte mit der nationalhymne ist übrigens nicht die teuerste, sondern die billigste: sie war 25 chetrum wert, also eine viertel rupie.

wer nun also wie ich ein komplettes set im großen netz auftreibt und aus irgendeinem ausland bestellt, der darf seine kleine feine sammlung klingender briefmarken auf dem zollamt abholen. mit der frage konfrontiert, was das denn sei, antworte man: „schallplatten“. und nach ein wenigen sekunden: „briefmarken“. sodann entwickelte sich bei mir folgender dialog:

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Kauf-Tipp: Mobile Kopfhörer für unterwegs

Kopfhörer sind in den letzten Jahren zum Modeartikel mutiert. Viele Hörer tragen sie nicht nur um zu hören, sondern auch um gesehen zu werden. Der Knopf im Ohr muss zum neuen Kleid passen. „Orange ist das neue Weiß“. Entsprechend unüberschaubar ist die Auswahl der kleinen Tongeister für unterwegs. Dieser Beitrag soll die Auswahl eines neuen Kopfhörers für die Reise erleichtern. Welche Bauformen gibt es? Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Modelle? Wie viel Geld muss man für gutes Hören ausgeben? Gibt es einen „besten Kopfhörer für unterwegs“?

Kopfhörer sind Kopfsache

Die letzte Frage lässt sich am schnellsten beantworten: den einen besten Kopfhörer gibt es nicht! Dazu sind die Anforderungen an einen guten Hörer zu unterschiedlich – und die Kopfformen auch.

Deshalb sollte man einen Kopfhörer auch nicht im Internet kaufen. Man muss ihn vor dem Kauf aufsetzen. Die Passform ist entscheidend. Und jeder Kopf ist anders geformt, es gibt kleine und große Ohren. Und man will das Gerät beim Musik hören ja möglichst vergessen. Allzu oft aber gibt es nicht nur Musik auf die Ohren, sondern auch einen lästigen Druck. Ein guter Hifi-Händler lässt Euch gerne ein paar Modelle probieren. Und wenn er das tut, dann sollte man den Hörer auch bei ihm kaufen. Die paar Euro Aufpreis zu Amazon und Ebay lohnen sich. Für den Händler und für euch.

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High End 2016 – Der verzweifelte Versuch auf einer Messe nichts zu verkaufen

High End 2016

Vielen High End Ausstellern fehlt der Drive

Es gibt wenige Branchen, die seit so vielen Jahren auf so hohem Niveau jammern, wie die gehobene Hifi-Branche, die sich selbst High End nennt. Während die Medien vom Hype um Plattenspieler kreischen und Journalisten ob der Preisschilder auf Röhrenverstärkern und Edel-Playern sich verwundert die Augen reiben, klagen auch in diesem Jahr viele Aussteller der Weltleitmesse High End (seit heute im Münchner M.O.C.) über die Unlust der Menschen, für hochwertige Musikanlagen Geld auszugeben. Weiterlesen

Schallplatten digitalisieren: Weil Vinyls im Auto immer so sperrig sind

Schallplatten digitalisieren ist wie Kobe-Rind durch den Fleischwolf drehen! Es gibt nur einen guten Grund für dieses Unterfangen seine wertvolle Zeit zu opfern: Im Auto kann man nur Singles hören.

Schallplatte im Auto

Schallplatten digitalisieren ist eine Alternative zum Vinyl-Falten

Im Ernst: ich habe mir lange überlegt in mein Auto einen Plattenspieler einzubauen. In der Bucht findet man immer wieder mal gut erhaltene Einzelstücke aus US-Besitz. Drei Gründe sprechen aber eindeutig gegen dieses Unterfangen:

Erstens: Angesichts des Volumens dieser Geräte würde aus meinem Zweisitzer wohl ein Einsitzer. Wobei: braucht man bei guter Musik unbedingt einen Beifahrer? Oder gar eine Beifahrerin?

Zweitens: Die Dinge schlucken nur 7-Zöller, also Singles. Und alle fünf Minuten rechts raus fahren zum Plattenwechsel – wohlgemerkt nicht wegen eines Plattens, sondern wegen der Platten – nervt auf lange Strecken auch.

Drittens: Würden irgendwelche wohlmeinende Freunde kräftige Burschen in weißen Kitteln schicken, um mich abzuholen? Ich will das nicht ausschließen.

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Heisse Platte – Der Phono-Vorverstärker RESTEK MINIRIA

Phono-Vorverstärker

Der RESTEK MINIRIA ist ein großer Phono-Vorverstärker für kleines Geld

Nein, AUF den Plattenspieler gehört er nicht – der kleinste Phono-Vorverstärker von RESTEK. Aber ZUM Plattenspieler gehört er unbedingt – der MINIRIA. Und dafür gibt es genau vier Gründe:

  • Er ist schön.
  • Er ist klein.
  • Er ist nicht teuer.
  • Er ist verdammt gut.

Angesichts der nicht zu übersehenden Renaissance der Schallplatte verwundert es nicht, dass derzeit beinahe wöchentlich irgendein Hersteller einen neuen Phono-Vorverstärker auf den Markt wirft. Und hingeworfen wird da häufig ein schnell zusammengeschusterter Kasten. Schließlich will jeder etwas abbekommen vom Vinyl-Hype.

Dabei ist die Entwicklung und Herstellung eines „Phono Pre Pre“ alles andere als einfach und nicht „mal schnell so nebenher“ gemacht. Die Verstärkung der winzigen Spannungen eines Tonabnehmers erfordern viel KnowHow und große Sorgfalt in der Auswahl und der Montage der Bauteile. Kaum ein anderes Glied der Hifi-Kette hat mehr Einfluss auf den Klang. Da vertraue ich gerne auf die Erfahrung einer deutschen Hifi-Manufaktur, die seit mehreren Jahrzehnten einen erstklassigen Ruf hat. Und wen es dann auch noch ein Gerät ist, das sich eigentlich schon seit mehr als zehn Jahren auf dem Markt befindet, in dieser Zeit aber laufend gepflegt und vorsichtig verbessert wurde, dann darf man gute Qualität erwarten.

Hinter dem RESTEK MINIRIA steckt wahre Leidenschaft für Musik von der Schallplatte, eine Leidenschaft die älter ist, als der momentane Vinyl-Hype. Und tatsächlich hat der Gründer, Inhaber, Entwickler und „Mastermind“ von RESTEK, Adrianus Elschot nie aufgehört gute Schallplatten zu hören. Und das hört man dem MINIRIA einfach an.

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