Czyslansky hört

Eigentlich begann alles mit den farbigen Tasten einer Clarina im zarten Alter von vielleicht vier oder fünf Jahren. Dann kam eine Melodica und eine kleine mit einem Gebläse betriebe Heimorgel. Als Jugendlicher dilettierte ich dann einige Zeit als Keyboarder in einer Band, bis ich merkte, dass die Gitarristen bei den Mädchen ehreblich mehr Erfolg hatten. Die paar Griffe für Neil Young und Bob Dylan hatte ich dann schnell drauf und für ein bisschen Fingerpicking und diverse Blues Harpes reichte es auch noch. Und als sich andere im fünfzigsten Lebensjahr ihre breit gewordenen Hüften auf eine Harley schwangen setzte ich ein Saxophon an. 

Aber mal ganz ehrlich: über gepflegten Hausmusik-Standard hinaus hab ich es bei keinem Instrument geschafft. Als Plattenspieler verfüge ich aber über umfangreiche Erfahrungen. Ich bin Vinylist seit vielen Jahrzehnten. Und so geht es hier nciht nur um Musik, sondern auch um deren Wiedergabe, also um Hifi und High End.

Der neue High-Resolution-Player Astell & Kern AK Jr – das musikalische Einstecktuch

Seit wenigen Tagen ist er verfügbar: der Astell & Kern AK Jr ist die Einstiegsdroge in die Welt mobiler hochaufgelöster Musik. Er ist so neu, dass er auf der deutschen Web-Site des Herstellers noch gar nicht existiert. Man findet  auf die Schnelle dort auch kein Handbuch. Dem Produkt liegt auch kein gedrucktes Handbuch bei. Man soll es aus dem Web herunterladen. Im Web findet man aber keins. Aber lesen Männer Handbücher? Eben. (Ich hab dann später doch noch ein Handbuch gefunden: in internen Speicher. Von dort kann man es sich dann auf den Computer ziehen. Schräge Lösung.) Auch wenn es nicht den Anschein hat, es gibt ihn, den Astell & Kern AK Jr. Ich hab ihn nämlich. Und er ist verdammt gut. Und für einen Analogi wie mich ist er die Einstiegsdroge ins digital-virtuelle Musikzeitalter. Qualität aus Korea, nicht nur für Chick Corea (hüstel, hüstel …) Astell & Kern aus Südkorea ist

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Vinylträume in Picturedisc

Alles Welt spricht vom Vinyl-Kult und der Rückkehr der Schallplatte. Und sicherlich ist es richtig, gut und schön, dass die Schallplatte wieder einen Marktanteil von rund eineinhalb Prozent am Handel mit Musikkonserven hat. Aber leider sehe ich diese kleine Renaissance fast ausschließlich bei schwarzen Scheiben. Und die Welt – auch in Vinyl – ist doch so bunt. Und ich meine nicht nur die Colored Vinyl-Schätze, etwa die gelbe Mondfahrt von „Ihre Kinder“ und die pinkfarbenen Platten von Elvis. Ich meine klingende Bilder, Picturevinyl. Picturedisc: klingende Bilder Deshalb möchte ich heute einfach einmal schöne Dinge zeigen. Dinge, die beweisen, dass das Auge hören kann. Eine Auswahl aus meiner kleinen Picturedisc-Sammlung:   Das ist nur das erste Beispiel für eine LP, die eben nicht einfach schwarz eingefärbt wurde, sondern aufwendig bedruckt. Es kommt gleich noch toller:

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High End 2015: ein Reise- und Hörbericht von der Münchner Hifi-Messe

Heute endet die High End, die weltweit wohl wichtigste Messe der Hifi-Branche. Wie schon in früheren Jahren war ich auch in diesem Jahr wieder vor Ort, zum Hören, zum Sehen, zum Mich-wundern. Im Folgenden ein paar Hinweise auf Geräte, die mir in diesem Jahr besonders aufgefallen sind: Ein sehr interessanter Vorverstärker aus der Schweiz: der EJ-PA1 – was für ein furchtbarer Name – von Eternity-Jo integriert neben dem eigentlichen Vorverstärker auch einen Phono-Pre-Pre und einen Kopfhörerverstärker, und zwar in kompletter Röhrentechnik. Deshalb wurden nicht weniger als zehn Röhren verbaut, durchgängig die üblichen Verdächtigen ECC81, 82 und 83.

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Auf diese Steine können Sie hören – LegoVinyl

Dass man mit Legosteinen prima Managementseminare machen kann, wusste ich, dass man aber auch richtig schöne Sachen damit machen kann ist einfach nur phantastisch: Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren

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Dichtung und Wahrheit – Der RESTEK EPOS+ CD-Spieler im Test

ἔπος ist altgriechisch und steht – wie die Czyslansky lesende Bildungselite natürlich weiß – für „Wort“ oder „Vers“ und bezeichnet eine „erzählende Dichtung“, also eine Dichtung, da wo sich nix reimt. Und deshalb ist der Name für den „großen“ CD-Spieler der deutschen Hifi-Manufaktur RESTEK eigentlich völlig falsch gewählt. Denn der EOPS (ἔπος ) dichtet der Musik nichts hinzu. Er lässt die Musik fließen, und zwar genau so, wie diese will. Freilich ist gerade das eine hohe Kunst: die Musik so wiederzugeben, wie sie auf einem Silberling drauf ist, also nichts zu beschönigen und zu verwischen, aber auch nichts zu zerlegen in analytisch sezierte Einzelheiten. Ich habe schon so manche CD-Player gehört, in einfachen Preisklassen bis – sagen wir – 1.000 Euro, aber auch in gehobenen Preisregionen von 3.000 Euro und deutlich mehr. Und immer war ich dankbar, wenn ich nach dem Hören auf eine gute alte Vinylscheibe zurückgreifen konnte. Die

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Michael KauschCzyslansky wurde 2008 von Sebastian von Bomhard, Alexander Broy, Tim Cole, Alexander Holl, Michael Kausch, Hans Pfitzinger, Lutz Prauser, Ossi Urchs und Christoph Witte als gemeinsames Projekt ins Leben gerufen. Seit 2017 führt Michael Kausch das Blog alleine weiter.

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