Czyslansky hört

Eigentlich begann alles mit den farbigen Tasten einer Clarina im zarten Alter von vielleicht vier oder fünf Jahren. Dann kam eine Melodica und eine kleine mit einem Gebläse betriebe Heimorgel. Als Jugendlicher dilettierte ich dann einige Zeit als Keyboarder in einer Band, bis ich merkte, dass die Gitarristen bei den Mädchen ehreblich mehr Erfolg hatten. Die paar Griffe für Neil Young und Bob Dylan hatte ich dann schnell drauf und für ein bisschen Fingerpicking und diverse Blues Harpes reichte es auch noch. Und als sich andere im fünfzigsten Lebensjahr ihre breit gewordenen Hüften auf eine Harley schwangen setzte ich ein Saxophon an. 

Aber mal ganz ehrlich: über gepflegten Hausmusik-Standard hinaus hab ich es bei keinem Instrument geschafft. Als Plattenspieler verfüge ich aber über umfangreiche Erfahrungen. Ich bin Vinylist seit vielen Jahrzehnten. Und so geht es hier nciht nur um Musik, sondern auch um deren Wiedergabe, also um Hifi und High End.

Heute ist Welt-Radio-Tag: Warum ich das Radio liebe, wie kein anderes Medium

Heute ist – wie an jedem dreizehnten Februar, World Radio Day, ein Gedenktag, den die UNESCO ausgerufen hat, um auf die internationale Bedeutung des Radios für Meinungs- und Informationsfreiheit hinzuweisen. Rund 44.000 Radiostationen gibt es weltweit. Und längst geht es nicht nur um UKW- und DAB-Sender oder gar die guten alten Mittel- und Langwelle-Brummer, sondern immer öfter auch um Web-Radio-Stationen. Einige machen heute den alten Traum vom Freien Radio, in dem jeder zum Sender wird, wahr: auf http://www.wrd13.com./ kann heute jeder seine Aufnahmen hochladen und weltweit verfügbar machen. Man sieht: Das Radio kommt ins Internet. Und das ist gut so. Wenngleich: ich bin und bleibe ein Fan des guten alten (Dampf-)Radios. Sechs Gründe, warum ich auch in Zeiten von Facebook und Czyslansky ein Radio-Mann bin und bleibe:

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Die 13 besten Schallplatten meiner czehn Scheiben für die Insel

Czyslanskys Czehn Vor wenigen Tagen hat mein geschätzter Czyslansky-Bruder Lutz Prauser hier seine zehn wichtigsten CDs vorgestellt. Das kann nicht unentgegnet bleiben. Freilich will ich mich hier nicht auf das reproduktionstechnische Niveau tönenden Scheibletten-Käses zurückfallen lassen – meinethalben kann die CD gerne durch MP3 oder hochauflösende Downloads  ersetzt werden – ich jage ihr nicht eine Träne hinterher. Es geht um Musik, um Vinyl, um Cover-Ästhetik, kurz: um Handfestes. Kommentare sind erlaubt, Kritik ist fehl am Platz. Los geht’s. Schieben wir den Arm über die Einlaufrille: Beginnen wir mit einigen ganz großen Kult-Scheiben. Wer sie kennt, kann verstehen, warum die Menschen so lange glaubten, die Welt sei eine Scheibe.

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Respekt Restek!

Der RESTEK MTUN+ Ja ja, das Internet ist bekannt dafür, dass ständig unzufriedene Konsumenten mit Wut und Häme über schäbige Hersteller herziehen. Die Welt der Blogs ist angefüllt mit kritischen “Prosumern” und Anklägern. Czyslansky liegt ja auch in diesem Punkt immer im Trend. Ich erinnere nur mal an meine leidvolle und an eben dieser Stelle öffentlich gemachte Auseinandersetzung mit der Firma Kaffee Partner. “Wo bleibt das Positive?” rufen dann ständig gut meinende Freunde. “Es ist doch nicht alles schlecht auf dieser Welt” und “Früher haben wir nicht gejammert, sondern die Dinge in die Hand genommen” – “und geschossen” würde Thomas Bernhard an dieser Stelle einwerfen. Gemach meine lieben Freunde: heute wird gejubelt und gedankt. Es gibt sie nämlich noch, die Unternehmen, die nicht nur mit Fleiß und Kompetenz gute Produkte entwickeln und fertigen, sondern die einen Kunden-Service bieten, wie ich ihn seit den Zeiten meines ersten Tankstellen-Pächters Leidl nur selten

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Auf der High End traf sich nicht die High Society

Bild: High End Society Gestern ging hier in München im M.O.C. die High End zu Ende, eine meiner absoluten Lieblingsmessen: alles rund um Plattenspieler, (Röhren-)Verstärker und überhaupt um die Dinge, die unser Wohnzimmer zu einem akustischen Genusstempel machen (können). Mehr als 20.000 Besucher hatten die Veranstalter erwartet. Finale Besucherzahlen haben die PR-Kollegen des Veranstalters leider noch nicht publiziert. Aber auch das ist wie immer: die größte Hifi-Messe Europas hat auch in diesem Jahr auf PR weitgehend verzichtet: Die Pressematerialien sind kaum mehr als Marketingprospekte der Hersteller, das Pressezentrum kaum mehr als eine Ecke im Foyer und die Berichterstattung in den „großen“ Medien bekannt karg. Immerhin bringen es die Pressemeldungen des Veranstalters nicht mehr regelmäßig in unser Kuriositätenkabinett der PR-Sprachvirtuosen, wie noch vor einigen Jahren. Habt Ihr einen neuen Texter?

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Czyslansky, der unbekannte Phono-Pionier

Da ist er wieder, der alte Wettstreit zwischen alter und neuer Welt um die wahren kulturhistorischen Errungenschaften und Erfindungen, der Streit zwischen den Gebrüdern Wright und dem Leutershausener Gustav Weisskopf über die Erfindungsrechte am Flugzeug, zwischen Edison und Berliner um die Erfindung der frühen Schallplatte, zwischen Rockefeller und Marx um die Erfindung des Kapital. Unbestritten ist sicherlich die Erfindung der modernen Vinyl-Schallplatte durch den Deutsch-Ungarn Peter Karl Goldmark – der leider in den Dokumenten auch zumeist als Amerikaner und „Carl“ statt „Karl“ geführt wird – im Jahr 1948 für die amerikanische CBS. Allein: was hätte die Welt mit Schallplatten gemacht, wenn sich nicht in Deutschland gleichzeitig ein junger Pionier um die Erfindung des modernen Schallplattenspielers bemüht hätte? Ungezählte und ungespielte Schallplatten würden überall herumstehen. Gut, dass es Czyslansky gab.

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Michael KauschCzyslansky wurde 2008 von Sebastian von Bomhard, Alexander Broy, Tim Cole, Alexander Holl, Michael Kausch, Hans Pfitzinger, Lutz Prauser, Ossi Urchs und Christoph Witte als gemeinsames Projekt ins Leben gerufen. Seit 2017 führt Michael Kausch das Blog alleine weiter.

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