produkttests und -besprechungen

Kauf-Tipp: Mobile Kopfhörer für unterwegs

Kopfhörer sind in den letzten Jahren zum Modeartikel mutiert. Viele Hörer tragen sie nicht nur um zu hören, sondern auch um gesehen zu werden. Der Knopf im Ohr muss zum neuen Kleid passen. „Orange ist das neue Weiß“. Entsprechend unüberschaubar ist die Auswahl der kleinen Tongeister für unterwegs. Dieser Beitrag soll die Auswahl eines neuen Kopfhörers für die Reise erleichtern. Welche Bauformen gibt es? Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Modelle? Wie viel Geld muss man für gutes Hören ausgeben? Gibt es einen „besten Kopfhörer für unterwegs“?

Kopfhörer sind Kopfsache

Die letzte Frage lässt sich am schnellsten beantworten: den einen besten Kopfhörer gibt es nicht! Dazu sind die Anforderungen an einen guten Hörer zu unterschiedlich – und die Kopfformen auch.

Deshalb sollte man einen Kopfhörer auch nicht im Internet kaufen. Man muss ihn vor dem Kauf aufsetzen. Die Passform ist entscheidend. Und jeder Kopf ist anders geformt, es gibt kleine und große Ohren. Und man will das Gerät beim Musik hören ja möglichst vergessen. Allzu oft aber gibt es nicht nur Musik auf die Ohren, sondern auch einen lästigen Druck. Ein guter Hifi-Händler lässt Euch gerne ein paar Modelle probieren. Und wenn er das tut, dann sollte man den Hörer auch bei ihm kaufen. Die paar Euro Aufpreis zu Amazon und Ebay lohnen sich. Für den Händler und für euch.

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Heisse Platte – Der Phono-Vorverstärker RESTEK MINIRIA

Phono-Vorverstärker

Der RESTEK MINIRIA ist ein großer Phono-Vorverstärker für kleines Geld

Nein, AUF den Plattenspieler gehört er nicht – der kleinste Phono-Vorverstärker von RESTEK. Aber ZUM Plattenspieler gehört er unbedingt – der MINIRIA. Und dafür gibt es genau vier Gründe:

  • Er ist schön.
  • Er ist klein.
  • Er ist nicht teuer.
  • Er ist verdammt gut.

Angesichts der nicht zu übersehenden Renaissance der Schallplatte verwundert es nicht, dass derzeit beinahe wöchentlich irgendein Hersteller einen neuen Phono-Vorverstärker auf den Markt wirft. Und hingeworfen wird da häufig ein schnell zusammengeschusterter Kasten. Schließlich will jeder etwas abbekommen vom Vinyl-Hype.

Dabei ist die Entwicklung und Herstellung eines „Phono Pre Pre“ alles andere als einfach und nicht „mal schnell so nebenher“ gemacht. Die Verstärkung der winzigen Spannungen eines Tonabnehmers erfordern viel KnowHow und große Sorgfalt in der Auswahl und der Montage der Bauteile. Kaum ein anderes Glied der Hifi-Kette hat mehr Einfluss auf den Klang. Da vertraue ich gerne auf die Erfahrung einer deutschen Hifi-Manufaktur, die seit mehreren Jahrzehnten einen erstklassigen Ruf hat. Und wen es dann auch noch ein Gerät ist, das sich eigentlich schon seit mehr als zehn Jahren auf dem Markt befindet, in dieser Zeit aber laufend gepflegt und vorsichtig verbessert wurde, dann darf man gute Qualität erwarten.

Hinter dem RESTEK MINIRIA steckt wahre Leidenschaft für Musik von der Schallplatte, eine Leidenschaft die älter ist, als der momentane Vinyl-Hype. Und tatsächlich hat der Gründer, Inhaber, Entwickler und „Mastermind“ von RESTEK, Adrianus Elschot nie aufgehört gute Schallplatten zu hören. Und das hört man dem MINIRIA einfach an.

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Der neue High-Resolution-Player Astell & Kern AK Jr – das musikalische Einstecktuch

Astell & Kern AK JrSeit wenigen Tagen ist er verfügbar: der Astell & Kern AK Jr ist die Einstiegsdroge in die Welt mobiler hochaufgelöster Musik. Er ist so neu, dass er auf der deutschen Web-Site des Herstellers noch gar nicht existiert. Man findet  auf die Schnelle dort auch kein Handbuch. Dem Produkt liegt auch kein gedrucktes Handbuch bei. Man soll es aus dem Web herunterladen. Im Web findet man aber keins. Aber lesen Männer Handbücher? Eben. (Ich hab dann später doch noch ein Handbuch gefunden: in internen Speicher. Von dort kann man es sich dann auf den Computer ziehen. Schräge Lösung.)

Auch wenn es nicht den Anschein hat, es gibt ihn, den Astell & Kern AK Jr. Ich hab ihn nämlich. Und er ist verdammt gut. Und für einen Analogi wie mich ist er die Einstiegsdroge ins digital-virtuelle Musikzeitalter.

Qualität aus Korea, nicht nur für Chick Corea (hüstel, hüstel …)

Astell & Kern aus Südkorea ist die unbestrittene Leitmarke für portable Abspielgeräte für Musik in Hochauflösung. Astell & Kern Player sind die Sony Walkmänner unserer Tage.

Astell & Kern AK JrHochauflösung, das ist Musik weit oberhalb von CD-Qualität. Im Prinzip handelt es sich um Musik in der Qualität der sagenumwobenen Originalaufnahmebänder. „Im Prinzip“ deshalb, weil auch die Qualität dieser Originalbänder von höchst unterschiedlicher Qualität ist. Was in frühen Tagen der Digitaltechnik in einem Studio digital aufgenommen wurde klang immer jämmerlich und klingt auch aus einem Astell & Kern widerlich. Aber wenn die Voraussetzung – das Masterband – stimmt, dann ist Musik von einem High Resolution Player so gut, dass rein akustisch der Plattenspieler das Nachsehen hat. Die Überlegenheit von Vinyl reduziert sich dann wirklich auf die Haptik und Optik. Aber Hand und Auge sehen nun einmal mit …

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Dichtung und Wahrheit – Der RESTEK EPOS+ CD-Spieler im Test

RESTEK EPOS CD-Spieler von vorne

ἔπος ist altgriechisch und steht – wie die Czyslansky lesende Bildungselite natürlich weiß – für „Wort“ oder „Vers“ und bezeichnet eine „erzählende Dichtung“, also eine Dichtung, da wo sich nix reimt. Und deshalb ist der Name für den „großen“ CD-Spieler der deutschen Hifi-Manufaktur RESTEK eigentlich völlig falsch gewählt. Denn der EOPS (ἔπος ) dichtet der Musik nichts hinzu. Er lässt die Musik fließen, und zwar genau so, wie diese will. Freilich ist gerade das eine hohe Kunst: die Musik so wiederzugeben, wie sie auf einem Silberling drauf ist, also nichts zu beschönigen und zu verwischen, aber auch nichts zu zerlegen in analytisch sezierte Einzelheiten.

Ich habe schon so manche CD-Player gehört, in einfachen Preisklassen bis – sagen wir – 1.000 Euro, aber auch in gehobenen Preisregionen von 3.000 Euro und deutlich mehr. Und immer war ich dankbar, wenn ich nach dem Hören auf eine gute alte Vinylscheibe zurückgreifen konnte. Die Schallplatte hat mir immer mehr Details und zugleich mehr harmonischen Fluss präsentiert, mehr Dynamik und mehr Atmosphäre. Mit drei Ausnahmen: dem noch ziemlich neuen großen Laufwerk AURUM C5 DA von quadral, meinem guten alten Audiomeca Keops und – erst vor wenigen Wochen – dem Ear Acute III, einem Röhren-CD-Player für knapp 5.000,- Euro, den ich auf dem Hifi-Bauernhof hören durfte. Das ist alles kein Zufall, schließlich wurde der Keops von Audiomeca-Gründer Pierr Lurne entwickelt, einem der anerkannt besten Entwickler von Schallplattenspielern, und der Ear Acute von Tim de Paravicini, der neben zahlreichen Röhrenverstärkern auch einen ganz phantastischen Vinyldreher entwickelte und – was wenige wissen – so nebenbei den Magnetantrieb für Plattenspieler eigentlich „erfunden“ hat.

Nun höre ich also den EPOS+ von RESTEK, entwickelt von Adrianus Elschot und seinem Sohn Dirk, von zwei deutschen Ingenieuren, die schon viele wunderbare Geräte entworfen haben – vor allem Verstärker und einige der besten jemals gebauten Tuner – aber definitiv niemals einen Plattenspieler. Und trotzdem ist der EPOS+ einer der vier oder fünf CD-Spieler, die ich gleichrangig neben meinem Scheu-Laufwerk dulden kann. Und das hat einige handfeste Gründe:

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Mit Jules Verne im Bett – Die Machine Lights von Frank Buchwald

machine light no 2

machine light no 2

Bei der Suche nach einer neuen Nachttischlampe stößt man ja auf viel Hässlichkeit. Dass man mit Licht derart viel Schindluder betreiben kann, ist immer wieder frustrierend. Man möchte für alle Zeit im Dunklen sitzen, um den unerträglichen Leuchtkörpern in unseren Fachgeschäften und Kaufhöllen zu entkommen. In Hotels scheint die Tradition vernünftiger Leselichter am Bett vielfach völlig ausgestorben zu sein.

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Scheu Plattenspieler

Goldstückchen auf Plattenspieler: Der Tonarm Mørch DP-8 im Test

Scheu Plattenspieler

Ein Mørch DP-8 auf einem Scheu-Dreher

Kann man in der Auseinandersetzung mit einem Tonarm Demut lernen? Man kann. Denn der Mørch DP-8 ist eine Zicke. Aber eine begnadete. Er ist vielleicht das Beste, was Sie ihren Schallplatten antun können. Und er ist mit großer Wahrscheinlichkeit das Fieseste, was Sie Ihren Nerven antun können. Aber fangen wir mal demütig ganz von vorne an …

Mørch – ausgesprochen „Mörch“ , wie mörcherisch – heißt mit Vornamen Hans Henrik ist Däne und baut seit vielen Jahren mit einigen wenigen Mitarbeitern in Gentofte bei Kopenhagen Tonarme. Bekannt sind der „kleine“ einpunktgelagerte Mørch UP-4 und der klassische kugelgelagerte DP-6. Beide Tonarme sind feinmechanische Kleinode, gegen die die marktbeherrschenden Arme von den kleinen Regas bis zu den großen Clearaudios und Armen von SME wie vom Pferdeschmied geschlagen aussehen. Tonarme von Mørch hingegen sind feinziseliert und sensibel wie Schweizer Uhrwerke.

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Der GLÄSS VINYL CLEANER: Der Schallplattenwaschvollautomat im Test

Schallplatte
Sie hören CDs? Oder gar MP3-Dateien? Warum hören Sie nicht mal wieder Musik? Ich meine richtige Musik. Vom Vinyl.

Sie haben doch bestimmt noch irgendwo ihre alten Schallplatten herumliegen: die Sticky Fingers von den Stones, oder das Jeans Cover von Ihre Kinder. Oder wenigstens irgendwas von Miles Davis oder Mozart.

Ach – Sie sind zu jung für sowas? Na, dann kaufen Sie ja eh aktuelle Kult-Scheiben für den Plattendreher. Und Sie kennen das Kult-Blog vinyl fantasy. Und die einschlägigen Versender wie jpc oder funrecords für gute Gebrauchte.
Jedenfalls wird es Zeit, mal wieder ein wenig Vinyl auf den Plattenteller zu werfen.

Sie meinen Schallplatten rauschen und knistern? Ja dann waschen Sie Ihre Schätzchen doch mal. Falls Sie das noch nie gemacht haben und – aus welchem Grund auch immer – nur selten Schallplatten hören, dann genügt ja für’s Erste die Handwaschmaschine von Knosti.

Knosti Plattenwaschmaschine

Für Singles brauchen Sie die eh, denn die kleinen 45er Scheiben passen nicht in die beste Schallplattenmaschine, die es derzeit auf dem Markt gibt. [Nachtrag 2022: Inzwischen, der Artikel hier ist ja schon ein wenig älter, stimmt das nicht mehr: man kann jetzt auch Singles mit meiner Lieblingsmaschine waschen!]

Singles

Und genau die möchte ich Ihnen heute vorstellen: den VINYL CLEANER von AUDIODESKSYSTEME GLÄSS.

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Im Test: Der Audio-Technica ATH-W1000X Kopfhörer am Reussenzehn Harmonie III. Holz, Gold und Röhre für den Kopf.

Kopfhörer

Was hab ich mir nicht alles auf den Kopf geschnallt: den Denon  AH-D7100, den recht neuen beyerdynamic T1, den Ultrasone Signature Pro und natürlich auch den magnetostatischen HiFiMAN HE-500. Hängengeblieben auf meinem Schädel ist nun der Audio-Technica ATH-W1000X . Warum das so ist? Deshalb:

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Endlich: Notebooks mit Röhren

Ich bin ja nun leidenschaftlicher Röhrenfan in Sachen Hifi und erinnere mich mit großem Respekt an einen Besuch im internen Münchner Siemens-Archiv, in dem neben einem türkischen Siemens Samowar auch wunderbare alte Post-Röhren von Siemens zu bestaunen waren. Nun endlich gibt es auch ein Gadget, das meinen Notebook mit dem heimeligen Licht einer Vakuumröhre versieht. Scheinbar.

Tatsächlich handelt es sich um einen USB-Stick mit bis zu 16 GigaByte Datenspeicher und die Röhre ist nur Verpackung. Aber immerhin. Kaufen kann man das Teil online: http://de.etsy.com/shop/SlavaTech

Und der Tipp stammt von http://www.techfieber.de. Danke dafür.

Die Citroen DS 5 Hybrid im Test – die André Art der Fortbewegung

Die Citroen DS 5 Hybrid:
stur wie eine Bretonin,
elegant wie eine Pariserin,
unberechenbar wie eine Provencalin
 

Citroen DS 5 Hybrid Logo

Geht Czyslansky jetzt auch noch unter die Auto-Blogger? Nein, sicherlich nicht. Auch wenn Edeltasten – wie soll man virtuelle Edelfedern eigentlich nennen? – wie Robert Basic neuerdings immer öfter in konzerneigenen Testfahrzeugen um die Ecken huschen, so wird sich Czyslansky auch künftig nur in Ausnahmefällen um das Thema Auto kümmern. Aber kritische Erfahrungsberichte über emotionale Produkte haben hier schon ein wenig Tradition: von der schlimmen Kaffeemaschine (Kaffee Partner), über tollen Kundenservice beim Hifi-Gerät (Restek) und Leica-Optiken an der Sony-Kamera bis zum sportlich tiefer gelegtem Dreirad (HP velo).

Heute geht es um ein Fahrzeug, das mir am Herzen liegt und über das mehr Falschmeldungen in Umlauf sind, als Fahrzeuge auf deutschen Straßen. Wie soll man es denn erklären, dass die DS 5 für die Experten der WELT hart „rumpelt“, der SPIEGEL-Tester  aber „ein nicht unangenehmes, knuspriges Abrollen“ verspürt – was auch immer man unter einem „knusprigem Abrollen“ verstehen mag. Mir fällt dazu eigentlich nur das berühmte radrunde schwedische Leksand Knäckebrot ein, bei dem der Name schon alles sagt.

Die FAZ mokiert sich, dass im Test die versprochene Höchstgeschwindigkeit von 211 km/h um sage und faze 4 km/h verfehlt wurde. Der von Edelfedern und -tasten gemessene Durchschnittsverbrauch lag zwischen 4,8 Litern beim ADAC und 6,3 Litern bei den Heizern vom Handelsblatt. Zeit und SPIEGEL liegen irgendwo dazwischen.

Es wurde einfach Zeit für einen endgültigen Test, für eine umfassende und letztgültige, objektive und hintergründige, sachlich-emotionale Bewertung. Objektiv, also auf Basis klar nachvollziehbarer Kriterien: für alles was gut ist gibt es eine Ente (in Erinnerung an den seeligen 2CV) und für alles was schlecht ist gibt es – richtig! – keine Ente. Mal sehen, wie weit wir mit dieser Auszeichnung kommen.

Ente

 

Für den Test habe ich mir – in guter Tradition der Stiftung Warentest – natürlich keinen gedopten Testwagen vom Hersteller ausgeliehen, sondern ich habe eigens ein Serienmodell im einschlägigen Handel käuflich erworben. Um genau zu sein: ich habe mir eine Citroen DS 5 Hybrid in der bestmöglichen Sport Chic-Ausstattung beschafft. Der Wagen verfügt über alle gelisteten Extras mit Ausnahme des überaus unsinnigen Spurverlassenswarners und der fehlerhaften Fernlichtautomatik.

Der Preis? Laut Liste irgendwo knapp unter 50.000 €. Die Wirklichkeit sieht freilich anders aus. 20 Prozent Rabatt sind heutzutage durchaus drin. Oder mehr. Oder weniger. Handeln muss schon jeder selbst. Und dabei dem Händler gegenüber fair bleiben. Ein guter Händler – wie meiner (Dank an den freundlichen und kompetenten Oliver Grundmann von der Citroen Niederlassung München Nord) – hat Fairness verdient.

Trotzdem: für Czyslansky ist mir nichts zu teuer. Und damit sind wir schon mitten drin im Thema …

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