Digitales Leben

reMarkable Tablet

Passt: Papierloses Büro mit dem reMarkable Tablet

Das reMarkable Tablet kann wenig – aber was es kann, das kann es richtig gut. Es ist angenehm im Handling, braucht wenig Energie und wäre es weiblich, so wäre sie ist die erste seit der legendären S.T., die meine Handschrift lesen kann.  Und was will man mehr?

Im Ernst: mein Büro arbeitet schon lange fast komplett papierlos: Rechnungen werden elektronisch erledigt, Dokumenten nur noch eingescannt archiviert, unser Drucker langweilt sich mächtig. Aber Notizen während Meetings und meine gefürchteten spontane Ideen – von manchen immer wieder gerne als „Sponti-Ideen“ denunziert –  die entstanden bislang noch immer zumeist auf toten Bäumen. Denn Tastaturengeklapper während Meetings ist nervig. Und in Monitore glotzende Zuhörer und Mitdiskutanten und -onkels kann ich selten ernst nehmen. Tanzende Bleistifte und Füllfederhalter haben mich hingegen nie gestört.

Aber das Gekratze auf der Glasplatte meines Surface Books war an sich schon unerotisch. Und die Schrifterkennung war – nun eben unterirdisch. Was fehlte war ein papierloses Notizbuch. und alles was der Markt mir diesbezüglich angeboten hat, war aus dem ein oder anderen Grund unerträglich:

  • Es brauchte zu viel Strom.
  • Es schrieb sich schlecht damit.
  • Es war unhandlich.
  • Es war kompliziert.

Bis vor wenigen Tagen das erste brauchbare elektronische Notizbuch in meinem Briefkasten lag: das reMarkable.  Von reMarkable. Aus Oslo.

Was kann das reMarkable Tablet? Wenig, aber das (fast) perfekt.

Eigentlich kann das reMarkabel Tablet nur wenig. Was es aber kann, macht es sehr ordentlich:

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Der schnellste High End Lautsprecher der Welt

Presto Possibile – Die schnellsten High-End-Lautsprecher der Welt

Der Sound im Bugatti Chiron kommt aus accuton High-End-Lautsprechern

„Ein Auto braucht mehr Watt als PS.“ Nach diesem Motto habe ich seit meiner Führerscheinprüfung meine Fahrzeuge immer und ausnahmslos ausgesucht. Anfangs war es noch relativ einfach, mein automobiles Leben nach dieser Maxime auszurichten: mein erster Fiat Cinquecento hatte gerade mal 17 PS. Mein zweites Traumauto war eine Baguette-Schaukel von Renault – ein weißer R4 – mit immerhin schon 23 PS. In ihm wurde ein Grundig-Radio von einem Kassettenrekorder angetrieben, den ich in selbstmörderischer Eigenverkabelung an die Autobatterie angeklemmt hatte – mit dem Effekt, dass die Umdrehungszahl der Audio-Kassette immer ein wenig mit der Geschwindigkeit des Fahrzeugs korrelierte. Temps perdu …

Bugatti Chiron exterior

Der schnellste High-End-Lautsprecher der Welt: der Bugatti Chiron (Bild © Bugatti)

Was aber macht man, um Carl Benz Willen, mit meiner alten „Mehr-Watt-als-PS-Regel“ in einem Fahrzeug, dessen Motor nicht weniger als 1.500 PS – in Worten: eintausendfünfhundert – freisetzt?

Die Rede ist vom Bugatti Chiron, der bei 420 km/h (!) abgeregelt wird. Die Limitierung der Geschwindigkeit wurde bei meinem Cinquecento noch durch Gegenwind und Straßenneigung auf natürliche Art gewährleistet. Bei Rückenwind, im Windschatten eines Lastwagens und mit 20 bis 30 Sekunden Anlauf, waren durchaus 100 km/h drin – eine Geschwindigkeit, die der Chiron schon nach 2,5 Sekunden aus dem Stand erreicht.

Bugatti Chiron interior

Abgeregelt wird der schnellste High-End-Lautsprecher der Welt für den Straßenbetrieb bei 420 km/h (Bild © Bugatti)

Ihr seht schon: der Bugatti Chiron wird niemals in meiner Garage stehen, schon weil ich einfach kein passendes Autoradio mit mehr als 1.500 Watt auftreiben kann. Die 2,4 Millionen Euro, die man mindestens für den Wagen investieren muss – ohne Zusatzausstattung versteht sich – kann ich mir … äh … sparen. Irgendwie stimmen auch die Rahmenbedingungen nicht. Denn wie hat der SPIEGEL so schön über den Chiron-Fahrer recherchiert: „Im Mittel besitzt er 63 weitere Autos, außerdem noch diverse Helikopter oder Privatflugzeuge, eine Yacht und fünf Villen.“ Ich habe keinen Heli …

German Audio Competence on German Autobahn

Aber drin gesessen bin ich im Bugatti Chiron; nicht zum Fahren, sondern zum Musik hören.

Bugatti Chiron interior

Schwelgen in Leder und Musik … (Bild © Bugatti)

Und das ist ein wahrlich konzertantes Erlebnis, denn im Chiron steckt die geballte Akustik-Erfahrung einer der renommiertesten Lautsprecher-Manufakturen der Welt. Für den guten Ton im schnellen Bugatti sorgt die in Pulheim bei Köln beheimatete Firma Thiel & Partner, besser bekannt unter dem Markennamen accuton. Und das hat einen einfachen Grund:

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Wenn die Deutsche Glasfaser anderen eine Grube gräbt …

Deutsche Service-Wüste, Deutschland als Redlight District im europäischen Breitband – alles gut und schön: aber wohin ein überstürzter Aufbruch ins Glasfaser führen kann, das erlebe ich seit einem Jahr mit den Maulwürfen der Deutschen Glasfaser. Es ist ein Desaster. Und ein Possenspiel. Dabei spreche ich der Deutschen Glasfaser nicht die Kompetenz als Netzbetreiber ab, aber sehr wohl jedwede Fähigkeit und Seriosität als Projektmanager im Tiefbau. Und ohne Tiefbau gibt es nun mal kein Glasfasernetz.

Erst kommt das buddeln, dann das Bloggen.

Aber immer der Reihe nach und am besten rollen wir das Kabel von hinten auf:

Kurz vor Weihnachten 2018 erschienen Bauarbeiter in meiner Garagenzufahrt und sperrten die selbige kurzerhand ab. Als ich mich mit dem Auto näherte, fuchtelten sie wild mit den Armen und bedeuteten mir auf Nachfrage „Not possible“. Das war insofern überraschend, als dass dies der erste Arbeiter des von der Deutschen Glasfaser beauftragten Bautrupps war, der zwei Worte Englisch sprach. Deutsch ging und geht gar nicht.

Deutsche Glasfaser

Auf der Suche nach einem Fehler im Netz hatten sie kurzfristig meine Einfahrt aufgegraben. Gefunden haben sie nix und sie haben dann bis auf ein großes Loch auch alles wieder zugeschüttet. Diese Fallgrube besteht jetzt seit dreieinhalb Monaten und damit eben keiner hinein fällt wurde sie provisorisch mit zwei rotweißen Absperrungen eingekreist.

Die Deutsche Glasfaser vergräbt sich

Nun frieren im Winter nicht nur die Bauarbeiter, sondern auch das Erdreich und ich bin ein geduldiger Mensch, der einfach den Glauben an das Gute nicht verlieren will und darauf setzte, dass das Loch nach Beendigung der winterlichen Eiszeit schon wieder zugeschüttet werden würde. Wurde aber nicht. Und meine diesbezügliche Ermunterung mir das Wenden vor meiner Garage durch Verfüllung des Lochs  nach dreieinhalb Monaten wieder zu ermöglichen wurde heute wie folgt beschieden:

„Mit der Verlegung der Glasfaserleitung in Ihrem Gebiet versorgen wir auch Haimhausen mit einer Modernen und zukunftsorientierten Infrastruktur. Die Verlegung der Glasfaserleitung führt in vielen Fällen vor Herausforderungen.  [Ja, sie „führt vor Herausforderungen“, aber leider nicht in meine Garage] Für die Realisierung sind manche Gegebenheiten jedoch unumkehrbar [mein Loch ist ein unumkehrbares Loch ?], sodass es durchaus üblich ist das Bauarbeiten nur abgesperrt und nicht vollständig verschlossen werden. Sobald die Infrastruktur vollständig abgeschlossen wird, wird eine Abnahme mit unserem Bauleiter, der Stadt und uns durchgeführt.“

ich will aber gar kein Stelldichein mit der Stadt auf „meinem“ Grundstück. Es geht bei meiner Einfahrt nicht um öffentlichen Grund, sondern um einen Privatweg, den die Deutsches Glasfaser ohne meine Einwilligung hat aufgraben lassen.  Da war schon das Aufgraben eine Sachbeschädigung und jetzt ist’s ein Reinfall.

Wie mir die Deutsche Glasfaser in den Garten kam

Als vor vielen Monaten die Deutsche Glasfaser mir wie den meisten Haushalten in meinem Wohnort den Anschluss an ihr Glasfasernetz anbot, war ich natürlich hoch erfreut. Bald schon kam es zum angekündigten Hausbesuch einer netten, des Deutschen kaum mächtigen jungen Mitarbeiterin:

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bill gates 1994

Mit Bill Gates in der Alten Oper

Manchmal stößt man wirklich auf vergessene Schätze in den Tiefen der heimischen Festplatten. Hier eine Aufzeichnung meiner Anmoderation von Bill Gates auf den Mittelstandstagen von Microsoft Deutschland in der Alten Oper in Frankfurt am Main. Das muss irgendwann im Sommer1994 gewesen sein, denn ich nehme Bezug auf den berühmten Fauxpas von Kanzler Kohl, der  am 3. März des Jahres in RTL bei Hans Meiser auf die Frage des damaligen Microsoft Deutschland Chefs Christian Wedell zum Stand der Datenautobahnen antwortete: 

„Ja, da sind wir ja mitten in der Diskussion, das weiß hier ja kaum einer besser als Sie, und Sie wissen auch wie heftig umstritten das ist. Die Zukunft läuft in diese Richtung, aber wir brauchen dafür Mehrheiten und wir sind ein föderal gegliedertes Land und Autobahnen sind elementar, auch mit Recht, in der Oberhoheit der Länder. Der Zustand den wir jetzt auf den Autobahnen haben ist dergestalt, dass wir wissen, wann wir überhaupt nur noch von Go and Stop auf Autobahnen reden können.“

Hier die Anmoderation, schon mit Fliege, aber noch mit richtig vielen Haaren:

 

Es gibt leider nur wenige Dokumente meiner damaligen regelmäßigen Arbeit für und mit Bill Gates. Eine Pressekonferenz mit ihm in Moskau kommt mir noch in den Sinn: 

Mit Bill Gates in Moskau – von Microsoft, dem KGB, einer Nutten-Bar und dreiäugigen Beamern

Tim Cole

Buchbesprechung: Tim Cole – Wild Wild Web

Tim Cole Wild Wild WebWenn ein Internet-„Urgestein“ einem anderen Internet-„Urgestein“ das Vorwort schreibt, so empfiehlt es sich allzu oft den intellektuellen Rollator bereitzustellen. Dies gilt für die Lektüre von „Wild Wild Web“ mitnichten. Der altersweise Tim Cole hat ein furioses Buch geschrieben, einen lautstarken Aufruf für eine Reorganisation des Internet auf Grundlage kritischer gebildeter und medienkompetenter Geister. 

Internet-Urgestein Winfried Felser beschreibt in seinem Vorwort das Buch sehr treffend als „Aufruf zu digitaler Souveränität“ und den Deutsch-Amerikaner Tim Cole als jemanden, der durch einen Vergleich des Wilden Wilden Westens mit dem World Wide Web vor den Risiken des Internets warnen will. Tatsächlich will uns mein alter Freund Tim – er ist einer der Gründer dieses Czyslansky-Blogs –  durch die Denunziation der Revolverhelden von Dawson City vor den Verführern des Silicon Valley warnen. Aber er tut dies nicht mit großem Lamento wie einst sein Lieblingsgegner Frank Schirrmacher, sondern als leidenschaftlicher Aufklärer und – ja – Medienpädagoge des Digitalzeitalters.

Vom Widerstand gegen die digitalen Räuberbarone

Tim Cole betrachtet den gesellschaftlichen Widerstand gegen ACTA, AirBnB und Uber als beispielhaft und wünscht sich mehr Aktionen von Volk und Verwaltungen gegen die neuen Monopolisten, die ihre Macht dazu missbrauchen sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern. Dabei will er die neuen Krösuse nicht köpfen, sondern in eine – noch anzupassende – Rechtsordnung hineinzwängen. Er fordert einen New Deal, in dem ein moderner Datenschutz ebenso gesichert ist, wie eine faire Besteuerung der Gewinne der internationalen Digitalkonzerne.

Dabei geht er mit den neuen Räuberbaronen nicht gerade zimperlich um:

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Buchvorstellung – Tim Cole: Wild Wild Web. Was uns die Geschichte des Wilden Westens über die Zukunft der digitalen Gesellschaft lehrt

wild wild webEr hat es wieder getan. Mein langjähriger Freund und Mitgründer dieses Czyslansky-Blogs Tim Cole hat ein neues Buch geschrieben. Und dieses Mal ist es ein Western. Na ja, fast. Eigentlich geht es um das, um was es immer bei ihm geht: um uns und unsere Zukunft im und mit dem Internet. Dieses Mal aber zieht er große Parallelen zwischen dem World Wide Web und dem Wilden Westen. Ein W5-Buch sozusagen. Es geht um Macht und um Macher, um digitale Revolver- und andere Helden. Es geht ums Ganze. 

Am 5. November 2018 um 11:00 Uhr wird er sein Buch im Münchner PresseClub (Marienplatz 22/IV, Eingang Rindermarkt) vorstellen.

Falls Sie sich mit ihm duellieren wollen, sollten Sie dabei sein und mit ihm diskutieren. Ich werde mir die Chance nicht entgehen lassen. Aber Vorsicht: er zieht schnell.

Schon vor der Buchvorstellung gibt es (m)eine kleine Buchbesprechung von mir: Zur Buchbesprechung Tim Cole Wild Wild Web.

Zur Einstimmung hat er mir einen kleinen Text geschickt, den ich nur ein klein wenig überarbeitet hier wiedergebe: eine Art Klappentext für die große Klappe:

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Iran

Zwischen CIA-Kampagne, Stalinismus und Menschenrechtsorganisation

Im vergangen Jahr rotierte ich mitten in der „Achse des Bösen“,  wie US-Präsident George W. Bush den Iran gemeinsam mit Staaten wie Nordkorea und Irak im Jahr 2002 nannte. Meine Rotation gelang mittels eines Eisenbahnzugs und sie führte mich quer durchs Land, von Teheran über Mashad und Kerman, durch die Wüste und das Bergland bis in die persischen Traumstädte Isfahan und Shiraz. Vor allem aber machte mich diese Reise mit wunderbaren Menschen in einem wunderbaren Land bekannt. Ich habe darüber ja ausführlich in meinem fünfteiligen Reisebericht zum Iran erzählt.

Freilich bleibt einem als kritischer Tourist immer bewusst, dass man sich zugleich durch das Land mit den weltweit meisten Todesstrafen, mit zahllosen politischen Gefangenen und heftiger Unterdrückung der Menschenrechte bewegt. Der Iran ist nicht einfach ein „Zentrum des Bösen“, aber auch keine Urlaubsidylle, sondern ein autoritär geführter Staat mit zahlreichen offenen, hilfsbereiten und freundlichen Menschen darin.

Und freilich will man, wenn man viel Geld für eine Bildungsreise investiert, nicht einfach ein ungewolltes Regime stabilisieren, sondern sich solidarisch mit den Rechtlosen, mit den Opfern zeigen. Also informiert man so gut man eben kann in seinen Kreisen über die Wirklichkeit im Iran, wirbt für die Menschen, nicht für das Regime. Und man ist froh, wenn man Menschen trifft, die sich von Deutschland aus für politische Gefangene im Iran einsetzen.

So wurde ich  auf den gemeinnützigen in Berlin ansässigen „Verein für Nothilfe e.V.“ aufmerksam und geriet damit sogleich in vielfache Verwirrung.

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The Educated Monkey

Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob ich den guten alten Rechenschieber aus meiner Schulzeit – stimmt: ich bin kein digital native! – noch bedienen könnte. Aber Spaß würde es bestimmt nicht machen. Spaß hat er nie gemacht. Ganz anders mein neuer Rechenknecht, den ich vor ein paar Tagen erstanden habe: der Educated Monkey!

Educated Monkey

Mein neuer Rechen-Affe

Das schlaue Kerlchen kann alles, was man so rechnerisch im Alltag braucht: addieren, subtrahieren, multiplizieren, dividieren. Mit stoischer Miene beweist der kleine Affe seine Intelligenz. Beziehungsweise die Intelligenz seines Schöpfers William Robertson. Der hat den kleinen blechernen Rechenknecht am 3. September 1915 zum Patent angemeldet, welches er am 27. Juni 1916 auch für die Educational Novelty Company in Dayton, Ohio erhalten hat (Quelle).

Dem Original des Educated Monkey war eine Gebrauchsanweisung beigefügt mit einem bedenkenswerten Satz:

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Umfrage zum Diversity Management – Der Mittelstand hat Nachholbedarf

Für den Unternehmerkreis (MUK) habe ich im Frühsommer 2018 eine Umfrage unter oberbayerischen Unternehmen zum Stand ihres Diversity Managements durchgeführt. Die Ergebnisse sind überaus aufschlussreich:

  • Diversity Management ist heute bereits ein breiter Trend, der in vielen Unternehmen aufgegriffen wird. In jedem zweiten Unternehmen werden Konzepte realisiert, die unter dem Stichwort Diversity Management subsumiert werden können. Dabei hat der Mittelstand noch den größten Nachholbedarf.
  • Diversity Management wird nicht aus philanthropischen Gründen betrieben, sondern aus harten betriebswirtschaftlichen Erwägungen heraus. Vor allem geht es um die Sicherstellung des benötigten Fachkräftepersonals.
  • Die Ergebnisse der bestehenden Diversity-Management-Projekte werden sehr positiv eingeschätzt: die Produktivität der Betriebe verbessert sich, die Mitarbeitermotivation nimmt zu und das Image der Unternehmen kann optimiert werden.
  • Im Zentrum der Projekte stehen derzeit Modelle zur Flexibilisierung der Arbeit. Besonders häufig werden bereits Home-Office-Arbeitsplätze eingerichtet.
  • Die wichtigste Zielgruppe sind derzeit Frauen. Viele Projekte richten sich aber auch an jüngere und ältere Beschäftigte und an Menschen mit Migrationshintergrund.
  • Viele Diversity-Management-Projekte sind derzeit noch unzureichend organisiert: häufig fehlt es an klar zugewiesenen Budgets, an einer schriftlichen Dokumentation und an einer regelmäßigen internen Information.

Diversity Management – Was ist das eigentlich?

„Achte darauf, dass ein Stellvertreter immer ein anderer Charakter ist, als derjenige, um dessen Stellvertretung es geht!“

„Fördere im Unternehmen jene, die anders sind, als du selbst!“

Diese und ähnliche Regeln bestimmen schon seit vielen Jahrzehnten das Recruiting und Management in zahlreichen Firmen.

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Dieter Kempf und Michael Kausch

Kann man BDI Chef Dieter Kempf trauen?

Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über ein uns allen schon lange geläufiges Problem: gekaufte und gefälschte Produktbewertungen auf Amazon und anderen Online-Plattformen.

Das wissen wir doch, dass viele Unternehmen Firmen damit beauftragen, ihre Produkte gegen kleines Geld im Internet in den Himmel zu loben. Während eine positive Hotelbewertung heute rund 10 Euro kostet, gibt es den Fan-Like und das Facebook-Abo schon für 70 Cent. Das ist furchtbar, aber leider erlebbar- und buchbar. Andererseits habe ich schon von vielen Restaurant-Besitzern gehört, dass immer wieder Gäste sie nach dem Dessert anmachen „Entweder das Dessert war kostenlos oder der Verriss auf Tripadvisor wird furchtbar sein“. Und wieder andererseits sind seriöse Kundenbeschwerden und -kritiken wertvoll und ihre Lektüre erspart Fehlkäufe und übt einen gesunden Druck auf die Qualitätsmanager der Unternehmen aus. Klassische Shitstorms lehren uns das immer wieder.

Zur Aufdeckung unseriöser Produktbesprechungen empfiehlt meine Lieblingszeitung heute das Tool reviewmeta.com.  Diese Seite analysiert die Glaubwürdigkeit von Rezensenten und Produkttestern auf Amazon. Hierzu werden das Besprechungsverhalten und Inhalt und Stil der Besprechung analysiert. Klingt ja toll. Und ich kannte dieses Zaubertool noch gar nicht. Also habe ich es ausprobiert. Und natürlich bei einem Produkt, das ich verstehe.

Also habe ich mal das Buch „Digital Transformation“ von Tim Cole auf Amazon gesucht. Dieses Buch wurde viel gekauft, viel gelesen und viel besprochen. Auch von mir:

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