Eine Reise mit dem Mini

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HP hat einen wunderschönen kleinen Laptop herausgebracht, der sogar aufs Wort gehorcht.

Wenn man als Journalist über ein Thema schreiben soll ist es stets hilfreich, etwas davon zu verstehen. Als ich also von den Kollegen von „ProFirma“ den Auftrag erhielt, ein Stück über die neuen Kleinst-Laptops, den so genannten Netbooks, zu schreiben, habe ich mich gleich an die Pressestelle von HP gewandt und darum gebeten, ein solches Teil für ein paar Tage ausliehen zu dürfen, um mich damit vertraut zu machen. Weiterlesen

Online zahlt Microsoft immer noch drauf

In der Silicon Alley Insider war heute ein wirklich interessantes Chart zu finden.

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Demnach hat Microsoft bis auf die Jahre 2004 bis 2006 zehn Jahre lang mit seinem Online-Geschäft saftige Verluste geschrieben. Der gleichen Quelle zufolge hat Microsoft rund acht Milliarden in seine Online-Aktivitäten investiert. Das sieht wirklich nicht nach einem tollen Geschäft aus. Klar kann man fragen, wo Microsofts andere Geschäftsfelder heute stünden, wenn das Unternehmen nicht so stark in online investiert hätten. Trotzdem haben andere, allen voran Google, Zillionen Dollar im Online-Geschäft verdient. Microsoft hat dagegen erheblich draufgezahlt. Vielleicht ist ja etwas an der Theorie, dass auch Unternehmen sich auf eine Sache konzentrieren müssen und nicht auf zu vielen Hochzeiten tanzen sollten. Sonst bleiben Innovationen und die Qualiät in der Umsetzung auf der Strecke. Außerdem folgt für mich aus diesen bisher fehlgeschlagenen Online-Investitionen von Microsoft, dass Software und Web sehr viel weniger gemeinsam haben, als ich bisher angenommen haben. Selbst wenn ein Unternehmen in dem einen Bereich extrem erfolgreich ist und über Jahrzehnte andere quersubventionieren kann, reichen die tiefen Taschen offenbar nicht, um im schnelllebigen Webgeschäft dauerhaft zu reüssieren, wenn man sich nicht darauf konzentriert.

Wie viel Wert hat die IT?

gold-nuggets1Manche halten die IT für eine wertlose Kunst, die außer für sich selbst nichts zustande bringt. Andere glauben, ihr Wert für die Unternehmen sei so groß, dass er kaum zu bemessen ist. Die Diskussion um den Wert der IT ist aus zwei Gründen so langwierig. Zum einen streiten sich Berater, IT-Verantwortliche und Business-Manager immer wieder um die richtigen Kriterien und Messmethoden. Zum anderen ist nicht immer klar, welcher Wertbeitrag wirklich gemessen werden soll, der angemessen den Wert der IT beschreibt. Diese Frage treibt offenbar auch McKinsey um. Schlau wie Berater sind, bringen sie gleich drei verschiedene Wertkategorien ins Spiel: Den Sachwert, den strategischen Wert und den Gebrauchswert. Der Sachwert setzt sich zusammen aus harten Fakten wie Investitionen in Hard- und Software sowie aus den weichen Faktoren wie die Fähigkeiten der IT-Abteilung. Der strategische Wert lässt sich an Konkurrenzvorteilen festmachen, wie etwas der Fähigkeit schnell andere Firmen zu übernehmen und zu integrieren. Weiterlesen

read.me, drink.me, buy.me

Rechner im Internet haben interne Adressen, sogenannte IP-Adressen (IP: Internet Protocol). Namen spielen auf den unteren Schichten des Internet keine Rolle. Man kann anstelle von www.space.net auch 194.97.129.8 eingeben. Funktioniert genauso, zumindest erreicht man denselben Rechner. Aber www.space.net ist nun mal leichter zu merken.

Wie alles begann…

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„nie wieder microsoft“

das postuliert der „netzökonom“ der faz holger schmidt heute in seinem blog in bezug auf die einführung des microsoft explorer in seiner achten version. er verweist darauf, dass es microsoft mit dem explorer wieder einmal nicht gelungen sei, den technologischen vorsprung der inzwischen mannigfachen wettbewerber im browsermarkt von google bis firefox einzuholen. „Wer einmal erlebt hat, wie schnell Googles Chrome Seiten aufbaut oder wie komfortabel die Zusatzfunktionen den Firefox machen, wird nie wieder zu Microsoft zurückkehren.“ (holger schmidt)

unter den czyslansky-besuchern führt microsoft den browserkrieg übrigens noch gaaaanz knapp (5 prozent vorsprung) vor firefox. google spielt gar keine rolle.

die sonne wird blau

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„ibm will sun kaufen“. das berichtet jedenfalls das wall street journal von heute. angeblich hat ibm für die komplette übernahme von sun mehr als sechseinhalb milliarden dollar geboten. das wäre ein wenig mehr, als der doppelte aktuelle börsenwert von sun. was hätte ibm davon? natürlich einen besseren zugang zum markt für web server und web infrastruktur. sun ist hier immer noch mit seinen solaris-rechnern hervorragend aufgestellt. sun ist auch in der open source community stärker verankert, als der blaue riese. vielleicht wäre eine übernahme von sun auch vor dem hintergrund der jüngsten angriffe von cisco interessant: cisco hat ja angekündigt künftig mit eigenen rechnern in den networking-markt zu expandieren. und networking: das ist künftig immer ip-networking. cisco kommt, sun geht! damit es nicht gar so eng wird im markt.

aber vielleicht scheitert das ding ja auch noch. die überschneidungen zwischen blau und sonne sind ja nicht zu übersehen: konkurrierende ansätze im cloud computing, im betriebssystem, im servermarkt. bei einem merger müssten wohl viele mitarbeiter, produkte und technologien gehen. und gehen würden die produkte und mitarbeiter von sun. denn letztlich kauft sich ibm wohl in erster linie den markt von sun.

schade wäre das allemal. und nicht nur aus nostalgischen gründen. sun ist zweifelsohne heute eines derjenigen unternehmen mit den innovativsten und zukunftsorientiertesten mitarbeitern, mit einer starken firmenkultur, die sich seit mehreren jahren schon deutlich der internet- und open source-community öffnet.

lesetipps: heise und czyslansky witte.

Blowjobs – Ryanair wirbt mit Extraservice in der Businessclass …

Das nenne ich eine unterhaltsame und unkonventionelle Ansprache, die Michael O’Leary,  CEO von Ryanair auf dieser Pressekonferenz gehalten hat, aber sehen sie selbst.
Ein Horror für seine Pressereferentin, aber ein viraler Lacher … politisch nicht 100% korrekt, aber wer will das schon sein, wenn er fast eine Million Zuschauer verbuchen kann.

Einer der Themen auf dem letzten Czyslansky-Treffen war auch die Armut der deutschen Sprache, auch wir fanden kein wirklich deutsches Wort für „Blowjob“

Microsoft und das Ende der Software

Dass Microsoft auf Wolke sieben schwebt, ist schon länger bekannt. Steve Balmer hat schon vor Jahresfrist gesagt, dass er die weltgrößte Softwareschmiede aufs Mietmodell einschwören will, und auf der CeBIT-auptpressekonferenz des Unternehmens hat Deutschlandchef Achim Berg heute Details verraten. Die „Business Productivity Online Suite“ (BPOS) soll Firmenmitarbeitern wie Homeworkern übers Internet alle Werkzeuge zur Verfügung stellen, die sie zum Arbeiten brauchen. Das alles als Teil der Cloud Computing-Strategie des Hauses.

Ja ja, ist man als alter Microsoft-Watcher geneigt zu sagen: Abwarten, bis es alle machen, und sich dann draufsetzen. Damit ist Micorosoft schon immer erfolgreich gewesen.

Den Hammer hat Berg aber eher beiläufig in einem Nebensatz fallen lassen: Bis 2011 will Microsoft 25 Prozent seiner Software-Umsätze online machen. Das Ende der Software, wie wir sie kennen, nämlich auf Plastikscheiben gepresst, wäre damit mit einem Schlag in greifbare Nähe gerückt. Wenn das stimmt, dann wäre Microsoft ausnahmsweise mal in einer ziemlich ungewohnten Rolle – nämlich Anführer eines Megatrends zu sein…

Mehr Handys als Wasserhähne?

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Die Financial Times Deutschland berichtet heute anläßlich der Eröffnung der Mobile World in Barcelona eine eigentlich erschreckende Zahl: weltweit seien derzeit knapp vier Milliarden Handy-SIM-Karten im Einsatz. Damit würden mehr Menschen mobil telefonieren, als Wohnungen an die Strom- und Wasserversorgung angeschlossen sind!

Ich weiß nicht recht, ob wir uns über diesen Zahlenvergeich freuen sollen …