Mehr Handys als Wasserhähne?

handy

Die Financial Times Deutschland berichtet heute anläßlich der Eröffnung der Mobile World in Barcelona eine eigentlich erschreckende Zahl: weltweit seien derzeit knapp vier Milliarden Handy-SIM-Karten im Einsatz. Damit würden mehr Menschen mobil telefonieren, als Wohnungen an die Strom- und Wasserversorgung angeschlossen sind!

Ich weiß nicht recht, ob wir uns über diesen Zahlenvergeich freuen sollen …

Microsoft kündigt eigene Shops an

ms store2

Microsoft kündigte gestern an, dass der Marktführer unter der Regie des Ex-Wal Mart-Managers David Porter, eine eigene Flagship-Store-Kette aufbauen will. Damit wollen sich die Leute aus Redmond gegen die gut etablierten Apple Shops aufstellen, riskiert aber Unbill mit dem klassischen Computerhandel. Über die Anzahl der geplanten Läden und die konkrete Zeitplanung schweigt sich Microsoft noch aus.
Weiterlesen

Cloud Computing – zuerst einmal kleine Wolken in den Himmel malen

Manche Merksätze degenerieren nicht zu 75 Cent Sprüchen, sondern bleiben gültig: Groß denken und klein anfangen. CIOs, die sich so verhalten haben, konnten vielen Technologiefallen entwischen. Auch auf den neuesten „Paradigmenwechsel“ – in der IT kann man so große Wörter leider nur noch in Anführungszeichen setzen – sollten IT-Manager sich nicht mit aller Macht stürzen. Sicher, Cloud Computing erscheint sehr vielversprechend, ist aber eben auch noch sehr neu und in vielen Dingen unausgegoren. Beispielsweise lassen Datenaustausch, Security und Migrationsmöglichkeiten noch genau so zu wünschen übrig wie die Zahl der ernst zu nehmenden Anbieter. Weiterlesen

Flaues Gefühl bei Satyam

Es wäre jetzt billig zu sagen: „Ich hab’s gewusst!“ Aber irgendwas war komisch bei dem Gespräch, dass ich letztes Jahr mit Ramalinga Raju, dem Vorstandsvorsitzende von Satyam Computer, dem viertgrößten IT-Dienstleistungsunternehmen Indiens, in seinem Büro in Hyderabad (Foto oben) geführt habe. Es war irgendwie eigenartig: Die Floskeln, die Firmenbosse im Presseinterview so von sich geben – „wir sind hervorragend aufgestellt“, „wir werden unsere ehrgeizigen Wachstumsziele erreichen und übertreffen“ – klangen bei ihm besonders hohl und mechanisch, als ob er irgendwie mit dem Kopf ganz woanders gewesen sei.

Weiterlesen

Das Internet ist schuld an der Finanzkrise

Was wir im Augenblick durchleben ist die erste echte Finanzkrise im Zeitalter des Internet. Vergessen Sie die Dotcom-Blase – das war, um Alan Greenspan zu zitieren, nichts als „irrationaler Überschwang“. Heute ist das Internet ein Teil des Problems. Vielleicht ist es auch ein Teil der Lösung.

Auslöser der Finanzkrise (nicht der möglicherweise daraus entstehenden Wirtschaftskrise) sind zwei Dinge: Einmal immer kompliziertere und selbst für Fachleute nicht mehr zu überblickende Finanzprodukte wie Derivate, Credit Swaps, Subprime-Hypothekenfonds und „asset-backed securities“, und zum anderen die immer raffinierteren elektronischen Trading-Systeme, über die Kapitalflüsse in Milliardenhöhe völlig unreguliert um den Globus gelenkt werden können. Sie möchten einen Credit Swap von $100 Millionen aufsetzen? Ein Instant Message an einen Hedge Fund auf den Caymans genügt.

Derivate sind heute, wie Paul Kedreosky in „Newsweek“ treffend schreibt, heute „eine Art Kreuzung zwischen Dorfklatsch und Videospiel“: Triviale Konversationen über Blackberry mutieren plötzlich zu Transaktionen, unbeaufsichtigt, unkontrolliert, aber am Schluss mit einem Smiley signiert.

Weiterlesen