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Was noch fehlt: Das Geschenk Gottes

Achtung – Zynismus

zynismus

… und wieder ist die große Stunde der Heuchler, der Profiteure und der Stimmungsmacher gekommen.
Da macht einer für sie die Drecksarbeit, einen Scheißjob, der neun anderen Menschen das Leben kostet und 27 Menschen zum Teil schwer verletzt. Ein absoluter, mörderischer Scheißjob – und vollkommen unnötig noch dazu.
Und noch während niemand etwas Genaues weiß und die Münchner Polizei vorbildhaft agiert, ist sie da: Die Stunde der Hetzer und Heuchler. Weiterlesen

Angst essen Freiheit auf

„Ein Teil meiner Antwort würde die Bevölkerung verunsichern!“ – Ein denkbar unglücklicher Satz, den Thomas de Maiziere gestern abend auf der Pressekonferenz anlässlich des abgesagten Fußballländerspiels vor laufenden Kameras gesagt hat. Hätte er – was er auch gemacht hat – auf die Frage, wie akut denn die Terrorbedrohung in Deutschland sei – lediglich geantwortet, dass er dazu aus ermittlungstechnischen Gründen nichts weiter sagen könne: Es hätte gereicht, und jeder hätte es verstanden.
Stattdessen hat er eben genau das getan, was er besser nicht hätte tun sollen: Mit dieser Formulierung den diffusen Ängsten in der Bevölkerung Nahrung gegeben, Journalisten zu Spekulationen aufgefordert und den rechten Flügel im Land befeuert, dass man hierzulande bedroht sei.
Denn er – so klingt es – weiß etwas, was er nicht sagen will: Und das ist ganz sicher nichts Gutes. Und gleichzeitig stellt er die Bevölkerung selbst als unmündig und unfähig dar, offene und klare Antworten zu verstehen. Einem kleinen Kind darf man eben keine Angst machen…
Wer die Pressekonferenz gesehen hat, der weiß, dass deMaiziere in dem Moment wohl selbst gemerkt hat, dass er etwas gesagt hat, was er so besser nicht geäußert hätte. Es ist eben was anderes, mit vorbereiteten Texten vor die Presse zu treten, als sich frei äußern zu müssen.

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Weg mit den Katzen – Ab in die Tonne

Gestern postete ich auf Facebook den kurzen Text: Ich hatte heute das dringende Bedürfnis, ein Buch von Akif Pirinçci in die Tonne zu werfen. Wir hatten nur eines. Jetzt haben wir gar keines mehr.
Und ich finde das gut so. Von so einem Mistkäfer will ich nichts im Haus haben.12115604_10203945152623973_2007141306776004781_n

Einen Moment ging mir ein Gedanke durch den Kopf… nein es waren zwei. Der erste war dieser verheerende Satz aus der Bücherverbrennung während der Nazi-Zeit: Ich übergebe der Flamme die Schriften von Akif Pirinçci. Und ich fühle mich ganz kurz unwohl.
Nun hat Bücherverbrennung nichts mit dem Wegwerfen von Büchern zu tun, ganz egal, ob der Müll thermisch entsorgt (also verbrannt) wird oder nicht.
Und auch den zweiten Gedanken, dass man Bücher nicht in den Müll schmeißt, wische ich einfach weg.
Dazu sind im vergangenen Sommer viel zu viele Bücher aus unseren Regalen in der Tonne gelandet, als dass ich mir dazu noch weitere Sorgen machen müsste. Dem Umbau unseres Hauses ging eine ordentliche Entrümplung der Regale voran. Was weder über Momox abesetzbar war noch unsere hieisige Bibliothek als Spende haben wollte (nicht mal für den Bücherflohmarkt), das landete eben im Müll.
Ehrfurcht vor Büchern hat für mich nichts damit zu tun, dass man sich einem Teil selbiger einfach mal entledigen darf: Nämlich der Bücher, die man nie gelesen hat und nie lesen will (sofern man ’nie‘ überhaupt sagen darf) sowie der Bücher, die man nie wieder lesen will, weil man sie schon beim ersten Mal Mist fand, und vor allem davon diejenigen Bücher, die nicht mal zum intellektuellen Posing im Haus geeignet sind. Niemand steht vor Dan Browns oder Donna Leons Schinken und sagt „Wow… das hast Du gelesen?“
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Mir doch Wurst…

Viele Dinge sind mir Wurst – über diese gesunde Grundeinstellung habe ich gerade erst Anfang der Woche auf meinem Zwetschgenmann-Blog, etwas veröffentlicht, da holt mich heute die Nachricht, es sei Weltvegetariertag aus der Lethargie zurück an die digitale Front.
Das Thema könnte ich kurz abhandeln – diesen Tag gibt es seit 1977. Er soll mich auf die Vorteile der fleichfreien Ernährung hinweisen, das aber hat bisher nicht funktioniert – und wird es auch nicht.
Also ist mir der Weltvegetariertag… – richtig, Sie ahnen es: Er ist mir Wurst.
Wurst

Esst, was ihr wollt – ich esse auch, was ich will. Ich rede Euch nicht rein – so lange ihr mir nicht rein redet, ist alles gut.
Und damit könnte der Fall erledigt sein. Ist er aber nicht. Weiterlesen

Datenschutz zum Selbermachen

Wie uncool!

Wie uncool!

Kids gehen völlig sorglos mit ihren Daten um – richtig? Falsch! In Wahrheit sind sie sogar sehr empfindlich. Und strafen diejenigen ab, die wie Facebook oder Twitter mehr oder weniger nach Gutsherrenart mit den persönlichen Informationen ihrer Mitglieder umgehen.

Dass Facebook uncool ist, pfeifen die Spatzen ja schon seit einiger Zeit von den Dächern. Doch nun liegen auch belastbare Zahlen vor. Die Social Media-Studie der Firma Magid, die auf der Befragung von 1934 User im Alter von 13 bis 64 Jahren beruht, hat einen deutlichen Abfall der „klassichen“ Anbieter gezeigt. Dafür sind solche Newcomer wie Snapchat und Instagram die großen Gewinner. Weiterlesen

Es gibt sie noch, die Retter des Liebeslebens

Vielleicht erinnern Sie sich?

Im November 2014 brachte ich in diesem Blog meine Bestürzung zum Ausdruck, dass früher mehr Viagra war. Das war, wie ich mittlerweile sehe, etwas voreilig.
Zwar sind die wunderbaren Mails der Online-Apotheken verschwunden, aber die Angebote für pharmazeutische Präparate mit zweifelhafter Wirkung gibt es noch immmer. Zum Beispiel auf Twitter.
Nutzer der Onlineplattform wissen, dass ab 22 Uhr NTL herrscht… Nachttimeline, was gern auch der eine oder andere mit Nackttimeline verwechselt. Die Sprüche (also Tweets) werden rüder, nicht selten zwei- bzw. eindeutiger.
Gern hauen Twitterer auch nur ein einzelnes Wort in einen Tweet: Penis. Andere kontern: Brüste.
Das ist nicht gerade ein Beispiel ausgefeilter Kommunikation oder sprühenden Wortwitzes, aber manchmal muss das eben sein. Und manchmal besternt man eben solche One-Word-Tweets von Leuten, die man mag, mit denen man hin- und herschreibt. Und dann passiert irgendwann das Unausweichliche:
Obskure Accounts hängen sich an einen und folgen:

Retter des Liebeslebens

Ich kann also ganz beruhigt sein. Es gibt sie noch, die guten Helfer; die Retter des Liebeslebens. Nur eben bieten sie ihre Dienste jetzt auf Twitter statt per Mail an.
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Bambi, Blondie, Bertha… ziemlich beste Freunde

Der beste Freund des Menschen ist natürlich nicht der Mensch. Den der ist bekannterweise seinen Mitmenschen ein Wolf. Auch wenn er hin und wieder im Schafspelz daherkommt. Der beste Freund des Menschen ist der Hund, und der ist nicht nur der beste, sondern auch der treueste… wie Blondie. Und wer könnte das besser beurteilen als der geniale Walter Moers:


Nun ist es eine Sache, einen Vierbeiner an seiner Seite zu wissen, ein Federvieh im Käfig, beschuppte Kreisschwimmer im Aquarium oder sich schlängelndes oder kriechendes Getier im Terrarium zu halten.
Eine andere Sache ist es, seinem Viehzeugs digitales Leben einzuhauchen. Weiterlesen

Hagen… wo sonst?

Hagen – das ist eine Stadt mit knapp 200.000 Einwohnern. Eingeklemmt zwischen Dortmund im Norden und dem Sauerland im Süden, einst irgendwie ein wenig zum Ruhrgebiet gehörend und irgendwie dann doch wieder nicht.
Diese Stadt muss man nicht kennen, wenn man nur weit genug weg wohnt. Ich kenne sie trotzdem, ich bin da geboren. Das macht das Tor zum Sauerland, wie Hagen sich gern selbst bezeichnet, nicht besser oder schlechter.
In Hagen geht’s zu wie überall in vergleichbaren Städten, hier eine Schlägerei, dort eine Randale mit Betrunken im Ortsteil Altenhagen. Ein toter Hundewelpe, der vom Dach fällt, ein 17Jähriger, der mit einem Baseballschläger ein Auto zertrümmert, Dachstuhlbrände, Diebstahl und Blitzmarathon.

Das alles und noch viel mehr beschäftigt und twittert die Hagener Polizei seit Februar 2015. Seit dieser Zeit ist die Dienststelle in den sozialen Netzen Twitter und Facebook unterwegs. Das schafft Bürgernähe und Transparenz. Immerhin knapp über 170 Follower haben die Beamten mittlerweile… Leute, die sich aus erster Hand über die Verbrechensbekämpfung und die Maßnahmen für Sicherheit und Ordnung zwischen Lenne und Volme informieren wollen. Und ich schau auch ganz gern mal in den Account, das gebe ich zu.
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Fasse dich kurz…

In der Kürze liegt die Würze.

Die Redensart ist nicht neu und war für Kommunikation schon immer entscheidend. Als weiland noch Telegramme verschickt wurden, kostete jede Silbe Extra-Geld. Als die Deutsche Post, die damals noch für die Telefonie zuständig war, den 8 Minuten-Takt einführte, hieß es: Schneller sabbeln. Oder weniger. In nicht wenigen Haushalten standen an den Telefonen kleine Sanduhren, die die Telefonnutzter anhalten sollten, das Nötigste innerhalb von 8 Minuten besprochen zu haben. Ohnehin, das kennen wir aus den Überseegesprächen bis hin zu den Handy-Roaming-Kosten, kann Telefonie eine kostenspielige Kommunikation werden, teurer zumindest als die Alternativen, wenn man Flat-Rate SMS hat oder aus dem WLAN heraus per WhatsApp schreibt.
Nun begrenzen weder SMS noch WA noch die anderen Messanger die Schreiblust der Nutzer.Egal, wie viel sie schreiben wollen: Ob ein Emoticon oder eine Romantrilogie. Es ist einfach egal.

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