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Überraschung: Microsoft kann schön: das heute Nacht vorgestellte Surface Tablet hat das Zeug zum Apple-Killer

Nicht nur oberflächlich betrachtet hat das heute Nacht angekündigte Microsoft Surface Tablet das Zeug zum iPad-Killer: eine Windows 8-Maschine, die gut aussieht, funktional erscheint und kompakt ist. Wenn Microsoft es jetzt noch schafft, die Entwickler zur Programmierung brauchbarer Apps anzutreiben, dann wird Microsoft nach Jahren mal wieder so sexy, wie es früher einmal war. Das Video, das heute vermutlich überall läuft:

 

Aber wie soll der Magnesium-bewehrte Schönling und iPad-Killer heißen? Birne? Made? Maggie?

Nachtrag:

Die Netzgemeinde streitet seit letzter Nacht über die Zukunftsaussichten von Surface. Und ich bin davon überzeugt: es wird ein Erfolg! Und es ist auch die letzte Chance Windows ins mobile Zeitalter hinüber zu retten.

Natürlich sind viele Dinge noch unklar: wie lange wird der Akku durchhalten, welche Wireless-Technologien werden implementiert? Wann kommt das ganze auf den Markt? Was werden die beiden alternativen Geräte kosten (manspekuliert über rund 600 $ für die kleine Win 8 RT-Variante und rund 1000 $ für die große mit Full Win 8 und Intel-Architektur. Und vor allem: werden unabhängige Softwareentwickler auf Win 8 und Metro aufspringen?

Aber das ist alles gar nicht so entscheidend. Wirklich wichtig ist, dass Microsoft gemerkt hat, dass man sich in Zeiten, in denen nicht mehr zwischen Produktivitätswerkzeugen fürs Büro und Markenkonsumartikeln für den Privaten unterscheiden kann,  nicht länger auf die Rolle des Softwarelieferanten mit starken OEM-Partnern zurückziehen kann. Weiterlesen

Azur-Ausfall: Nur eine Kalenderreform kann Cloud-Computing noch retten!

Dem amerikanischen Luftwaffen-Ingenieur Edward A. Murphy (1918-1990) wird der legendäre Satz zugeschrieben: „Anything that can go wrong will go wrong“. Er stützte sich dabei angeblich auf frühere Forschungen Czyslanskys, dem bei wissenschaftlichen Arbeiten in seinem Labor in Llanfairpwllgwyngyll, einer kleinen Stadt auf der walisischen Insel Anglesey bei Bangor, offenbar ab und zu der Schraubenzieher entglitt, was ihn zu der Beobachtung veranlasste: „Ein aus der Hand fallendes Werkzeug trifft stets so auf, dass es den höchstmöglichen Schaden verursacht.“ Als „Gesetz der selektiven Schwerkraft“ ging der Ausspruch in die digitalen Analen ein.

Dort hätte die junge Technikergeneration lieber nachlesen sollen, bevor sie abhoben in die „Cloud“ – jenes nebulöse Wolkenkuckucksheim der Computerei, die seit einigen Jahren ernsthaft als die Zukunft des Digitalen gefeiert wird. Der Gedanke, dass meine Daten und Anwendungen nicht mehr auf meinem häuslichen Computer hausen sollen, sondern irgendwo in der „Cloud“ von einem Dienstleister aufbewahrt und betrieben werden, erweckt beim Normalsterblichen instinktiv ein Gefühl des Unbehagens. Was ist, wenn der Server meines Cloud-Providers mal nicht mehr will? Computer, wie wir wissen, sind trotz des maskulinen Geschlechtswortes in ihrem Wesen weiblich und haben manchmal so ihre Tage.

So einen Tag hatten gestern die Techniker von Microsoft, deren Cloud-Service „Azure“ auf einmal nicht mehr wollte. Weiterlesen

Microsoft Research und das kalorienfreie Schnitzel: Augmented Reality

Ich weiß auch noch nicht genau, wozu das alles eines Tages gut sein wird, aber es wird gut sein.

Die Labore von Microsoft Research stellen in diesem Video einige sehr sehenswerte Entwicklungen zu Augmented Reality vor:

Ein 3-D-Modell bauen, in den Raum projizieren und dann mit ihm spielen. Besser noch: den Raum scannen, die Dinge in Echtzeit digitalisieren und dann mit den digitalen Kopien spielen. Die Grenze zwischen Wirklichkeit und virtueller Welt wird fließend. Unbedingt sehenswert!

Diese Entwicklung wird wohl nicht beim kalorienfreien Schnitzel halt machen …

[der Tipp kam von @michael_hoppner]

Zwischen Schirrmacher und Renner – Digital ist anders

Unter dem programmatischen Titel “Digital ist anders” habe ich in der jüngsten Wochenendausgabe der F.A.Z. versucht, einen Weg zwischen der opportunistischen Erlösungstheorie der Renner-Brüder und dem kulturkritischen Skeptizismus des F.A.Z.-Herausgebers Frank Schirrmacher bei der Bewertung des Internet und dessen gesellschaftlichen Auswirkungen aufzuzeigen.

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Auch wenn mir Frank Schirrmacher freundlicherweise gleich eine Doppelseite in der nicht gerade kleinformatigen F.A.Z. zugesprochen hat, so musste natürlich trotzdem ein guter Teil des Manuskripts unter dem Diktat der Raumökonomie weichen. Neben vielem anderen hat das Internet gegenüber dem alten Holzdruck den unvergleichlichen Vorteil des unbegrenzten Raumes. Deshalb darf ich an dieser Stelle den Artikel der F.A.Z. mit einigen verfallenen Passagen vervollständigen. Dieses Posting ist also nicht eigenständig zu lesen, sondern als Addendum zum dort veröffentlichtem Text.

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Fenster zu: Microsoft stellt Windows Live Spaces auf WordPress um

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Der Blog der Freunde Czyslanskys basiert schon immer auf WordPress

Microsoft stellt laut cnet seinen proprietären Blog-Service „Windows Live Spaces“ ein und stellt Windows Live auf WordPress um. Das ist gut so. WordPress ist heute die am meisten verbreitete Plattform für die Erstellung von Weblogs. Die Software funktiniert, gut, ist stabil, einfach zu bedienen und sie wird ständig von der weltweiten Community ihrer Anwender weiterentwickelt. Open Source at it’s best! Die Freunde Czyslanskys haben bei ihrem Blog von vornherein auf WordPress gesetzt.

Für Microsoft ist dies ein weiterer Schritt auf die offene Web-Community zu. Vor einiger Zeit schon haben die Billyboys ihren Video-Dienst Soapbox geschlossen. Microsoft bietet heute seinen Live-Kunden einen Upload-Dienst für YouTube und Facebook an. Die Windows Live Photo Gallery hat sich ebenfalls bereits für Facebook und Flickr geöffnet. In Redmond hat man die Logik des Web 2.0 offenbar begriffen: Offenheit geht vor proprietäre (Miss)Erfolge 😉

Wenn der Apfel wie ein Blitz einschlägt: Apple’s Angriff auf Adobe weist den Weg in die 70iger Jahre

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Apple-Boss Steve Jobs (Bild: Huffington Post)

„Thoughts on Flash“ ist ein Brief von Apple-Boss Steve Jobs überschrieben, in dem er in selten drastischen Tönen einen Frontalangriff auf Adobe’s Flash-Technologie startet. Vermutlich rastet Steve deshalb so aus, weil sein Versuch Flash vom Markt zu verdrängen – kein iPad, kein iPhone, kein iPod unterstützten diesen Quasi-Industriestandard – von den Branche in den letzten Wochen gar nicht gut aufgenommen wurde. Noch ist Apple nicht stark genug, um im Alleingang einen Standard wie Flash vom Markt zu drängen. Die nächste Version von Android wird vermutlich Flash unterstützen und auch Microsoft hat sich von Flash – trotz aller strategischen Differenzen mit Adobe im Streit um die Zukunft der wichtigsten Dokumentformate – noch nicht wirklich distanziert. Steve Jobs aber kann und will nicht nachgeben. Was will er eigentlich?

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Das Ende des Browserkriegs

Heute morgen wurde ich durch eine Radiomeldung verblüfft. Auf Bayern 5 war zu hören, der Browserkrieg sei nun beendet. Das war ein bißchen dick aufgetragen, was für ein Krieg? Der Krieg ist doch längst vorbei. Ein historischer Beitrag? Mitnichten. Es gab tatsächlich immer noch Diskussionen über den Browser, dessen Wahl Microsoft eben dem Anwender überlassen muß.

Wie war das noch mal? Microsoft hatte irgendwann einmal keinen Browser im Angebot. Mitte der Neunziger. Das machte einen Marktanteil von 0%, leicht zu rechnen. Aber das ist lange her. Bill Gates mußte einsehen, einen Fehler gemacht zu haben, eine Entwicklung schlicht verschlafen zu haben. Der flugs nachgelegte Internet Explorer („IE“) sollte das bereinigen. Aber der Zug war abgefahren. Nur drei Prozent Marktanteil konnte der IE im ersten Jahr erobern. Weiterlesen

Mitmach-Umfrage: Wie sieht das Netbook der Zukunft aus?

ipad

Während Apple mit dem iPad auf Touch-Only-Technologie setzt, glaubt Bill Gates an die Zukunft von Netbooks mit integrierter Tastatur und Stift- plus Touch-Eingabe:

„“Nichts am iPad lässt mich sagen, ‚Oh, ich wünschte Microsoft hätte das getan‘.“ Er glaube an die Touch-Technik und auch an digitale Buchlesegeräte, doch zum Mainstream dürften Netbooks mit Stiftbedienung und einer physikalischen Tastatur werden“ (Kress online)

Was glauben Sie? Stimmen Sie ab: Wem gehört die Zukunft? Touch Only (iPad) oder Touch mit Stift und Taste (MS)? http://twtpoll.com/ngdkoi.

Balmers Kopfstand

Gadget Show Microsoft

Also, wie rum funktioniert das Ding nun eigentlich?

Es gibt einen großen Unterschied zwischen mir und Steve Balmer. Ich habe gelernt, Texte zu lesen, die auf dem Kopf stehen. Als ich Anfang der 70er Jahre mein Redaktionsvolontariat bei der „Rhein Neckar Zeitung“ gemacht habe, wurde sie noch „in Blei“ hergestellt. Und wie jeder echte Gutenberg-Jünger weiß, gibt es nur eine richtige Art und Weise, „Stangen“ (in Blei gesetzte Zeilen) zu lesen, nämlich umgekehrt herum, also auf dem Kopf stehend, von rechts nach links.

Steve’s bemühter Versuch auf der CES in Las Vegas anlässlich der Präsentation des neuen gemeinsamen Tablett PCs von Microsoft und HP ist nicht nur deswegen völlig in die Hose gegangen, weil er im Gegensatz zu mir keine Ahnung von Bleisatz hat. Wahrscheinlich kennt er das nur vom Hörensagen. Das Problem liegt vielmehr in seiner Einschätzung der menschlichen Natur.

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