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So will Schäuble den Euro retten: Vicky Liecks enthüllt die geheimen Pläne der Bundesregierung

Jetzt ist es raus: die Bundesregierung plant statt einer umfangreichen Reform des Finanzmarkts eine große Kalenderreform. In einem internen Papier aus dem Bundesfinanzministerium heißt es: „Europa muss sich entscheiden, ob es eine einheitliche Währung haben will, oder einen einheitlichen Kalender. Beides wird auf Dauer nicht möglich sein.“

Dabei klingen die Planungen aus Schäubles Haus verwegen: Dreh- und Angelpunkt des großen Rettungspakets ist der sogenannte Tax Freedom Day, in Deutschland und Österreich auch als „Steuerzahlergedenktag“ bekannt. Darunter wird gemeinhin der Tag verstanden, bis zum dem – in der Sprache des Bundes der Steuerzahler – der Bürger für den Staat arbeitet. In Deutschland ist dies in diesem Jahr nach Berechnungen der Analysten von PwC der 3. Juni (Quelle). Bis zu diesem Tag floss das gesamte Einkommen der Steuerzahler an den Staat, während ab dem 4. Juni in die eigene Tasche gewirtschaftet wurde.

Das topvertrauliche Memorandum Schäubles, das Vicky Liecks jetzt zugespielt wurde, geht davon aus, dass in allen Euro-Ländern das Jahr mit dem Tax Freedom Day endet:

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Jürgen will nicht mehr

Das musste mal gesagt werden. Und mein Freund und Skatbruder Jürgen Seitz vom Bayerischen Fernsehen hat dafür genau die richtigen Worte gefunden, als er am Rosenmontag in den “Tagesthemen” den Kommentar zur Griechenland-Krise sprach.

Was die Politik da an Rettungsschirme aufspannt, erinnerten ihn an einen “naiven Faschingsscherz”: Sie glauben, mit der Geldpumpe und brutalen Sparauflagen die Wirtschaft des Landes in die Neuzeit befördern zu können. Dabei seien in Griechenland die Lohnstückkosten in den letzten Monaten sogar noch weiter gestiegen, weil – so Jürgen – “ein wenig produktives Beamtenheer und rabiate Gewerkschaften nicht umsteuern wollen – und können.” Nicht einmal griechisches Olivenöl sei da am Ende noch exportfähig.

Nein, ohne Euro-Austritt sei Griechenland nicht mehr zu retten, wenn Europa nicht zu einer Transferunion verkommen wolle, in der schwache Länder sich von den reichen dauernd refinanzieren lassen. Wenn Griechenland, warum dann nicht Portugal und Irland?

Und dann hob er zum großen Finale an: “Der Internationale Währungsfond will, so wird gemunkelt, dafür nicht mehr haften. Ich auch nicht. Und Sie?”

Das hat ihn jetzt einen Platz in der “Gewinner des Tages”-Spalte bei Deutschlands auflagenstärksten Tageszeitung eingebracht – weil man in der Hamburger Redaktion offenbar glaubt, dass Jürgens in Wahrheit Volkes Stimme sei. Und da könnten sie ausnahmsweise auch mal Recht haben.

Wie der Euro wirklich entstand

So, das mit dem Euro hätten wir erledigt. Sollen wir sie jetzt wieder reinbitten?

Alles Gerede und Geschreibe über eine angebliche „Krise des Euro“ sei leichtfertiges Geschwätz von Medien, von Journalisten und von Politikern, sagte Altkanzler Helmut Schmidt auf dem SPD-Parteitag in Berlin. Nun, im Alter wird man vergesslich (ich weiß, wovon ich rede – und Schmidt steckt ansonsten denktechnisch jeden anderen Politiker, den ich kenne, in den Sack!). Und so hat er es leider verabsäumt, die schlimmsten Missetäter zu benennen: die Spekulanten.

Dass Wirtschaftsjournalisten in der Regel nichts von Wirtschaft, und Politiker nichts von Wirtschaftspolitik verstehen, ist ja der Normalzustand. Aber die Zocker wissen ganz genau, was sie tun: Indem sie ein europäisches Land nach dem anderen gegeneinander ausspielen, mal hier den Zinsdruck in die Höhe treiben, mal dort, lassen sie in der Tat eine Krise entstehen, und zwar eine Krise in den Köpfen von Bürgern und Bankern, die beide auch nicht so recht durchblicken. Schließlich lesen sie ja beide Zeitung und schauen Nachrichten, und was sie dort zu hören bekommen, ist eine journalistische Reflexreaktion: Bete einfach die Horrormeldung nach, die am besten hilft, die Auflage oder die Einschaltquote in die Höhe zu treiben.

Das ist eigentlich kein Vorwurf, denn so funktioniert das Journalistengeschäft ja schon immer. Es ist aber doch ein Vorwurf, denn ich hätte so gerne, dass sich wenigstens diesmal das ethische Verantwortungsgefühl zumindest bei denjenigen durchsetzt, die sich brüsten, „Qualitätsjournalisten“ zu sein. Eine aussterbende Spezies, sicherlich – aber irgendwo muss es doch noch ein paar von ihnen geben.

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Drachmo statt Euro – das ist die Lösung!

Fast kein Unterschied, oder?

Die Entscheidung des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Andrea Papandreou, eine Volksabstimmung über die Annahme des Rettungspakets der EU entscheiden zu lassen, hat alle entsetzt: Politiker, Banker, Börsianer. Was ist, wenn die Griechen nein sagen? Und was machen wir am nächsten Montag mit den bereits beschlossenen acht Milliarden Kredithilfen? Wenn die nicht fließen, ist Griechenland am Dienstag pleite.

Was dann passiert weiß keiner, aber zwei Dinge sind klar:

  1.  Griechenland darf nicht aus der Eurozone ausgeschlossen werden oder austreten, weil uns sonst die ganze Konstruktion um die Ohren fliegt.
  2. Griechenland muss unbedingt aus der Eurozone rausgeschmissen werden oder freiwillig austreten, weil uns sonst die ganze Konstruktion um die Ohren fliegt.

Auf den Griechen Epimenides, ein Kreter, geht das klassische Paradoxon zurück: „Ein Kreter sagt, alle Kreter lügen.“ Durch Kreisargumentation und jede Menge Semantik lässt sich mit diesem Satz beweisen, dass Kreter sowohl lügen als auch die Wahrheit sagen.  Was wir brauchen, ist genau sowas, auf den Euro übertragen.

Ich habe auch schon die Antwort, und ich bin zuversichtlich, dass mir dafür im Eilverfahren der Wirtschaftsnobelpreis verliehen wird. Mindestens.

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Die Rettung des Euro ist nur durch die “Czyslansky-Parität” möglich

euro

Seit Wochen streiten Politiker, Wirtschaftswissenschaftler und Vulgärökonomen um einen letzten Rettungsversuch für den Euro. Dabei wäre alles so einfach, würde man doch nur einmal ins tiefe Czyslansky-Archiv einen scheuen Blick riskieren. Denn was liegt näher, als das Modell, das Czyslansky zur Einführung der D-Mark 1948 unter dem Stichwort “Czyslansky-Parität” entwickelte, den modernen Herausforderungen anzupassen?

Mir liegt am Euro – und deshalb möchte ich an dieser Stelle das gute alte Modell der “Czyslansky-Parität” in Erinnerung rufen:

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