So will Schäuble den Euro retten: Vicky Liecks enthüllt die geheimen Pläne der Bundesregierung

Jetzt ist es raus: die Bundesregierung plant statt einer umfangreichen Reform des Finanzmarkts eine große Kalenderreform. In einem internen Papier aus dem Bundesfinanzministerium heißt es: „Europa muss sich entscheiden, ob es eine einheitliche Währung haben will, oder einen einheitlichen Kalender. Beides wird auf Dauer nicht möglich sein.“

Dabei klingen die Planungen aus Schäubles Haus verwegen: Dreh- und Angelpunkt des großen Rettungspakets ist der sogenannte Tax Freedom Day, in Deutschland und Österreich auch als „Steuerzahlergedenktag“ bekannt. Darunter wird gemeinhin der Tag verstanden, bis zum dem – in der Sprache des Bundes der Steuerzahler – der Bürger für den Staat arbeitet. In Deutschland ist dies in diesem Jahr nach Berechnungen der Analysten von PwC der 3. Juni (Quelle). Bis zu diesem Tag floss das gesamte Einkommen der Steuerzahler an den Staat, während ab dem 4. Juni in die eigene Tasche gewirtschaftet wurde.

Das topvertrauliche Memorandum Schäubles, das Vicky Liecks jetzt zugespielt wurde, geht davon aus, dass in allen Euro-Ländern das Jahr mit dem Tax Freedom Day endet:

„Damit arbeiten die Bürger ausschließlich für den Staat und die Staatsverschuldung kann in Abhängigkeit von nationalen Gegebenenheiten EU-weit zügig zurückgeführt werden.“

In der Konsequenz würde das Jahresende in Deutschland auf den 3. Juni fallen, während im krisengeschüttelten Griechenland die Bürger bis zum 7. Juni für den Staat arbeiten müssten und die Italiener gar erst am 8. Juni Sylvester feiern könnten. Die verwöhnten Schweden in ihrer sozialdemokratischen Hängeschaukel würden den Jahreswechsel gar erst am 30. Juni feiern, während die fleissigen Slovaken das Jahr bereits zum 10. April beschließen dürften. Direkt nach dem Jahreswechsel würde dann in jedem Land die Zählung neu beginnen und die Steuerzahler würden neuerlich direkt für den Staat arbeiten.

Europa könnte nach Meinung Schäubles den Euro als einheitliche Währung behalten, müsste aber erstmals nach 2.057 Jahren auf einen einheitlichen Kalender verzichten.

Erste Reaktionen signalisieren Zustimmung aus der Opposition

Bei der SPD ist das Papier angeblich nicht bekannt, aber man würde die Sache „kritisch prüfen“, so Peer Steinbrück. Die Grünen gewinnen der Sache offenbar positive Seiten ab. Claudia Roth: „Grundsätzlich kann eine Verkürzung der Kalenderjahre ein wertvoller Beitrag bei der Lösung der Atommüllproblematik sein. Bei einer Halbwertszeit von 24.110 Jahren für Plutonium gewinnen wir locker 12.000 Jahre nach alter Zeitrechnung.“ Auch die Linke begrüßt die Initiative Schäubles unter Hinweis auf den damit notwendigen Wegfall des Tags der deutschen Einheit. Einen dritten Oktober würde es in Deutschland auf absehbare Zeit nicht mehr geben.

Kann die Abschaffung des Herbstes wirklich den Euro retten? Welche Auswirkungen haben die neuen Datumsgrenzen auf das Kleine Walsertal? Noch lässt das Vicky Liecks vorliegende Memorandum viele Fragen offen. Aber sie liegen zumindest auf dem Tisch. Man wird sehen.

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