kleindatenhaltung

Was sagt die KI zur Kleindatenhaltung?

Erinnert sich eigentlich irgendjemand an den alten SEO-, nein,Verzeihung, „Suchmaschinenoptimierungswettbewerb“ aus dem Jahr 2008 zum Thema „Kleindatenhaltung“? Die lange schon vermoderte Seite webmasterpark.net hat seinerzeit zu meiner Zeit dazu aufgerufen eine Seite zu basteln, die zum Stichtag 17.11.2008 bei der Suche nach dem begriff „Kleindatenhaltung“ durch Suchmaschinenoptimierung bei Google ganz oben zu stehen kommt. Die Gründerväter des Czyslansky-Blogs Tim Cole, Alexander Broy, Ossi Urchs und meine Wenigkeit haben die Herausforderung natürlich angenommen und prompt einen Beitrag abgeliefert: https://www.czyslansky.net/kleindatenhaltung-htte-czyslansky-doch-nur-rechtzeitig-das-patent-angemeldet/

Dieser Blog-Artikel steht übrigens heute noch, wenn man die falschen Google-Ergebnisse zum Thema KleinTIERhaltung mal außer Acht lässt auf Rang 2 und 3 bei Google, gefolgt von einem Schwester-Beitrag auf dem Blog meiner Agentur vibrio.

Die Kleindatenhaltung bei Czyslansky

Was fabulierten wir alles um bei Google gut dazustehen … Kleindatenhaltung sei eine Erfindung unseres Namensgebers Czyslansky, der einen Rechner mit Namen kdh-1 als Prototyp Konrad Zuse vorgestellt hat, der diesen dann als Z1 nachgebaut habe und so weiter und so fort. Kurz: Kleindatenhaltung war eine Luftgeburt und machte überhaupt keinen Sinn, damals nicht und heute auch nicht. Kleindatenhaltung war ein intellektueller Spaß einiger früher Internetspinner.

Im Zeitalter der KI dachte ich mir wäre es an der Zeit diese Schlaumeierin mal nach dem Stand der Dinge zu befragen. Gedacht getan stellte ich also die bewegende Frage „Was ist Kleidatenhaltung“ einigen gängigen Künstlichen Intelligenzbestien. Die Antworten sind niederschmetternd:

ChatGPT zum Thema "Kleindatenhaltung"

ChatGPT versteht keinen Spaß. Und wenn ChatGPT keine Ahnung hat, dann fabuliert ChatGPT einfach mal drauflos, ohne Rücksicht auf Verluste.

„Kleindatenhaltung bezeichnet die Speicherung und Verwaltung kleiner, überschaubarer Datenmengen – im Gegensatz zu großen, komplexen Datenbeständen („Big Data“).

Der Begriff wird je nach Kontext etwas unterschiedlich verwendet, typischerweise aber so:

Allgemeine Bedeutung

  • Datenmengen sind relativ klein
  • Oft lokal gespeichert (z. B. in Dateien, einfachen Datenbanken)
  • Kein hoher Aufwand für Skalierung, Verteilung oder Performance nötig …“

Und so geht das munter weiter:

„Beispiel: Eine Desktop-App speichert Benutzereinstellungen in einer JSON-Datei → Kleindatenhaltung.“

Aber sischer dat. Chat langts aber langsam …

Google KI zum Thema "Kleindatenhaltung"

Da will Google nicht zurückstehen.

„Der Begriff Kleindatenhaltung (oft auch synonym zu Small Data Management verwendet) beschreibt die effiziente Speicherung und Verwaltung überschaubarer, meist strukturierter Datensätze. Im Gegensatz zu „Big Data“, bei dem es um riesige Mengen unstrukturierter Informationen geht, zeichnet sich Kleindatenhaltung durch folgende Merkmale aus …“

Google übernimmt den Begriff einfach als deutsche Version von „Small Data Management“. Na ja … Immerhin fügt Google dann noch einen Nachsatz an, mit dem Google aber nicht viel anfangen kann:

„Interessanterweise tauchte der Begriff „Kleindatenhaltung“ verstärkt um das Jahr 2008 in Deutschland im Rahmen eines SEO-Wettbewerbs auf. Ziel war es damals, eine Website für diesen zuvor nicht existenten Kunstbegriff bei Google auf Platz 1 zu optimieren.“

Als Quelle hierfür wird dann übrigens vibrio angegeben. Immerhin.

Perplexity: Da denkt eine KI mal mit

Perplexity spinnt nicht lang herum. Die bringt die Sache gleich auf den Punkt:

„„Kleindatenhaltung“ ist kein standardisierter Fachbegriff der Informatik, sondern ein Kunstwort aus der SEO‑ und Blogszene um 2008.

Ursprung des Begriffs

Der Begriff tauchte im Rahmen eines Suchmaschinen-Optimierungswettbewerbs auf, bei dem Websites zu „kleindatenhaltung“ möglichst weit oben bei Google ranken sollten.

In Blogartikeln wurde darum herum eine halb-ironische „Geschichte“ und Pseudo-Definition gestrickt, unter anderem im Umfeld von czyslansky.net und der DampfLog von vibrio.“

Da sieht man’s wieder: Stimmen die Quellen, stimmen die Inhalte 😉

Illustrationen © Michael Kausch

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