Schlagwort-Archive: twitter

Just Twitter while you eat…

kogi

Korean Taco 2 Go – das Kogi-Restaurant macht wieder mal irgendwo in LA Station.

Einen wirklich sinnvollen Einsatz von Twitter hat Roy Choi aus Los Angeles gefunden. Der gebürtige Koreaner hat eine offenbar saganhafte „Fusion Cuisine“ aus koreanischen und mexikanischen Zutaten zaubert – gegrillte Schälrippchen in Sesam-Chili-Salsa oder Blutwurst mit Kimchi als Taco. Das Kogi Korean BBQ-To-Go gilt inzwischen als absoluter Geheimtip. Aber statt wie ein normaler Koch irgendwo in einer Küche zu stehen, kurvt er in einem umgebauten Reisemobil durch die Straßen der Stadt und kocht dort, wo seine Kunden gerade sind, zum Beispiel mittags auf dem Universitäts-Campus der UCLA oder abends vor den angesagten Bars und Clubs in Beverly Hills. Damit ihn die Feinschmecker finden, setzt er immer wieder über seinen Blackberry einen Twitter-Feed ab, der auch auf seiner Homepage niederschlägt, eine Art von digitaler Schnitzel, bzw. Taco-Jagd. So wußte ich beim Schreiben dieser Zeilen, dass mir morgen vor dem Alibi Room, einem angesagten Club in Culver City, offenbar einiges entgehen wird. Schade…

engländer twittern sich ihren eigenen wetterbericht

twitterwetter2

eines der reizvollsten neuen twitter mashups kommt von der insel: unter dem #uksnow tweed bauen sich schneeverwehte engländer derzeit ihren eigenen wetterbericht mit satellitenkarte. user twittern die anfangskennzeichen ihrer postleitzahl und die heftigkeit des lokalen schneetreibens auf einer skala von 1 bis 10. das mashup trägt die daten automatisch in eine googlemap ein. wozu brauchen wir künftig noch kachelmanns teure satelliten ???

Holy fucking shit …

„Holy fucking shit I was just in a plane crash!“

no images were found

Das war die erste Meldung, die es am Samstag über den Flugzeugabsturz einer Boing 737 in Denver, Texas zu lesen gab. Nein, keine Tickermeldung von CNN, nicht AP oder DPA; deren Nachrichten Stil ist eine Spur präziser und sprachlich auch etwas gewählter. Diese Meldung twitterte Mike Wilson unter seinem Twitter-Nickname: 2drinksbehind und zwar vom Rollfeld, ungefähr 7 Minuten nachdem er aus dem brennenden Wrack geklettert war. Danach twitterte er munter weiter aus der Flughafen-Lounge, in der die unverletzten Passagiere untergebracht worden waren. Vor allem die Tatsache, das die Fluggesellschaft Continental ihnen nicht einmal ein paar Drinks spendierte, machte ihn ausgesprochen ungehalten.

You have your wits scared out of you, drag your butt out of a flaming ball of wreckage and you can’t even get a vodka-tonic. Boo

Das ist verdammt schlechte PR für Continental. Ein Absturz kann jeder Fluglinie mal passieren, aber dass man auf den Schreck nicht mal einen Drink bekommt, ist schlechter Stil und absolut unverzeihlich.

Digitale Gefangene

Eigentlich sollte das Internet befreiend wirken. Als ich vor einigen Jahren mein erstes Buch über dieses Thema schrieb, „Erfolgsfaktor Internet“, habe ich das Internet mit den Volksempfängern im Dritten Reich verglichen, mit denen die Menschen in Deutschland heimlich BBC-Nachrichten gehört haben –  ein Fenster alternativer Informationen. Weil die Machtbasis totalitärer Regime in der Vergangenheit nur durch Gleichschaltung aller Medien und die möglichst lückenlose Überwachung ihrer Bürger zu erreichen war (siehe Orwells „Gedankenpolizei“), müsse die grenzenlose Freiheit der Online-Kommunikation zwangsläufig zu einem Abbau totalitärer Strukturen in Ländern wie China, Saudi-Arabien, Iran oder Irak (wo damals noch Saddam Hussein herrschte) führen.

Nun, gerade China hat gezeigt, dass es auch anders geht. Und nicht nur ich frage mich warum. Evgeny Morozov vom Open Society Institute in New York hat neulich in einem Meinungsbeitrag für die International Herald Tribune eine mögliche Antwort geliefert.

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heftige untwitter über deutschen verlagsstuben – zur streitkultur im handelsblatt-blog

Businessman with knife

während tim hier die diskussion zur web 2.0-affinität der süddeutschen angezettelt hat, diskutiert seit vier tagen schon der handelsblatt-blog unter dem schönen titel „weil der journalist sich ändern muss„, ob denn die aktuelle twitterei einen segen, einen fluch oder gar den boandlkramer des klassischen journalismus verkörpert. da man dieses thema dort schon des öfteren diskutiert hat – thomas knüwer, dem aufrechten kämpfer für den live-twitter aus pressekonferenzen sei dank; er sitzt immer da, wo’s klappert – und in aller regel auch keine wirklich neuen erkenntnisse aus diesem ansonsten feinen blog herauskommen, könnten wir das glatt ignorieren. tun wir aber natürlich nicht. denn dieses mal fließt blut. und für seriöse unterkühlt-niederrheinische handelsblattverhältnisse spritzt das sogar mächtig hoch. was ist passiert?

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massenentführung im web 2.0

twitterspam

techcrunch berichtete gestern von einer neuen spam-alternative: erstmals sind nicht mailsysteme betroffen, sondern twitter. so verfolgen bereits 7.000 unschuldige zwangsstalker johng77536, mehr als 9.000 sogar jpmogan.

das web 2.0 verliert seine unschuld.

siehe auch http://www.techcrunch.com/2008/07/27/who-is-johng77536-and-how-did-he-game-twitter/ und http://upload-magazin.de/?p=987.