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Letzte Hilfe

Und wenn du denkst du bist allein…

Frühmorgens einen alten Traum erfüllt: Im leichten Trab über die Golden Gate Bridge gejoggt! Die 2,7 Kilometer lange Hängebrücke ist ein beliebte Lauf- und Radlstrecke. Manche nehmen allerding eine Abkürzung: Sie stürzen sich aus rund 75 Metern in die Tiefe, was mit ziemlicher Garantie tödlich endet. Laut Wikipedia ist Golden Gate der beliebteste Ort der Welt, um Suizid zu begehen: Bei einer Aufprallgeschwindigkeit von rund 120 Stundenkilometern hat das Wasser die Konsistenz von Beton. Im Schnitt springt hier alle zwei Wochen einer runter.

Fangnetze oder Zäune kommen für die Stadtväter aus Gründen der Bauästhetik nicht in Frage. Statt dessen gibt es seit 1962 an den Pylons (offenbar die beliebteste Endstation) gelbe Telefonhäuschen mit der Aufschrift: „Crisis Counseling“. Darunter der markige Satz: „Es gibt Hoffnung – ruf doch mal an!“ Könnte ein Wahlspruch von Obama sein. Großen Erfolg scheinen sie auch nicht zu haben: Eine gewisse Sara Birnbaum wurde nach ihrem Sprung lebend aus dem Wasser gefischt und im Krankenhaus gesund gepäppelt. Kaum entlassen, sprang sie nochmal, diesmal mit dauerhaftem Erfolg.

Quaere: Hat sie die Allgegenwart moderner Telekommunikationtechnik vielleicht noch weiter in die Depresion gestürzt?

Microsoft und das Ende der Software

Dass Microsoft auf Wolke sieben schwebt, ist schon länger bekannt. Steve Balmer hat schon vor Jahresfrist gesagt, dass er die weltgrößte Softwareschmiede aufs Mietmodell einschwören will, und auf der CeBIT-auptpressekonferenz des Unternehmens hat Deutschlandchef Achim Berg heute Details verraten. Die „Business Productivity Online Suite“ (BPOS) soll Firmenmitarbeitern wie Homeworkern übers Internet alle Werkzeuge zur Verfügung stellen, die sie zum Arbeiten brauchen. Das alles als Teil der Cloud Computing-Strategie des Hauses.

Ja ja, ist man als alter Microsoft-Watcher geneigt zu sagen: Abwarten, bis es alle machen, und sich dann draufsetzen. Damit ist Micorosoft schon immer erfolgreich gewesen.

Den Hammer hat Berg aber eher beiläufig in einem Nebensatz fallen lassen: Bis 2011 will Microsoft 25 Prozent seiner Software-Umsätze online machen. Das Ende der Software, wie wir sie kennen, nämlich auf Plastikscheiben gepresst, wäre damit mit einem Schlag in greifbare Nähe gerückt. Wenn das stimmt, dann wäre Microsoft ausnahmsweise mal in einer ziemlich ungewohnten Rolle – nämlich Anführer eines Megatrends zu sein…