Hurra, Czyslansky macht Tee Vau!

Ist Czyslansky ein Fernsehsender? Ist das, was das kleine Häuflein der Getreuen Tag für Tag verrichten, infolge dessen lizenzpflichtig? Und da einige von uns Czyslansky-Jüngern ihren Wohnsitz im Freistaat Bayern haben: Müssen wir Angst haben, dass es plötzlich an der Tür klopft und draußen die Häscher der Landesmedienanstalt mit ihren Fangnetzen und Maschinenpistolen lauern?

Sie lachen. Aber lesen Sie erst mal, was in der 12. Änderung des Rundfunkstaatsvertrags steht. Sobald mehr als 500 Menschen gleichzeitig auf ein per Internet bereitgestelltes Bewegtbildangebot zugreifen, ist man ein „linearer Informations- und Kommunikationsdienst, die für die Allgemeinheit bestimmte und zum zeitgleichen Empfang bestimmte Veranstaltung und Verbreitung von Angeboten aller Art im Bewegtbild oder Ton entlang eines Sendeplans unter Benutzung elektronischer Kommunikationsnetze“ – vulgo eben ein Fernsehsender.  Als solcher wäre man verpflichtet, sich wie weiland ARD, ZDF, RTL, ProSieben oder München-TV um eine amtliche Erlaubnis zu bitten.

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Nicht wir, Alexander ist Papst!

„Alexander“ ist kein guter Name für einen Papst, was sich unter anderem daran zeigt, dass er relativ selten in der zweitausendjährigen Geschichte von Mutter Kirche verwendet worden ist. Gerade sieben Mal ließ sich einer unter diesem Namen mit der dreifachen Tiara krönen, wohingegen es bekanntlich 23 Johannese gab, je 16 Gregors und Benedikts (einschließlich des gegenwärtigen Amtsinhabers), 14 Clemense, 13 Leos (oder heißt es „Lei“?), 12 Innozenze, 11 Piuse („Pii“?) , 9 Bonifatiuse (-i) und 8 Urbans. Unbeliebter waren nur solche Außenseiter wie Paul (6), Sixtus und Nikolaus (je 5) oder Kalixt (3).

Die Alexanders waren überwiegend eher glücklos, blaß oder nahmen ein böses Ende. Alexander I, der so um 106 herum als fünfter Papst die Nachfolge Petris antrat, starb der Märtyrertod. Heute gilt er als der Patron gegen Kropf und Skrofeln. Nein, Sie wollen nicht wirklich wissen was „Skrofeln“ sind. Beten Sie nur, dass Sie keine kriegen.

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Von Nischen und Mäusen


Vielleicht kommt es ja doch auf die Schwanzlänge an. Jedenfalls hat Wilfried Ruß von der Münchner Firma 1stPlan auf seinem Firmen-Blog eine interessante Diskussion vom Zaun gebrochen über Sinn oder Unsinn der Long Tail-Theorie, nach der ein Anbieter im Internet durch eine große Anzahl an Nischenprodukten Gewinn machen kann, weil die geographischen Beschränkungen, die in einem konventionellen, realen Markt die Kosten, um Nischen anzubieten und zu erreichen, zu sehr in die Höhe treibt. Im (globalen) Internet dagegen sei die Nachfrage theoretisch so gut wie unbegrenzt, die Chancen, den einen Kunden zu erreichen, der ausgerechnet dieses äußerst esoterische Produkt besitzen will, sehr groß.

Alles Quatsch, behauptet nun die Harvard-Professorin Anita Elberse in einem Artikel für die Harvard Business Review („Should You Invest in the Long Tail?“). Nischenmärkte sind reine Zeitverschwendung, erfolgreiche Unternehmer sollen sich weiterhin auf Bestseller konzentrieren. Gut, sie sagt es sehr viel nunacierter, aber das ist jedenfalls die Botschaft, die bei mir angekommen ist.

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Cyzslansky inside

Anlässlich des aktuellen 40sten Firmenjubiläums von Intel ist es wert daran zu erinnern, welche Rolle Czyslansky als Geburtshelfer des größten Halbleiterherstellers der Welt gespielt hat. Bekanntlich verbrachte Czyslansky formative Jahre im Silicon Valley Kaliforniens, wo er einen weitläufigen Bekannten- und Freundeskreis aufbaute. In Czyslanskys Berghütte, im Wald oberhalb von Redwood City gelegen, trafen sich viele Studenten sowie aufstrebende Jungingenieure aus den nahegelegenen Entwicklungszentren. Unter ihnen waren ein gewisser Gordon Earle Moore, der 1950 seinen Chemiedoktor am Caltech gemacht hatte, sowie der Physiker Robert Noyce, der am MIT in Boston mit einigen Pionieren der noch in den Kinderschuhen steckenden Halbleiterforschung gearbeitet hatte.
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„Cuil“ – What kinda „cool“ is THAT supposed to be?

Eine neue Suchmaschine ist an den Start gegangen. Und selbstverständlich ist sie der nächste „Google-Kiler“ (so die Erwartung der Mainstream-Medien wie der Blogosphere) – zumal die Begründer alle Ex-Googler sind. Sie heißt „Cuil„, was man, so die Initiatoren, wie „cool“ aussprechen solle. Aber warum schreibt man sie dann nicht auch so? Oder sucht sich einen passenderen Namen? Und die eigentliche Frage: ist sie wirklich „cool“?

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massenentführung im web 2.0

twitterspam

techcrunch berichtete gestern von einer neuen spam-alternative: erstmals sind nicht mailsysteme betroffen, sondern twitter. so verfolgen bereits 7.000 unschuldige zwangsstalker johng77536, mehr als 9.000 sogar jpmogan.

das web 2.0 verliert seine unschuld.

siehe auch http://www.techcrunch.com/2008/07/27/who-is-johng77536-and-how-did-he-game-twitter/ und http://upload-magazin.de/?p=987.

Vibrio und die französische Krankheit

Von Vibrio bedroht: französische Auster
Von Vibrio bedroht: französische Auster

Wenn mir Michael Kausch andichtet, ich würde mich für den französischen „Playboy“ ausziehen, dann dürfte dahinter ein großangelegtes Ablenkungsmanöver stecken.

Er, Chef der PR-Agentur Vibrio, ist nämlich wahrscheinlich für das massenhafte Sterben unschuldiger französischer Austern in den Bänken des Bassin d’Arcachon verantwortlich! Wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe berichtet gehen Wissenschaftler inzwischen davon aus, dass „die Jungaustern einem dem Herpes verwandten OHS-V1 Virus in Kombination mit dem Bakterium Vibrio splendidus zum Opfer fallen“. Vibrio sei, so das Blatt wörtlich, „eine notorische Gefahr für die Austernbestände“.

Als ob wir es nicht geahnt hätten…

Steve Jobs und das Recht auf Information

Okay, für einen, dessen Verhältnis zu Apple erklärtermaßen zerrüttet ist (siehe meinen Kommentar auf den Czyslansky-Blog von Christoph Witte vom 8. Juli („Springer kauft Apple-Geist„), beschäftigt mich die causa Steve Jobs im Moment vielleicht etwas übermäßig, aber was da gerade abgeht ist einfach zu faszinierend, als dass ich stillhalten könnte.

Vorgestern habe ich („Wie ein Arschloch Apples Börsenkurs runterzieht„) über Steves langes Schweigen zum Thema Krebs und die Folgen für Apples Marktwert gebloggt. Mein Punkt war, dass der Gesundheitszustand eines so exponierten Menschen wie Jobs keineswegs seine Privatsache ist, weil es unmittelbaren Einfluss auf den Aktienkurs des Unternehmens hat. Das glaubt auch der berühmte Wirtschaftskolumnist Joe Nocera, der das Thema heute in der New York Times noch mal aufgreift („Apple’s Cult of Secrecy„). „Jobs hat mehr Wert geschaffen und mehr Innovation angetrieben als irgendein anderer in der Branche“, sagt Nocera. Seiner Meinung nach wäre Apple sogar börsenrechtlich verpflichtet, den Anlegern eine Verschlechterung im Gesundheitszustand des CEOs zu melden, und zwar gleich aus drei Gründen:
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Ist systematische Pressearbeit verwerflich?

Gibt es eigentlich Black Hat Pressearbeit?

Als alter Suchmaschinist habe ich oft, zum Verständnis bei Vorträgen, eine Analogie zwischen Suchmaschinenoptimierung und PR Arbeit  gezogen.

Grundsätzlich: Für mich gibt es zwischen Suchmaschinenoptimierung und PR viele Parallelen. Man definiert welches relevante Suchbegriffe sind (Auswahl der Zielmedien), bereitet gute und strukturierte Inhalte auf (Pressetexte und Hintergrundinformationen). Die Suchmaschinen (Redakteure) beurteilen wie relevant die Inhalte für Nutzer sind und definieren die Position innerhalb der Suchergebnisseiten (Die Top Position bei Google entspricht bei dieser Analogie der Titelseite einer Zielpublikation).

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das blog zur analog- und digitalkultur

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