DHL

Ein reMarkable bei den Feinden der Einrichtung der DHL – eine Abenteuerreise

Ich warte ja nun schon seit langer Zeit auf mein neues reMarkable 2  Tablet. Vor einer Woche erreichte mich endlich eine Mail mit der Information, dass es am 3. November so weit sein soll. Die Lieferung durch DHL wurde angekündigt:

DHL reMarkable

Die Freude war groß. Allein: am 3. November geschah – nichts. Und auch der 4. November ging ins Land und es geschah – nichts. Aber es gibt ja eine Sendungsverfolgung. Und die ergab in den folgenden Tagen abenteuerliche Dinge. Offenbar war mein reMarkable unter Feinde geraten, unter eine ominöse Bande mit Namen „Feinde der Einrichtung“:

Am 1. November wurde mein „Teilchen“ – nennen wir es in der Folge liebevoll so – in die Warteschleife verschickt, wie früher so manche ungeliebte Air-Berlin-Maschine in den Luftraum über Erding:

dhl remarkable 02

Einen Tag später war mein Teilchen dann aber schon in Leipzig beim Zoll.

Am 3. November wurde mein reMarkabel schizophren und erschien beim Zoll in Köln, verließ aber zeitgleich DHL in Hongkong um nochmals in Köln anzukommen. Dort kam es dann auch schon nicht mehr überraschend zu einem „Räumungsereignis“:

dhl remarkable 03

Gleichzeitig verfassten die Kollegen der Zoll-Abteilung des DHL in Leipzig einen Brief an mich, in dem sie mich um Angaben zum Inhalt des Päckchen baten. Dieser Brief kam drei Tage später, also am 6. November – heute – bei mir an, versehen mit dem Hinweis: „Wir weisen Sie darauf hin, dass wir Ihre Sendung anderenfalls an den Absender zurückschicken müssen.“

Erst „Räumung“, dann „Abstand der Verarbeitung komplett in Köln“ – noch vor Karneval

Einstweilen kam es am 4. und am 5. November zu weiteren Räumungsereignissen in Köln und schließlich dortselbst zu einem „Abstand der Verarbeitung komplett in Köln„. 

dhl remarkable 04

Das alles vor dem 11.11.!

Endlich: Versand zu den „Feinden der Einrichtung“

Nun wurde es völlig abenteuerlich: Nach dem „Abstand der Verarbeitung komplett“ wurde mein Teilchen nochmals in Köln verarbeitet ehe es zu den „Feinden der Einrichtung“ verschickt wurde:

dhl die feinde der einrichtung

Die Feinde der Einrichtung in Köln haben mein armes reMarkable dann schnurstracks wieder nach Leipzig geschickt, wo es natürlich – man erinnere sich an den Brief vom 3. November – auch nicht wohlgelitten war. Auch dort geriet es alsbald wieder unter Feinde, dieses Mal aber unter die „Feinde der Einrichtung in Leipzig“:

dhl remarkable 06

Von dort ging es – Ihr ahnt es schon – direkt zu den „Feinden der Einrichtung in München“:

dhl remarkable 07

Und hier sitze ich nun, offenbar ein Opfer der organisierten Kriminalität, von Feinden in Leipzig, Köln und München umstellt, ohne reMarkable, aber mit einem Brief, in dem ich an die Feinde der Einrichtung in Leipzig  einen Paypalauszug mit vertraulichen Informationen schicken soll. Am Ende droht mir sonst ein Räumungsereignis. Ich fühle mich irgendwie einfach ausgeliefert …

Mit freundlichen Grüßen
DHL Express. Excellence. Simply delivered.

Übrigens: Seit 18 Jahren gehört DHL zur Deutschen Post. Man könnte schon annehmen, dass man dort der deutschen Sprache mächtig ist. Irgendwie. Auch übersetzungstechnisch. So under enemies …


Titelbild: Belish at stock.adobe.com


Aktualisierung vom 7.11.2020

Trotz des Schreibens von DHL vom 3.11.2020 wurde das reMarkable nun zugestellt. Ich hab auch gleich ein Unboxing-Video erstellt:

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.