Schlagwort-Archive: zeitung

Google allein macht nicht glücklich…

Meine wertgeschätzten Czyslansky-Kollegen mögen es mir verzeihen, wenn ich an dieser Stelle ein wenig aus den Nähkästchen plaudere. Ein Blog zu betreiben, ist eine Sache. Spannend aber wird es erst dann, wenn man ein wenig über die Reichweiten, die Klickraten und Statistiken nachdenkt. Warum macht man mit einigen Artikeln besonders viele Leser?
Zwei Beiträge waren es, die in den vergangenen Wochen außerordentlich viele Klicks verursacht haben, und das verdient einen genaueren Blick auf das Geschehene:

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Interessantes Projekt einer Zeitungs-Community

huffpost

Huffington Post und Facebook haben gerade die Community „HuffPost SocialNews“ gestartet. Facebook User können die aus ihrer Sicht interessantesten Artikel aus der HuffPost an ihre Freunde weiterleiten und über Facebook kommentieren. Gleichzeitig sehen sie, welche News ihre Freunde derzeit als wichtig erachten und was sie von den News halten.

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Ohne Papier keine Kultur

Papier ist überall. Es nimmt unsere Ideen und Gedanken auf, transportiert und konserviert sie. Wir wickeln darin unsere Frühstücksbrötchen ein und trinken aus ihm unseren Morgenkaffee. Es hängt neben der Toilette und in den größten Museen der Welt, von Künstlern wie Pablo Picasso und George Braque zu Kunstwerke von unschätzbarem Wert verarbeitet. Wir wickeln darin unsere Wertsachen ein, legen sie in Umzugskartons und ziehen damit um. Wir falten daraus kleine Flugzeuge und lassen sie mit unseren Träumen davon fliegen. Wir schleifen Unebenheiten mit ihm glatt und isolieren damit Elektroleitungen. Wir bezahlen damit beim Einkaufen oder blättern gedankenverloren darin  herum, wenn wir beim Friseur oder beim Zahnarzt warten müssen. Manchmal ziehen wir es sogar an und laufen darin herum. Papier ist vielseitig und funktionell, flexibel und verfügbar, billig und benutzerfreundlich, anpassbar und allgegenwärtig, natürlich und authentisch, leicht und kräftig, zuverlässig und zeitlos.

„Ohne Papier gäbe es unsere Kultur nicht“, sagte mir neulich Dr. Dorothea Eimert, Leiterin des Deutschen Papiermuseums in Düren, einer Kleinstadt am Nordrand der Eifel, das jahrhundertelang von Papier gelebt hat und immer noch als Zentrum der deutschen Papierindustrie gilt. Hätte Guttenberg einen anderen, ähnlich variablen und robusten Beschreibstoff für den Buchdruck gefunden? Zwar hat der Mensch in seiner Geschichte Zeichen und Buchstaben in Tontafeln und auf Baumrinde geritzt, die alten Ägypter hatten ganze Bibliotheken auf Papyrusrollen, im Mittealter haben Mönche ihre Illuminationen auf Rinderhäute gepinselt. Aber die Entstehung unserer heutigen allgegenwärtigen Bild- und Schriftsprache verdanken wir mit einiger Sicherheit dem namenlosen Erfinder des Papiers.

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Das Online-Angebot der New York Times soll künftig bezahlt werden

nytimes

Die Krise der Printmedien zwingt die Verlage zum Umdenken: sie wollen ihre Inhalte nicht länger kostenlos ins Internet stellen. Laut Online-Pionier „Observer“ will die New York Times bis Ende Juni entscheiden, in welcher Form künftig pekuniärer Gewinn aus dem Internet gezogen werden soll. Ein Beitrag von Eric Pfanner in der gestrigen Ausgabe zeigt, wo die Reise hingehen soll:

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häppi böhrsdäi, liebe taz

vor 30 jahren kommentierte der sätzer/die sätzerin erstmals die wichtigsten artikel der berliner tageszeitung. ich hab den anfang gar nicht so mitbekommen, war ich doch damals einer der (zu wenigen) abonnenten der gleichzeitig gegründeten alternativzeitung „die neue“. während „die neue“ aber schon nach einem guten jahr in die ewige altpapiertonne wanderte schaffte die taz das überleben.

an dieser stelle „alles gute zum geburtstag!“

ich empfehle eine kleine gedenkminute mit der lektüre der hübschesten titelseiten aus 30 jahre taz einzulegen.

     taz4taz6

(Bilder: taz)

bei der FR gibts mehr davon!

zeitung ohne lobby – zeitung nur noch in der lobby!

mariott

nun geht es den tageszeitungen endgültig an den kragen. die geschäftsführung der mariott hotelgruppe hat bekanntgegeben, dass es ab sofort die automatische belieferung seiner gäste mit tageszeitungen einstellt. „mangels nachfrage“. es habe sich gezeigt, dass das interesse an tageszeitungen unter den hotelgästen um 25 prozent zurückgegangen sei. in den häusern der marke „courtyard“ wird man künftig zeitungen nur noch in der lobby erhalten. in den mariotts muss man seine morgenlektüre künftig aktiv ordern.

jährlich verlieren die verlage allein in den usa nach angaben von digitalmediawire damit vermutlich 18 millionen leser.

ob die gäste künftig als ersatz einen morgendlichen tweet erhalten ist nicht bekannt. dann könnte man auch gleich den föhn im badezimmer einsparen. meint jedenfalls die financial times deutschland in ihrer aktuellen einschätzung von twitter als „Heiße-Luft-Nummer„, die ihren ganzen wert daraus beziehe, dass microsoft nicht akzeptieren werde, dass google twitter einmal übernimmt. oder umgekehrt.