Schlagwort-Archive: Social Media

Ein Häschen im Schloss (eine wahre Facebook-Geschichte)

adare-manor-hotel-golfDiese Geschichte ist so schön, dass ich sie unbedingt weitererzählen muss. Außerdem ist sie ein perfektes Beispiel dafür, wie man als Unternehmen Social Media richtig einsetzen sollte. Niemand will auf Facebook irgendwelche abgestandenen Pressetexte lesen, und auch die x-te Version Ihres Mission Statement interessiert keine Sau.

Was sie wollen sind authentische Geschichten. So wie diese.

Das Adare Manor Hotel ist eines der nobelsten Herbergen Irlands. Es liegt in einem Dorf westlich von Limerick und wurde im frühen 19ten Jahrhundert als Herrschaftssitz des Earl of Dunraven errichtet. Es liegt inmitten eines 3,4 Quadratkilometer großen Parks und Königin Victoria gab sich 1897 hier die Ehre. Das im Tudorstil errichtete Granitgebäude strahlt eine Erhabenheit aus, die auf Normalsterbliche nicht nur ein bisschen einschüchternd wirkt.

Daran änderte sich auch nichts , als der verarmte letzte Earl von Dunraven das Ungetüm 1982 an eine Investorengruppe verkaufte, die daraus eine Nobelherberge machte, komplett mit einem der schönsten Golfplätze der an Golfplätzen weiß Gott nicht armen Insel, wo 2008 und 2009 der Irish Open ausgetragen wurde. Mehrfach als das beste Hotel von Irland ausgezeichnet und mit Zimmerpreisen ab 480 Euro die Nacht, ist das Adare Manor (das übrigens gerade wegen Renovierungsarbeiten bis 2017 zu ist) nichts für Otto-Normalurlauber. Weiterlesen

Datenschutz zum Selbermachen

Wie uncool!

Wie uncool!

Kids gehen völlig sorglos mit ihren Daten um – richtig? Falsch! In Wahrheit sind sie sogar sehr empfindlich. Und strafen diejenigen ab, die wie Facebook oder Twitter mehr oder weniger nach Gutsherrenart mit den persönlichen Informationen ihrer Mitglieder umgehen.

Dass Facebook uncool ist, pfeifen die Spatzen ja schon seit einiger Zeit von den Dächern. Doch nun liegen auch belastbare Zahlen vor. Die Social Media-Studie der Firma Magid, die auf der Befragung von 1934 User im Alter von 13 bis 64 Jahren beruht, hat einen deutlichen Abfall der „klassichen“ Anbieter gezeigt. Dafür sind solche Newcomer wie Snapchat und Instagram die großen Gewinner. Weiterlesen

Das Arbeitspferd des Internets hat ausgedient

Wenn der Windows Server 2003 ein Auto wäre...

Wenn der Windows Server 2003 ein Auto wäre…

Im Juli geht in der IT eine Ära zu Ende. Dann nämlich wird Microsoft die Wartung des Windows Server 2003 einstellen. Das „Arbeitspferd des Internet“, wie ihn ein IT-Journalist einmal nannte, wird aufs Altenteil verabschiedet. Und Hunderttausende von IT-Verantwortliche fragen sich: Was kommt danach?

Die Aufgabe, die vor ihnen steht, hat durchaus historische Dimensionen. Die „größte Migration in der Tech-Geschichte“, nannte es Barbara Walter, Macom-Chefin von Spiceworks gestern in einer Diskussionsrunde, zu der Intel und Microsoft ins Münchner Sofitel eingeladen hatten. Immerhin laufen ja alleine in Europa noch rund vier bis fünf Millionen der alten Dinger noch, allerdings mehr schlecht als recht.

Alte Server sind langsam und verbrauchen viel zu viel Strom. Und sie sind anfällig, was zu der an sich absurden Situation führt, dass die Budgets der IT-Abteilungen hierzulande zu 75 Prozent in Wartung und Unterhaltung bestehender Systeme fließt und nur zu 25 Prozent in die Innovation. Das behauptet jedenfalls Thomas Kellerer, der bei Intel Deutschland für die Cloud Service Provider zuständig ist. Die Folge: Dringend benötigte Business-Anwendungen wie Social Media, Mobile und Collaboration bleiben liegen oder werden ausgebremst, weil die Server schlicht und einfach dafür nicht gebaut worden sind. Weiterlesen

Hau den Recep

Ja wo isser denn, der böse Facebooker?

Ja wo isser denn, der böse Facebooker?

Recep Tayyip Erdogan, der türkische Ministerpräsident, hasst das Internet. Vor allem Facebook und YouTube sind ihm ein Dorn im Auge, seitdem dort ständig Mitschnitte seiner peinlichen Telefongespräche auftauchen und sich seine Gegner per Social Web zu Flashmobs gegen seinen zunehmend diktatorischen Regierungsstil formieren.

Er ist da natürlich in bester Gesellschaft. Vladimir Putin ist auch kein großer Fan, die gesamte chinesische Führungselite erst recht nicht, von den Ayatollahs und Militärdiktatoren in stockkonservativen islamischen Ländern von Iran bis Ägypten mal ganz abgesehen.

Erdogan & Co. würden am liebsten das ganze Social Web abschalten, was „Imam Beckenbauer“ (ein Spitzname, den ihn seine Liebe zum Fußballspiel einbrachte) seinen Anhängern neuerdings im Lokalwahlkampf verspricht, weil sie „Spionage und Sittenverfall“ erzeugen. Worüber er nicht spricht ist, wie er das denn bewerkstelligen will. Weiterlesen

So nutzen Journalisten soziale Medien – Ergebnisse einer aktuellen vibrio Umfrage

Im Juli 2012 haben wir bei vibrio Journalisten und andere Zielgruppen zu ihrem Nutzungsverhalten in Bezug auf soziale Medien befragt. Insgesamt haben 447 Personen an der Befragung teilgenommen, darunter 147 Journalisten, vorzugsweise Redakteure von technischen und Wirtschaftsmagazinen.

Die Umfrage erhebt nicht den Anspruch auf Repräsentativität. Und doch sind einige Ergebnisse sicherlich valide auf deutsche Wirtschafts- und Technik-Journalisten übertragbar.

Interessant ist zum Beispiel, dass Journalisten das größte Wachstumpotential derzeit für Google+ und YouTube sehen:

Auffällig ist auch das relativ große Potential, das Journalisten Pinterest zuschreiben. Gleichzeitig polarisiert Pinterest: während 14 Prozent hier Wachstumspotentiale vermuten, erwarten immerhin 36 Prozent einen Bedeutungsverlust.

Einige andere ausgewählte Ergebnisse:

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Schufa Dieba Du – Nicht die Nutzung meiner Facebook-Daten ist ein Problem, sondern die mangelhafte Transparenz im Kreditgewerbe

Ich verstehe das allgemeine Protestgeheule – zuletzt auch noch des BITKOM – um das Social-Media-Monitoring-Projekt der SCHUFA nicht: es ist die Aufgabe der SCHUFA die Kredibilität von Unternehmen und Personen zu analysieren. Und natürlich nutzt man hierfür so viele öffentlich zugängliche Informationen über das jeweilige Unternehmen oder die Person, wie eben möglich. Es ist kein Skandal, dass die SCHUFA derzeit in einem Forschungsprojekt überprüft, welche Informationen aus sozialen Netzen sich für eine Analyse der Kreditwürdigkeit von Bürgern und Unternehmen eignen.

Niemand sollte sich vormachen, dass sich die Nutzung unserer öffentlichen Daten in Facebook & Co durch eine „Selbstbeschränkung“ von Auskunfteien, Personalberatern oder werbetreibenden Unternehmen begrenzen ließe.

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Social Flying – und auf einmal sitzt du neben dir!

Wer sagt, man kann sich seine Nachbarn nicht aussuchen?

Fliegen ist schöner, aber nicht, wenn man wie ich neulich neben einer Quasselstrippe landet, die mir von Newark bis München sämtliche Einzelheiten ihres ziemlich kaputten Familienlebens einschließlich gewisser sexueller Neurosen ihres frisch in die Wüste entsandten langjährigen Lebensabschnittsbegleiters erzählen musste. Ich habe schließlich zur letzten letzten Waffe gegriffen, die einem im Gadget-Zeitalter verbleibt, um sich etwas Rückzugsraum zu verschaffen: Ich habe mir die Kopfhörer aufgesetzt und hatte endlich meine Ruhe!

In Zukunft werde ich mir überlegen, ob ich nicht von Lufthansa auf KLM umsteige. Die Käsköppe haben nämlich den endgültigen Social Media App erfunden: „Meet & Seat“ erlaubt es mir, mich vorab per Facebook oder LinkedIn darüber zu informieren, wer bei meinem nächsten Flug alles mit an Bord ist und bei gegenseitigem Gefallen eine Art Platz-Partnerschaft zu beschließen. Umgekehrt kann ich vermutlich auch festlegen, neben wem ich auf gar keinen Fall sitzen möchte! Weiterlesen

Pinkeln und Posten: Social Media für Doofe

Ich muss mal!

Ich hätte heute Morgen fast in die Hose gemacht vor Lachen als ich auf Facebook über das Bild stolperte, das Andreas Maurer, der Pressesprecher von 1&1, dort gepostet hat, offenbar aufgenommen auf einem der unzähligen Social Media-Konferenzen, die heutzutage weltweit laufen und auf denen mehr oder weniger ahnungslose Manager nach einer Erklärung grapschen dafür, dass sie sich jetzt neben ihrer eigentlichen Tagesarbeit auch noch die Nächte mit Twitter, Facebook & Co. herumschlagen müssen.

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Das Internet macht die Welt zum Dorf: Facebook ist sein Bäcker, Twitter sein Friseur. Oder: Ignoranz schützt nicht vor Shitstorms

shitstorm

Man kann nicht “nicht kommunizieren” und was Paul Watzlawick schon 1969 so griffig postuliert hat, gilt selbstverständlich auch für die sozialen Medien: Man kann sich da nicht heraushalten.

“Ich geh erst gar nicht in diese sozialen Medien, dann kann mir auch nix passieren!” Dies musste ich mir vor einigen Tagen mal wieder von einem Inhaber und Geschäftsführer eines mittelständischen B2B-Betriebs anhören. Ihm seien die Fahrwasser der sozialen Medien viel zu gefährlich, als dass er seiner “Marketing-Dame” ihren Spleen in Bezug auf eine eigene Facebook Page und einen Corporate Twitter Account durchgehen lassen würde.

Der Mann hat das Zeug zum Präsidenten.

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