Geschrieben von Tim Cole am 06 Aug 2010

Ein Recht auf Vergessen

Das war wohl keine gute Idee…

Das Internet vergisst bekanntlich nichts. Offenbar vergibt es auch nichts, wie das Beispiel von Stacy Snyder zeigt. Die 25jährige wollte Lehrerin werden und studierte deshalb an der Millersville University School of Education in Pennsylvania, allem Anschein nach mit großem Erfolg. Bis zu dem Tag, an dem sie sich auf einer Party fotografieren ließ mit einem Plastikbecher in der Hand und einem Piratenhut auf dem Kopf.

Das Foto stellte sie auf ihre Profilseite bei MySpace, und dort entdeckte es ein Professor, der das Bild überhaupt nicht lustig fand. Wenige Tage vor der Abschlussfeier wurde der jungen Dame das Lehrerdiplom verweigert. Ihr Verhalten sei „unprofessionell“ gewesen, weil sie damit Schüler indirekt zum Alkoholkonsum ermuntert habe. Stacy ging vor Gericht, weil sie im Vorgehen der Schule einen Verstoß gegen ihre im ersten Verfassungszusatz der Vereinigten Staaten garantierte Meinungsfreiheit eingeschränkt sah.  Ein Bundesrichter wies ihre Klage aber ab.

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Geschrieben von Michael Kausch am 04 Aug 2010

Facebook – die Alten kommen!

Dass die Facebook-Nutzer-Zahlen in Deutschland weiter wachsen wie verrückt, braucht einen ja wirklich nicht zu überraschen. Dass aber das stärkste Wachstum in der angestammten ZDF-Klientel in der Altergruppe 54+ erfolgt, erstaunt dann doch.

Dies legen jedenfalls die aktuellen User-Marktdaten von Facebook Marketing nahe:

facebook user deutschland august 2010

Zahlen: http://facebookmarketing.de

Facebook: die Alten kommen. Mein lieber Tim: auch Du kannst noch viele Freunde haben ;-)

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Geschrieben von Michael Kausch am 06 Jul 2010

Zur Zukunft von Facebook, LinkedIn, Xing, Second Life, StudiVZ und all den anderen – mein Beitrag für die WELT KOMPAKT vom 1. Juli 2010 im Rohmansukript

weltkompakt scroll edition

Am 1. Juli 2010 erschien die WELT KOMPAKT, die “kleine Schwester” der großen deutschen Tageszeitung Die Welt, als “Scroll Edition”, gemacht nicht von den Redakteuren der Zeitung, sondern von etwa 20 deutschen Blogger/inn/n, unter ihnen gleich fünf Czyslanskys. Zur Rezeptionsgeschichte der Scroll Edition siehe den Beitrag hier auf Czyslansky und in der w&v. Im Folgenden dokumentiere ich meinen Beitrag zur Zukunft der sozialen Netze in Form des Rohmanuskripts:

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Geschrieben von Michael Kausch am 20 Apr 2010

Facebook geht Google mit "Like" an die Wäsche

facebook

Techcrunch berichtet, dass Facebook seine “Fan-Seiten” einstellt und in die neue “Like”-Strategie einbringt: aus allen Fan-Seiten werden normale Seiten mit einem “Like”-Button. Solche Like-Buttons soll es künftig nicht nur bei Facebook, sondern auch auf anderen Web-Seiten geben. Auf Facebook selbst wurden gerade “Community-Pages” (“Like”-Themenseiten) eingerichtet. Diese können von allen Usern abonniert werden, die sich für die jeweiligen Themen interessieren. Auf den Community Pages soll alles Wissen rund um das jeweilige Thema (z.B. Kochen, Golf usw.) versammelt werden – ein Generlangriff auf Wikipedia? Nicht nur…

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Geschrieben von Tim Cole am 31 Mrz 2010

Generation Jetzt!

So schnell kann’s gehen. Ein amerikanischer Blogger, der über eine Firma schrieb, deren Produkt wegen mangelnder Qualität ins Gerede gekommen war, schloss den Beitrag mit dem Satz: „Die haben wohl einen Toyota gebaut.“

Au, das tut weh! Normalerweise freut sich ein Unternehmen ja, wenn sich sein Markennamen verselbständigt und zum Inbegriff wird, so wie „Tempo“ für Taschentücher oder „Cola“ für koffeinhaltige Erfrischungsgetränke. Aber für den japanischen Automobilhersteller ist es der Super-GAU: Sein Markenname ist auf einmal ein Synonym für Schrott. Und das mehr oder weniger über Nacht. 30 Jahre mühevoller Aufbauarbeit – von einem Tag war alles für die Katz!

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Geschrieben von Michael Kausch am 21 Aug 2009

Virtuelle Alkies und Orthografie-Junkies im Bann der Personalmanager: Reputation Management gewinnt an Bedeutung

twitter

Wer in Twitter erklärt, dass er dabei niemals inhaliert hat und im Xing-Profil die Interpunktion nicht beherrscht, dem wird künftig nur noch der Weg in die Selbstständigkeit bleiben!

Die New York Times berichtet heute, dass 45 Prozent aller Personalverantwortlichen vor einem Einstellungsgespräch die Rolle von Kandidaten in sozialen Netzwerken analysieren. Damit werden Facebook, Xing, Linked In und MySpace zu wichtigen Reputationsfeldern für Berufseinsteiger und Jobwechsler.

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Geschrieben von Michael Kausch am 18 Aug 2009

Interessantes Projekt einer Zeitungs-Community

huffpost

Huffington Post und Facebook haben gerade die Community “HuffPost SocialNews” gestartet. Facebook User können die aus ihrer Sicht interessantesten Artikel aus der HuffPost an ihre Freunde weiterleiten und über Facebook kommentieren. Gleichzeitig sehen sie, welche News ihre Freunde derzeit als wichtig erachten und was sie von den News halten.

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Geschrieben von Tim Cole am 17 Jan 2009

Willkommen Dr. Meg, oder: Brauchen Kids eine Web-Aufsicht?

Im Social Web gibt es bekanntlich kaum noch echte Tabus. Da fallen bei Facebook oder MySpace auch die letzten Hüllen, brüsten sich Jugendliche ihrer letzten Saufgelagen oder outen sich schon fast nebenbei als Schwul, Bi, Hetero oder Autoerotiker. Das ist alles ganz lustig und beweist angeblich, dass es im Internet-Zeitalter aufgeklärter und neurosenfreier zugeht als früher. Oder auch nicht, aber das wäre vielleicht Thema eines anderen Blogbeitrags.

Hier geht es um die vielleicht etwas moralinsaure Frage: Dürfen Eltern und andere Aufsichtspersonen wie Lehrer oder Erzieher eigentlich die Profile ihrer minderjährigen Schutzbefohlenen in den verschiedenen sozialen Netzwerken überwachen und notfalls korrigierend eingereifen? Müssen sie das nicht vielleicht sogar tun, wenn sie sich nicht dem Vorwurf der Verletzung der Aufsichtspflicht aussetzen wollen?

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Geschrieben von Tim Cole am 17 Dez 2008

Digitale Gefangene

Eigentlich sollte das Internet befreiend wirken. Als ich vor einigen Jahren mein erstes Buch über dieses Thema schrieb, “Erfolgsfaktor Internet”, habe ich das Internet mit den Volksempfängern im Dritten Reich verglichen, mit denen die Menschen in Deutschland heimlich BBC-Nachrichten gehört haben -  ein Fenster alternativer Informationen. Weil die Machtbasis totalitärer Regime in der Vergangenheit nur durch Gleichschaltung aller Medien und die möglichst lückenlose Überwachung ihrer Bürger zu erreichen war (siehe Orwells “Gedankenpolizei”), müsse die grenzenlose Freiheit der Online-Kommunikation zwangsläufig zu einem Abbau totalitärer Strukturen in Ländern wie China, Saudi-Arabien, Iran oder Irak (wo damals noch Saddam Hussein herrschte) führen.

Nun, gerade China hat gezeigt, dass es auch anders geht. Und nicht nur ich frage mich warum. Evgeny Morozov vom Open Society Institute in New York hat neulich in einem Meinungsbeitrag für die International Herald Tribune eine mögliche Antwort geliefert.

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Geschrieben von Tim Cole am 31 Okt 2008

Zuhören will gelernt sein

Eines der neuen Gesetze der Sozialökonomie lautet: Erfolgreich ist nur derjenige, der seinen Kunden kennt. Wissen um den Kunden ist die neue Währung im Online-Zeitalter. Dieses Wissen lässt sich am besten durch intelligentes Zuhören sammeln. Weshalb das noch recht junge Feld des Dialog-Marketings schon seit geraumer Zeit als ein entscheidendes Wachstumsfeld erkannt worden ist. Jedenfalls von einigen.

Doch selbst wenn altgedienten Marketingprofis Worte wie „Web 2.0“ oder „Mitmach-Internet“ ganz schön flott über die Lippen kommen, sieht die Praxis leider noch ganz anders aus. Der Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat in seinem letztes Halbjahresreport festgestellt, dass die klassischen „Push“-Formen der Online-Werbung wie Banner und andere grafische Werbeelemente mit mehr als 1,8 Milliarden Euro der Löwenanteil der Werbeinvestitionen ausmacht – wie in den Vorjahren. Suchmaschinenoptimierung liegt an zweiter Stelle. Von Dingen wie Dialogmarketing oder Interaktion ist aber in den Bericht noch keine Rede.
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