Archiv der Kategorie 'WebCommunities'

Geschrieben von Tim Cole am 22 Nov 2009

Twitter macht blind

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Na, siehst noch was, du alter Säufer?

Es wurde ja auch mal Zeit. Endlich haben sich, wie der Nachrichtendienst pressetext.de vermeldet, Mediziner mit dem Phänomen SMS befasst, vor allem unter Jugendlichen. Und wir können deshalb auf der Grundlage gesicherter Erkenntnisse behaupten, dass SMSen schlecht ist für die Gesundheit. Die Kids kriegen Hals- und Schulterschmerzen, was Rachel Gold, Leiterin des Labors für Ergonomie und Arbeitsphysiologie an der Temple University in Philadelphia auf die schlechte Körperhaltung beim Verfassen von Texten am Handy zurückführt.

Zwar beschränkt sich die Studie ausdrücklich auf das Phänomen des “texting”, wie die elektronischen Kurznachrichten auf Englisch heißen, aber es ist davon auszugehen, dass die Forschungsergebnisse sinngemäß auch für Twitter-Nachrichten gelten, womit der Beweis erbracht ist: Twittern macht krank!

Ich musste beim Lesen dieser Nachricht unwillkürlich an meine Mutter denken, Gott hab sie selig, die mir im Pickelalter die  ersten zaghaften Experimente mit der Autoerotik mit der ernsthaften Warnung auszutreiben versuchte, Onanieren mache blind. Ich habe das auch geglaubt, was mich zwar nicht davon abhielt, es stundenlang unter der Bettdecke zu treiben, aber wenigstens hatte ich dabei ein schlechtes Gewissen. Ich nehme an, das war es, was Frau Mama wollte, aber da ich werde wohl meinen Therapeuten nochmal fragen müssen.

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Geschrieben von Michael Kausch am 20 Nov 2009

"What’s Happening?" zwitschert es nun aus dem Wald

twitterneu

Bislang lautete die Startfrage bei Twitter stets “What are you doing?”. Und das passte – leider – auch: der Dienst wurde vielfach so benutzt, dass man der Welt mitteilte was man eben gerade machte: Rotwein trinken, Meeting verschnarchen, nach Augsburg fahren (warum auch immer …).

Ab sofort steht da nun aber “What’s happening?” (siehe Bild). Das ist neu. Die Macher erklären den Paradigmenwechsel stimmig:

Twitter was originally conceived as a mobile status update service—an easy way to keep in touch with people in your life by sending and receiving short, frequent answers to one question, “What are you doing?” … People, organizations, and businesses quickly began leveraging the open nature of the network to share anything they wanted, completely ignoring the original question, seemingly on a quest to both ask and answer a different, more immediate question, “What’s happening?” A simple text input field limited to 140 characters of text was all it took for creativity and ingenuity to thrive.

 

Gut so! Das Gezwitscher, das ich höre, besteht vor allem aus Tipps und Hinweisen. Und die Absender, denen ich folge, das sind immer öfter Unternehmen und News-Dienste. Und es interessiert mich nicht, was heiseonline und newsaktuell gerade tun (die Frage ist wirklich blöde), sondern was diese und Menschen wie Oliver Gassner und Thomas Knüwer gerade für wichtig nehmen. “What’s happening?” ist das, was die Welt und mich bewegt. Und das twitter ich auch. Ab und zu.

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Geschrieben von Tim Cole am 20 Nov 2009

Vernetzen – aber richtig!

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Ich bin hier wohl im falschen Club!

Vom Filmkomiker Groucho Marx ist der schöne Spruch überliefert: „Ich möchte keinem einem Club angehören, das Leute wie mich als Mitglieder aufnimmt.“  Damit begründete er seinen Austritt aus dem legendären „Friar’s Club of Beverly Hills“ – wo er allerdings in durchaus guter Gesellschaft war: Frank Sinatra, Dean Martin, Jerry Lewis, Sammy Davis, Jr. und Bing Crosby verkehrten dort. „Jeder, der wer ist in Hollywood, geht zu Friar’s“, soll Sam Goldwyn einmal gesagt haben.

Aber vielleicht war es Marx dort einfach zu überlaufen. Exklusivität zeichnet die besten Clubs aus – im Gegensatz zu Facebook, Xing oder LinkedIn, wo jeder Dahergelaufene inzwischen Mitglied sein darf. Vom US-Senat sagt man gerne, er sei mit 100 Mitgliedern der exklusivste Verein der Welt.  Noch feiner ist der Kreis jener 40 „Unsterblichen“, die der 1635 von Kardinal Richelieu gegründeten „Académie française“ in Paris auf Lebzeiten angehören dürfen.

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Geschrieben von Tim Cole am 13 Nov 2009

Amor und das Internet

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Liebe ist machbar, Frau Nachbar, und zwar mehr denn je seit es das Internet gibt. Vielleicht sogar erst seit es das Internet gibt. Denn vorher war die notwendige Voraussetzung für Liebe machen, nämlich die Partnersuche, komplett dem Zufall überlassen. Und selbst wenn man die Passende gefunden hatte, gab es ja noch das eigentliche Hauptproblem, nämlich die Frage: Wie kriege ich sie rum? Dazu hätte man die Dame ja erst einmal ansprechen müssen, aber es ist nun mal nicht jedem die Gabe der flüssigen Rede unter Einsatzbedingungen gegeben. Und so saß man halt weiterhin alleine vor seinem Bier und dachte an Karl Valentin und seinen Spruch: „Möchten hätten wir schon gewollt, nur dürfen haben wir uns nett getraut…“

Und heute? Flink die Computermaus gezückt und dann ran an die Mäuschen! Das Online-Geschäft mit der Liebe boomt. Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise machen Singlebörsen, Partnervermittlungen, Dating-Portale und Seitensprung-Dienste mehr Umsatz als je zuvor. Henning Wiechers, der als profunder Kenner der Branche gilt, schätzt, dass die Deutschen letztes Jahr mehr als 160 Millionen Euro ausgegeben haben, 20 Millionen mehr als im Vorjahr. Mehr als 2.000 einschlägige Angebote listet seine Website „singleboersen-vergleich.de “ auf, wobei die größten wie Neu.de , Parship oder Friendscout24 (Motto: “Wir verlieben dich!”) längst Millionen von Menschen bei der Suche nach Zuneigung, Zärtlichkeit, Geborgenheit oder von mir aus auch nur wildem Sex behilflich sind. Und sie sind sehr, sehr erfolgreich – wirtschaftlich, jedenfalls. Was die Jungs von den so genannten Social Networks wie Facebook, Twitter oder YouTube erst mal nachmachen müssen.

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Geschrieben von Michael Kausch am 05 Nov 2009

Twitalysierung im Selbstversuch

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Basicthinking hat mich heute auf die Spur von Twitalyzer gebracht, einem Twitter-Tool, mit dem man seine “Wirksamkeit” als Twitterer messen kann. Na ja, das mit dem Messen ist wie immer so eine Sache: die Messkriterien sind ein wenig “strange” und entsprechen wohl nicht immer dem, was man so als eigene Zielsetzung seinem Gezwitscher zugrunde legt. Aber hilfreich mag das Tool zumindest für die Sensibilisierung für die unterschiedlichen Wirksamkeitskriterien sein. Ich rate schon mal dazu, sich zu twitalysieren:

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Geschrieben von Michael Kausch am 02 Nov 2009

Der Trend geht zum One-Night-Tweet

twitterzensus

Die webevangelisten meinen im neuen “Twitterzensus”: “Das monatliche Wachstum (des Twitter-Dienstes in Deutschland] kommt … zum Erliegen. Im Juni lag das Wachstum noch bei 34%, im August bei 22% und im September bei 7%.”

Nach Zählungen und Hochrechnungen der webevangelisten wurden im Oktober etwa eine viertel Million deutschsprachiger Accounts bei twitter.com genutzt. Rund 77 Prozent dieser Accounts waren nicht nur als Verfolger tätig, sondern haben zumindest einmal im Oktober Tweets abgesetzt. Jeder dritte aktive Account ist dabei jünger als drei Monate. Zur Zeit kommen monatlich in etwa so viele aktive Accounts hinzu, wie auf der anderen Seite inaktiv wegsterben.

Es scheint, dass twitter einerseits noch immer ganz erfolgreich ist, dass der Run nun langsam verebbt, und dass das ganze Ding noch nicht wirklich “reif” ist:

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Geschrieben von Michael Kausch am 26 Okt 2009

Twittern beim Autofahren! Jetzt kann man sogar mündlich zwitschern!

ssms

Eben habe ich zum ersten Mal einen Tweet per Spracheingabe verfasst. Man zwitschert einfach ins Telefon und der Dienstleister www.ssms.com verwandelt die Spracheingabe in einen geschriebenen Tweet, den er auch gleich absetzt.

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Geschrieben von Michael Kausch am 18 Okt 2009

Jesse James Garrett kommt nach München – einer der wichtigsten Computer-Entrepreneurs seit Czyslansky

garrett

Ich freu mich riesig: am Mittwoch, den 21. Oktober 2009 darf ich um 11:30 Uhr Jesse James Garret in der Bloggerlounge der discuss & discover begrüßen. JJG ist nicht nur “Erfinder” von Ajax (“Asynchronous JavaScript and XML”, das hat weder mit Amsterdam, noch mit meiner vergammelten Küche zu tun), sondern vor allem einer der wichtigsten Epigonen der aktuellen Debatte um “User Experients”. Sprachverschlucker, die wie Vereinsfreund Tim aus Amerika kommen, sprechen von “UX”. Um was es dabei geht? Es geht darum, dass man nicht nur erforschen sollte, was ein Anwender wie mit einer Software anfängt – das machen Usability-Forscher -, sondern, ob der Anwender das auch will!

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Geschrieben von Tim Cole am 21 Sep 2009

Twitter-Marathon: Ein Feldversuch

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Twittern bis zum Umfallen: Der “Marathon-Twitterer” ist am Ziel! (Foto: Gabi Cole)

Über den Langstreckenlauf ist schon viel geschrieben worden, allerdings meistens erst nach dem Laufen. Beispiele für eine zeitgleiche schriftliche Aufarbeitung der Eindrücke und Empfindungen beim Absolvieren längerer Laufstrecken sind eher selten, und zwar aus naheliegenden praktischen Gründen. Das Hantieren mit Stift und Notizblock setzt in der Regel stationäre Bedingungen voraus, weil man das Gekraxel hinterher sonst nicht mehr entziffern kann. Die gängige Kompromisslösung besteht im Mitführen eines Tonbandgeräts, mit dessen Hilfe man seine ins Mikrofon gekeuchte Kommentare anschließend auf Papier oder in den Computer übertragen kann.

Wir leben aber in einem neuen, dem Twitter-Zeitalter, und da sind neue Kommunikations- und Ausdrucksformen gefragt. Weshalb sich der Autor dieser Zeilen am gestrigen Sonntag zu einem ungewöhnlichen Selbstversuch entschloss, der sich am besten mit dem Begriff: „Twitter-Marathon“ umschreiben lässt. Nein, es ging nicht darum, einen Rekord im Absetzen möglichst vieler 140 Zeichen-Nachrichten innerhalb einer bestimmten Zeit aufzusetzen. Die Absicht war vielmehr, eine Art „Live Tweet-Feed“ von der 36ten Ausgabe des legendären Berlin-Marathons abzusetzen, ein neues Feld für die digitale Spontankommunikation zu eröffnen und damit meinen „Followers“ sozusagen die Gelegenheit zu einer digitalen Verfolgungsjagd zu geben.

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Autor Tim Cole Dieser Artikel wurde von Tim Cole geschrieben.
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Geschrieben von Michael Kausch am 21 Aug 2009

Virtuelle Alkies und Orthografie-Junkies im Bann der Personalmanager: Reputation Management gewinnt an Bedeutung

twitter

Wer in Twitter erklärt, dass er dabei niemals inhaliert hat und im Xing-Profil die Interpunktion nicht beherrscht, dem wird künftig nur noch der Weg in die Selbstständigkeit bleiben!

Die New York Times berichtet heute, dass 45 Prozent aller Personalverantwortlichen vor einem Einstellungsgespräch die Rolle von Kandidaten in sozialen Netzwerken analysieren. Damit werden Facebook, Xing, Linked In und MySpace zu wichtigen Reputationsfeldern für Berufseinsteiger und Jobwechsler.

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