Schlagwort-Archive: iPod

Je suis Sisyphe

800px-Punishment_sisyphJahre meines Lebens verschwende ich mit sinnlosem Tun. Und ich habe keinen einzigen Moment dabei ein schlechtes Gewissen oder ein schlechtes Gefühl. Denn ich habe mich freiwillig entschieden, das zu tun. Aber manch verschwendete Minute macht mich doch wütend – vor allem, wenn das Schicksal oder der Wille der Götter mich zu sinnlosem Tun verurteilt. Oft ist dabei mein Tun nicht ganz sinnlos, denn es führt immer zu dem gewünschten Ergebnis. Nur ist das Resultat eben nicht von Dauer. Will sagen: Es ist wie bei Sisyphos (hier im Bild zu sehen auf einem Gemälde Tizians). Am nächsten Tag geht der Scheiß von vorne los.
Wer Albert Camus‘ Essay Le mythe de Sisyphe gelesen hat, weiß, dass die ganze Anstrengung des Sisyphos im Grunde vergebens ist… und sinnlos. Und darin begründet sich die Absurdität des Ganzen. Man will seinem Tun einen Sinn geben, in der Welt einen Sinn suchen, obwohl sie doch gar keinen hat. Weiterlesen

Alles auf Anfang…

Manchmal ist es wie bei Schlangen – zurück bleibt nichts als eine leere Hülle.

Das Produkt war genial – ein tragbares Musikabspielgerät, digitalisierte Songs, ein Display, eine sehr einfache Bedienung und das Ganze ultradünn und kaum größer als eine Kreditkarte: Der iPod-Nano der ersten Generation. Ein perfektes Männerspielzeug, elegant und funktional zugleich. Weiterentwickelt aus den ersten iPods und 2005 erstmals vorgestellt. Das perfekte Geburtstaggeschenk für so Typen wie mich – und ich war nicht wenig stolz, einen der ersten iPod Nano zu besitzen – selbstverständlich mit meinem Namen eingraviert.
Als stolzer Besitzer und noch wenig vertraut mit iTunes erwies sich allerdings die Synchronisation mit der Mediathek am Computer nach einigen Monaten Betriebszeit als ein großer Anfängerfehler: Als ich dem Gerät auf seine Bitte hin das erste (und damit auch letzte) Mal erlaubte, sich zu synchronisieren, war alles wieder auf Anfang. Denn ich hatte längst alte Songs aus der Mediathek gelöscht, meine Töchter hatten längst ihre CDs in die dem Familienrechner in iTunes eingespielt. Dass der Nano von verschiedenen Rechnern und damit verschiedenen Mediatheken befüllt worden war, kam erschwerend hinzu. Fehler, die man nur einmal macht. Ist lange her. Aber…

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vibrio ruft Weihnachtsgeschenke zurück und warnt nachdrücklich vor einer Verwechslung von Eierbechern mit Apple’s iPod

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Ein eiPOTT der Firma koziol (Bild koziol)

Letztes Jahr verschenkten wir bei der Agentur vibrio zu Weihnachten einige wunderbare kleine Eierbecher mit dem noch viel wunderbareren Namen eiPOTT – natürlich in klassischem Apple-Weiß und mit angedeutetem Screen als Ablage für die Eierschalen (siehe Bild). Der Hersteller dieser kleinen Pretiosen, die Firma koziol, wurde nun von Apple verklagt, da man ihre Eierbecher leicht mit den Apfel-eigenen iPods verwechseln könne. In Sachen Markenschutz ist man bei Apple ja seit dem Streit mit dem alten Beatles-Label Apple Records recht aufmerksam. Und tatsächlich hat ein Gericht nun koziol dazu verurteilt, den Namen der kleinen eiPötte zu ändern, weshalb vibrio seine Weihnachtsgeschenke hiermit zurückruft und dringend vor einer falschen Nutzung der Eierbecher warnt:

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Die Evolution des Handy-Daumens

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Schnell: Mit welchem Finger drücken Sie die Haustürklingel? Mit dem Zeigefinger? Dann sind Sie über 30. Junge Menschen benützen den Daumen, weil sie mit Handy und PDA aufgewachsen sind. Das behauptet jedenfalls Alice Rawsthorn in einem Beitrag für in Paris erscheinende die International Herald Tribune. Dank der ständigen Verwendung bei der Texteingabe sei der Daumen junger Menschen heute stärker, beweglicher und ausdauernder als früher, was sie als Beweis für die These zitiert, dass sich der Mensch unter dem Einfluss seiner Technologie evolutorisch weiterentwickelt. Das gelte nicht nur für die physikalischen, sondern auch für die mentalen Eigenschaften junger Menschen, die angeblich inzwischen die Fähigkeit des Multitasking erlernt haben: Sie können gleichzeitig ein Gesrpäch führen und eine Textnachricht tippen, während sie sich gleichzeitig aus den Ohrknöpfen ihrer iPods die neuesten Musikstück ins Hirn pusten.

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