Schlagwort-Archive: Google

der google-hupf des augenblicks

augen

holger schmidt berichtet in der aktuellen ausgabe seines f.a.z.-blogs als netzökonom (immer lesenswert!) über eine aktuelle rezeptionsstudie von google. dabei hat google die augenbewegungen von google-usern analysiert. viel überraschendes ist nicht dabei herausgekommen: das hauptaugenmerk der user fällt auf die oberen drei fundstellen. die anzeigen fallen kaum auf, was aber regelmäßige GoogleAds-kunden auch schon wissen. bei meiner eigenen anzeige haben bislang über 8 millionen impressions zu gerade einmal 300 klicks geführt. und 2/3 dieser klicks kommen aus content-bezogener werbung, nicht aus google selbst.

googlead 

der augenblick hüpft erst nach durchschnittlich 10 sekunden auf die rechte anzeigenspalte und erst nach 15 sekunden auch auf die unteren fundstellen.

interessant vielleicht: wer "sich informieren möchte, schaut bevorzugt auf die oberen suchtreffer. wer eine transaktion ausführen möchte, lässt den Blick stärker auf die unteren suchtreffer und die rechte anzeigenspalte schweifen." wers genauer wissen möchte, der gucke hier.

mozart googlen

mozartkugel

gemeinsam komponieren im internet: das konzerthaus dortmund – im unterirdischen kennt man sich dort ja aus – bietet mit seinem web-angebot die nievollendete jetzt diese möglichkeit. der online-komponist wählt dabei zeitmaß, melodie und musikalische struktur aus fünf vorgaben aus und erhält im anschluss eine reihe von musikschnipseln, die er flexibel zusammenkleben darf.

ich habs natürlich gleich ausprobiert:

der nachwuchsmozart darf sich entscheiden zwischen allegro, andante, barock, grave und fuge. als arroganter tastenklopfer hab ich mich natürlich gleich in der königsdisziplin der fuge versucht. meine letzte fuge – eher ein fügchen – datiert übrigens auf das jahr 1973 und war ein werk für eine kofferorgel und zwei schnelle finger.  bei meinem aktuellen opus "czyslansky seine fuge" handelt es sich um ein gewagtes werk, das die grenzen des barock aber auch so was von auslotet. der geneigte leser mag zum hörer werden und durch einen klick sich dem monstrum aussetzen. viel spaß!

ps: man sollte sich von der langsamen website nicht irritieren lassen. bis man im odeon seinen platz findet dauerts ja auch ein weilchen. eine chance zur kontemplation, ehe sich die gestärkte seele den gezeiten des musikalischen genius ausliefert.

Nicht über, in der Wolke herrscht IT-Freiheit

Den Auguren zufolge werden die Ausgaben für CRM on Demand in den nächsten Jahren zweistellig wachsen. Doch nicht nur in bestimmten Anwendungsbereichen, ganz allgemein sagt die Analystengilde Software as a Service oder Computing as a Service eine große Zukunft voraus. In diesen Dunstkreis und zu den großen Hoffnungsträgern der IT-Branche gehört auch das Thema Cloud Computing. Noch harrt es zwar einer genauen Definition – handelt es sich bei CC lediglich um so triviales Zeug wie eine weltweit vernetzte Infrastruktur aus Rechenpower und Speicherkapazität, die der Nutzer flexibel je nach Bedarf anmieten kann? Oder beinhaltet die Cloud, ihrem nebelhaften Ursprung folgend, mehr, nämlich nicht nur Infrastruktur, sondern auch Applikationen und Services, die aus dieser Wolke, wenn schon nicht adhoc, so doch zumindest sehr flexibel zur Verfügung gestellt werden können?
Höchstwahrscheinlich wird CC stellvertretend für den Trend zum IT-Service stehen: weg vom Besitz von Rechnern, Software und Netzen und hin zur bedarfsgerechten Miete. Weiterlesen

Zu viel Meinungsfreiheit?

Im Internet kann jeder seine Meinung sagen. Manche sollten es besser sein lassen.

Mein Schlüsselerlebnis fand jetzt in Agra statt, der Stadt des an ästhetischem Anmut nicht zu überbietenden Grabmals Taj Mahal, aber auch einem Grad an Dreck und Verkehrschaos, wie er selbst in Indien selten erreicht und niemals übertroffen wird. Er entzündete sich an unserem Wunsch, zum Abendessen ein anderes als das etwas dröge Hotelrestaurant aufsuchen zu wollen, wozu ich mich, wie es inzwischen meine Gewohnheit ist, bei Google auf die Suche machte. Ich fand auch relativ schnell bei „tripadvisor.com“ eine Liste von Restauranttipps, die alle von ein und derselben offenbar jungen Dame stammten, die Agra wohl ziemlich intensiv bereist hatte und ihre Erfahrungen nun anderen als Orientierungshilfe anbot.

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Alle reden von Chrome …

… nur hier herrscht großes Schweigen im Wald. Ich glaube es nicht. Tim, hat es Dir die Sprache verschlagen? Auch ich habe mich auf meinem Blog bereits dazu geäußert,  möchte aber hier die Diskussion darüber entfachen. Deshalb einige (vorläufige) Thesen zu Chrome:

1. Chrome ist ein „moderner“ Browser wie viele andere auch, der mehr kann als nur Webseiten darstellen. Chrome ist vielmehr eine Software zur Verarbeitung von in Webseiten enthaltenen Applikationen – und damit ein weiterer Schritt zu einem webbasierten „Betriebssystem“ …

2. Chrome zeigt damit, dass das Zeitalter der verschiedenen (PC-) Betriebssysteme sich langsam dem Ende zuneigt, das OS jedenfalls kein marktrelevantes „Differenzierungsmerkmal“ mehr darstellt.

3. Chrome zeigt (einmal mehr), dass Google keine Design-Company, nicht einmal design-orientiert ist und niemals einen Design-Preis gewinnen wird, sondern ein immer noch technologiegetriebenes Software-Unternehmen darstellt.

4. Chrome zeigt auch, dass Google weder die Welt- noch die Webherrschaft zu übernehmen droht, sondern den Wettbewerb im Web befördert: Die Nutzer haben die Wahl.

5. Chrome liefert das „Blueprint“ für das Web-Interface von „Android“, Googles offenes Betriebssystem für mobile Endgeräte, wird also für noch mehr Wettbewerb im „Mobilen Web“ sorgen.

Macht Der Spiegel Doof?

Das große deutsche Nachrichten-Magazin schockte diese Woche die verbliebene, gerade nicht urlaubende Zielgruppe mit dem in Frageform gekleideten Gottseibeiuns: „Macht Das Internet Doof?“

Dabei ist nicht mal die Frage originell. Allerdings lieferte der Titel- und Stichwortgeber, das US-(Online-) Magazin „The Atlantic“ sie etwas präziser aus: „Macht Google uns dumm?“ Wahrscheinlich sind dessen Verwertungsbeziehungen zum Online-Marketing-Giganten weniger intim als die der Hamburger Kollegen. Aber das macht die Frage auch nicht besser.

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„Cuil“ – What kinda „cool“ is THAT supposed to be?

Eine neue Suchmaschine ist an den Start gegangen. Und selbstverständlich ist sie der nächste „Google-Kiler“ (so die Erwartung der Mainstream-Medien wie der Blogosphere) – zumal die Begründer alle Ex-Googler sind. Sie heißt „Cuil„, was man, so die Initiatoren, wie „cool“ aussprechen solle. Aber warum schreibt man sie dann nicht auch so? Oder sucht sich einen passenderen Namen? Und die eigentliche Frage: ist sie wirklich „cool“?

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Der Krake Google wächst weiter

Also zuerst mal ein Bekenntniss: Beim Frühstücken lese ich jeden morgen Zeitung. Ich stehe dazu sogar extra früher auf. Ich finde es – Webzeitalter hin oder her – sehr viel angenehmer in einer Zeitung zu blättern, als schon in der Früh auf einen Bildschirm zu glotzen.

Im heutigen Feuilleton der Süddeutschen veröffentlicht Bernd Graff, Stellvertreter des Chefredakteurs der SZ Online, unter dem Titel „Das Monopooool“ einen kritischen Kommentar zu Google. Ich teile Grafs Ansicht zum Wikipedia-Konkurrenten, den Google gestern als öffentliche Beta ins Netz entließ nicht.

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Wie ein Arschloch Apples Börsenkurs runterzieht

Steve Jobs - vorher/nachher

Nachtrag zum Post von gestern über Apples etwas unerklärlichen Kursrutsch an der Börse, nachdem das Unternehmen gerade hervorragende Quartalszahlen (39% Umsatzplus!) bekannt gegeben hatte. Eine mögliche Erklärung sind die Sorgen der Anleger über den Gesundheitszustand von „Mr. Apple“, Steve Jobs.

Seitdem lesen sich die Blogs der Apple-Beobachter und die Artikel in den Wirtschaftsteilen der Tageszeitungen fast wie Fachaufsätze in irgendwelchen Ärzteblättern. Dass Steve vor vier Jahren wegen Krebs der Bauchspeicheldrüse behandelt wurde, dass er seitdem als beschwerdefrei gilt, dass er letztes Jahr nochmal unters Messer kam, um ein nicht näher beschriebenes Problem mit seinem Verdauungstrakt zu beheben: Darüber zerbrechen sich gerade Leute den Kopf, die sonst bei Betriebssystemen oder Bilanzzahlen zu Hause sind.

Gut, Steve sieht wirklich ziemlich mitgenommen aus, wie diese beiden Fotos aus den Jahren 2005 und 2008 beweisen. Weiterlesen