Doodle – der nächste Google?

Im Internet sind, wie sonst im Leben auch, die einfachen Dinge immer die besten. Und eine gute Geschäftsidee basiert immer auf einem echten Kundenbedürfnis. Wenn das die beiden Kriterien für den Erfolg eines Internet-Start-ups sind, dann ist Doodle der nächste Google.

Jeder von uns kennt das: Man möchte sich mit Freunden oder Kollegen zum Abendessen verabreden, aber wann? Der eine kann Montags nie, weil er Fußballtraining hat. Der andere schaut Sonntags immer Lindenstrasse. Oder man möchte zu mehreren ins Kino gehen, aber welchen Film wollen wir anschauen? Ergebnis: Endloses hin und her Telefonieren, und am Ende ist einer sauer.

Dieses Problem löst Doodle mit einam Schlag. Im Grunde handelt es sich um ein ganz, ganz einfaches Umfrage-Tool: Man geht rein, tippt eine Frage, gibt die E-Mail-Adressen derjenigen ein, die man einladen will, klickt auf die Tage, die in Frage kommen oder erstellt eine Liste mit Alternativen zur Abstimmung und schickt sie ab. Jeder Empfänger bekommt eine E-Mail mit einem Link. Wenn er oder sie draufklickt, öffnet sich im Browser eine kleine Webseite mit einer Tabelle, in der man sich einträgt, seine Wahl per Mausklick trifft und auf „Teilnehmen“ und fertig!

Alexander Broy, frischgebackener Vater und unermüdlich im Hintergrund wirkende Systemsadministrator von Czyslansky, hat diese kleine Verabredungs-Maschine entdeckt und gleich eingesetzt, um das nächste F2F-Treffen unserer Blogger-Runde in der Münchner Havanna-Bar „Y Julieta“ zu organiseren. Das ist immer sehr schwierig, weil Czyslanskys vielbeschäftigte Menschen und außerdem kreative Chaoten sind. Ein Sack Flöhe hüten ist dagegen ein Kinderspiel. Aber siehe da: Alle haben brav ihre Klicks gemacht, und das Ergebnis ist klar, übersichtlich und sofort nachvollziehbar: Vor dem 27. Oktober ist absolut nichts drin. Aber wenigstens könnte es dann klappen.

Ossi und Christoph mögen mir übrigens verzeihen, denn sie hatten zum Zeitpunkt, als ich diesen Screenshot angefertigt habe, noch nicht geantwortet, aber so sieht es einfach besser aus. Und außerdem haben sie ohnehin keine andere Wahl als den 27sten, denn vorher kann ich nicht. Es sei denn, sie wollen ohne mich tagen.

Dieses Problem wird leider auch kein Doodle jemals lösen können.

PS: Doodle ist für den Gründerwettbewerb „INTERNET WORLD Business-Idee“ nominiert. Bis 3. Oktober können Sie noch Ihre Stimme abgeben. Ich habe spontan für Doodle gestimmt. Sie können das auch tun, und zwar hier.

Ein Gedanke zu „Doodle – der nächste Google?“

  1. woran man mal wieder sieht, dass ich offensichtlich der einzige bin, der absolut gar nix zu tun hat . ausser mit czyslanskys eine zu rauchen … 😉
    mik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.