So klein, und schon eine Videokamera…

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Ich mach Tee Vau!

Um gescheite Videoaufnahmen zu machen, brauchst du eine gescheite Kamera. Früher, jedenfalls. Studiokameras waren früher so groß wie ein Volkswagen. 1982 habe ich den marktstart der ersten tragbaren Betamax-Kamera von Sony, die „F1“, mitorganisiert, da war die Kamera nur noch so groß wie ein Lexikonband, brauchte aber noch eine Art elektronische Handtasche, die man an einem Band über der Schulter mitschleppte und die per Nabelschnur mit der Kameraeinheit verbunden war.

Und nun sitze ich während der Intel-Pressekonferenz auf der CeBIT neben Stephan Fink von Fínk & Fuchs PR, und der fragt mich: „Wollen wir nicht schnell ein Interview über dein neues Buch machen, das ich auf unser YouTube-Kanal stellen kann?“ Klar, sage ich, wann und wo? „Na, jetzt gleich, hier“, sagt er – und zückt ein kleines Gerät, das aussieht, wie eine billige Wegwerfkamera.

Na, das wird schon was werden, denke ich mir. Er richtet die Linse auf mich, stellt mir ein paar Fragen, ich antworte, dann klappt er an der Seite des kleinen Geräte ein USB-Stecker aus, schiebt es in den Schlitz seines Laptops und drückt auf den Abspielknopf. Unglaublich: Gestochen scharfes Video. „HD-Qualität“, schmunzelt Stephan. Was er dafür denn bezahlt hat? „Keine 300 Euro“, behauptet er.

Ich habe die Zukunft gesehen. Wenn jedermann mit einer 300-Euro-Kamera Aufnahmen in HD-Qualität machen kann, dann werden meine TV-Kollegen sich ganz warm anziehen müssen. „Leser-Reporter“ gab es bislang nur bei „BILD“. Wenn die „Zuschauer-Reporter“ die Anstalten demnächst mit sendefähigem Material, Marke Eigenbau, überschwemmen, bricht ein völlig neues Fernsehzeitalter an.

Sie sind skeptisch? Dann schauen Sie doch einfach selbst: FFPRVideo

3 Gedanken zu „So klein, und schon eine Videokamera…“

  1. Hey Tim, ich freue mich schon jetzt darauf mit dir in 10 Jahren – mit einem schönen Glas Single Malt und einer Zigarre – herzhaft darüber zu lachen, was wir damals so alles über die Zukunft dachten.

  2. Hi Tim – es war mir ein Vergnügen. Die Kamera kosten übrigens keine 200,- Euro. Ich habe übrigens mittlerweile einige weitere ganz interessante Videogespräche gehabt, zu Borderless Networks, zu den CeBIT-Themen oder der Webciety. Mein aktueller Favorit ist jedoch der von einem Kollegen für unseren Hausgebrauch produzierte „Kanzlerinnenbesuch im Digitalen Klassenzimmer“ – der mit dem „dummy“ am Ende. http://www.youtube.com/ffprvideo#p/u/0/x-nsYQKc2oc

    Gruß aus Hannover

  3. da wird man sich schnell dran gewöhnen, dass pr-agenturen wie die kollegen von fink & fuchs künftig die videokamera aus der hüfte ziehen und ständig auf sendung sind. bei vibrio machen wir schon seit gut einem jahr regelmäßig kleine videoaufnahmen – interviews, event-stimmungsbilder und ähnliches – für unsere kunden. der aufwand ist minimal. noch sind es vor allem größere unternehmen wie oracle und sophos/utimaco die uns mit solchen dingen beauftragen, aber die kosten und der aufwand sind in der tat so gering, dass sicherlich bald auch kleinere kunden nachziehen werden. wir haben natürlich den kleinen vorteil, dass wir bei vibrio mit alexander broy einen ausgebildeten kameramann und begnadeten cutter haben. aber den umgang mit der webcam lernen hier inzwischen fast alle kundenberater und pr-journalisten. guckst du hier als beispiel: http://www.vibrio.eu/vibcasts_utimaco.php.
    die zeiten mit der betacam over shoulder sind für onlinemedienmacher vorbei.

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