BPs Image-GAU auf Twitter

Tony Hayward hat jetzt noch ein Problem: Twitter!

Wenn Euch @michael Kauschs Beitrag über #kaffeepartner gefallen hat, dann werdet Ihr Euch kaputtlachen über @BPGlobalPR, ein Satire-Stream auf Twitter, auf dem sich Amerikas kollektive kreative Wut über den britischen Ölkonzern und seine saudämlichen Bemühungen um Krisen-PR auf die Schippe genommen wird.

Zum Beispiel die Ankündigung eines Sonderangebots für „blackened shrimp“ in allen BP-Tankstellen des Landes. Gut: Es ist schwieriger, eine solche Katastrophe wie den Ölleck im Golf von Mexiko in 140 Zeichen schön zu reden als sich darüber lustig zu machen. Aber was BP derzeit im Internet erlebt, ist der endgültige Image-GAU. Oder wie gefällt Euch dieser Tweet: „Safety is our primary concern. Well, profits, then safety. Oh, no, profits, image, then safety, but still, it’s right up there.“ Sowas breitet sich nämlich dank Retweet-Funktion schneller aus als ein Ölteppich.

BP-Chef Tony Hayward ist jetzt wahrlich nicht zu beneiden. Soll er die Macher von @BPGlobalPR nun verklagen? Vorausgesetzt er kriegt überhaupt heraus, wer sie sind? Wenn man auf den Link des Betreibers klickt, kommt man auf die Website einer Firma namens „Street Giant“, die T-Shirts mit dem ölverschierten Logo „BP cares“ verkaufen. Ob er von denen die geschätzten 20 bis 40 Millarden Dollar zurückbekommen kann, die er demnächst für die Aufräumaktion am Golf sowie als Schadensersatz an die Garnelenfischer bezahlen wird müssen (von den Geldstrafen, die ihm von der US-Justiz drohen, ganz zu schweigen)?

Wenigstens wissen wir dank @BPGlobalPR, dass Hayward eine Jacht mit einem glücksversprechenden Namen besitzt: „Money can’t buy happiness. But Tony Hayward did buy a giant yacht he calls ‚Happiness‘. It has a frickin‘ helicopter pad on it!“ Und wir wissen auch, wie viel ihm BP an Schmerzensgeld bezahlt, dass er einen so beschissenen Job macht: „This is why we pay him 700k a year folks“

Es wäre zum Lachen, wenn es nicht alles so zum Kotzen wäre.

2 Gedanken zu „BPs Image-GAU auf Twitter“

  1. @BPGlobalPR hat fast 140.000 Follower, diesen Account könnte sich ja BP kaufen um sich zu entschuldigen … wie bekäme sonst eine bescheuerte Petrochemie-Bude sonst soviele Follower …

    Ach ja, für diejenigen, die BP boykottieren wollen, bei uns heissen sie ARAL – SHELL boykottieren wir übrigens immer noch, und ESSO sowieso …

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