Im Memoriam AOL

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iBusiness meldet eben, dass AOL in Deutschland „im Rahmen eines „großflächigen Restrukurierungsprogramms““ seine Büros in Deutschland, Spanien und Schweden schließt. „Wie AOL-Sprecher Thomas Knorpp Thomas Knorpp auf Xing nachschlagen gegenüber iBusiness bestätigte, gibt das Unternehmen damit das Portal- und Vermarktungsgeschäft in Deutschland auf.“

Eine große Marke verschwindet damit von der Bildfläche. Ein Aktienkurs zum Reichwerden in den 90igern, ein Internet-Zugang im Kindergarten-Design, eine Marke die mal zu den großen Medienkonzernen der Welt gehörte, die einst größte Online-Community zu einer Zeit, als man von Communities noch nicht sprach.

Es gab Zeiten, da hatte ich einen CompuServe Account, einen AOL Account und einen MSN Account. Das war das ganze Internet. CompuServe ist tot, AOL ist tot, MSN – äh, Moment mal …

3 Gedanken zu „Im Memoriam AOL“

  1. Das war das ganze Internet? Schäm Dich. AOL war nie das Internet, das war immer AOL mit einem Internetübergang. Wo Boris „drin“ war, ist bis heute nicht ganz klar *gg*

    MSN war angetreten, dem Internet Konkurrenz zu machen und Compuserve war einfach eine professionelle Mailbox, über die man in der Schlußphase auch ins Internet kam, bevor AOL alles aufgekauft hat. Kann man alles nachlesen in dem Buch, das ich Dir geschenkt habe *grins*

  2. Ich werde nie die Pressekonferenz von Bertelsmann vergessen, als Manfred Wössner den Merger mit „American Online“ verkündete. Der hatte nicht verstanden, was AOL ist – und bis heute habe ich es auch nie richtig verstanden. Ein „walled garden“, im Gegensatz zum wilden Dschungel des wirklichen Internet? Wenn irgendein Buchstabenkürzel den Wahnsinn der „irrational exhuberance“ der Dotcom-Jahre verkörpert, dann AOL.

  3. Ich trauere ihnen keine Träne nach, die haben einfach so sehr mit ihren blöden CDs genervt.

    Wieviele Tonnen Müll sie über Deutschland gebracht haben, den sollen sie bitte auch wieder mitnehmen, wenn sie endlich gehen …

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