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Leelah Alcorn – Ein Nachtrag

Selten hat ein Beitrag, den ich auf diesem Blog geschrieben habe, so viel Resonanz und direkte „digitale Gespräche“ hervorgerufen wie der Beitrag über den Transgender-Teenager Leelah Alcorn. Mehrfach habe ich den Link zum Beitrag bei Twitter platziert und um Retweets gebeten, es gab – und das war neu für mich – reichlich direkte Reaktionen und Rückfragen, überwiegend per Direktnachricht. Den Beitrag vom 07.04. habe ich tags drauf noch einmal deutlich erweitert und aktualisiert, offenstichtlich war weiterer Informationsbedarf.leelah_alcorn_kym
Erstaunlich daran ist, dass der Selbstmord, der fast vier Monate her ist, in den US-Medien zu breiten medial beachteten Diskussionen über Transgender und „Umerziehung“ führte, aber der Fall hier in Deutschland fast überhaupt nicht zur Kenntnis genommen wurde, bzw. kaum irgendjemand etwas darüber weiß…  Mitte Januar berichteten nahezu alle größeren deutschen Zeitungsportale darüber als Randnotiz, als nämlich die virale Verbreitung durch die sozialen Netzwerke im vollen Gange war.
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70 Jahre nach Auschwitz – Ohne Worte…

Vor 70 Jahren wurde das KZ Auschwitz-Birkenau von den Truppen der Roten Armee befreit. Dazu hat Czyslansky-Autor Michael Kausch gestern einige wichtige, nachdenklich stimmende Anmerkungen gemacht, die weitgehend aus seinem Besuch in der KZ-Gedenkstätte und den damit verbundenen Erfahrungen resultierten.

Heute nun findet auf dem Gelände des Lagers die Gedenkfeier statt, viel Wirbel hat es gegeben, ob Putin nun kommen solle oder nicht… noch mehr Wirbel, dass er nicht gekommen ist.

Der Festakt wird weltweit übertragen, zwar nicht überall im Fernsehen, aber man kann ihn auch in einem Live-Stream im Netz verfolgen. Als internationale Presseagentur liefert Reuters die Bilder auf Spiegel Online.

spiegel-auschwitz

Dazu hat die KZ-Gedenkstätte  den Stream auch auf YouTube platziert. Auch dort kann man ihn, wenn man will anschauen… es sei denn, man lebt in Deutschland:

YouTube-Auschwitz

Das muss man nicht weiter kommentieren. Es fehlen ohnehin die passenden Worte dazu…

Sogar bei alten Omas…

Es ist immer gut, jemanden im Bekanntenkreis zu haben, der fließend schwedisch spricht – nicht nur, wenn manbei Ikea Möbel kauft.Kollegin Marie schätze ich sehr. Heute aber ist sie mir als gebürtige Schwedin eine besondere Stütze. Denn sie verrät mir, dass Snoppen der Pimmel und Snippan die Scheide ist.

Nicht, dass es mich besonders interessieren würde, was diese beiden Genitalwörter auf schwedisch bedeuten. Es ist eher andersherum. Ein schwedisches Video macht seit einigen Tagen Furore im Netz. Es zeigt einen tanzenden Snoppen und eine tanzende Snippan.


Der Clip gehörte zur TV Show Bacillakuten auf dem schwedischen öffentlichen-rechtlichen Sender SVT Brankanalen, einem Kinderkanal. Weiterlesen

Das hört nie auf

Wer schon jetzt „Last Christmas“ von Wham nicht mehr hören kann obwohl der Dezember erst vier Tage alt ist, der ist zu bedauern. Mindestens noch drei Wochen wird diese musikalische Deformierung an unseren Nerven zerren – dann ist Weihnachten und das sollte es dann wieder mal gewesen sein. Bis 2015 im November das gleiche Spiel von vorne losgeht und „Last Christmas“ aus Radios, in Bau- und Supermärkten, auf Weihnachtsfeiern und –märkten die Grenzen des Erträglichen übersteigt. Sollten Sie wider Erwarten noch Bedarf haben, dann klicken Sie bitte hier:


Whams textlich so gar nicht zu Weihnachten passende Schnulze ist aber ein absoluter Rohrkrepierer, was die digitale Begeisterung angeht. „Last Christmas“ ist ein Staubkorn im Vergleich zu PSY und Gangnam Style. Das Musikvideo, das ebenfalls eine musikalische Gräueltat darstellt hat mittlerweile Youttube kurzfristig vor ein unerwartetes Problem gestellt.
Bis 2.147.483,647 geht der Zähler – das sind über 2 Milliarden. Gangham hat, wie Youtube am 01.12. in seinem Blog mitgeteilt hat, nun den Zähler neu ausrichten müssen. Den Gangnam-Style hat diese Final Frontier mühelos überschritten und wagt sich nun in Dimensionen vor, mit denen nie zuvor jemand gerechnet hat:youtube-blog
Und damit Sie munter weiter klicken können, kommt hier das Video:


Und hier:


Und hier:


Und hier:


Wie gesagt, das hört nie auf…

Und darum noch mal hier:


Und hier:


Und hier:


Und hier:


Und hier:


Video-Tipp: Marcus Wiebusch – Der Tag wird kommen

Manche Videos auf Youtube sind so gut oder so bemerkenswert (oder beides), dass man sie unkommentiert einfach teilen sollte. Wieder und wieder.

Kicker Online fasst zusammen, um was es geht: Kettcar-Frontmann Marcus Wiebusch setzt mit dem Song „Der Tag wird kommen“ aus seinem Soloalbum „Konfetti“ ein eindrucksvolles Zeichen gegen Homophobie im Fußball. Gestern wurde das offizielle Video veröffentlicht, finanziert über Crowdfunding. Fans von +Werder Bremen, Fortuna Düsseldorf, FC St. Pauli, TeBe Berlin, 1. FC Köln, Schalke 04, Mainz 05, HSV, FC Augsburg, Bayern München und 1. FC Nürnberg sind in dem Kurzfilm zu sehen und unterstützen damit die Aktion gegen Diskriminierung.


Klicken, anschauen, verstehen, teilen.

Mehr Worte braucht es nicht.

Czyslansky lebt!

Namensvetter oder Namensstehler?

Namensvetter oder Namensstehler?

Als wir vor sieben Jahren die Gesellschaft der Freunde Czyslanskys gegründet und damit die Tradition der kulturhistorischen Aufarbeitung der Nachlassenschaft de großen Vordenkers des Digitalen begonnen haben, gab es nur wenige gesicherte Quellen, die überhaupt die tatsächliche Existenz des großen Czyslansky belegten.

Dass es ihn gegeben haben muss, das haben inzwischen unzählige Zufallsfunde  bewiesen, von denen einige auf diesen elektronischen Seiten wissenschaftlich dokumentiert sind. Was uns aber, zugegeben, gewundert hat war das Fehlen jeder Spur von romantischer Dauerverbindung Czyslanskys zu einem Mitglied des anderen Geschlechts, was innerhalb der GdFC sogar zur kurzzeitigen Bildung einer radikalen Minderheit führte, die davon ausging, Czyslansky sei in Wahrheit schwul gewesen. Das dies ein Irrglaube sein muss, bezeugen seine allerdings meist nur kurzlebigen Affären mit so prominenten Physikerinnen wie die Mathematikerin Tatjana Pawlowna Aardenne-Ehrenfest (1905-1984),
die Kernforscherin Luise Meyer-Schützmeister (1915-1981) und Bice Sechi-Zorn (1928-1984), die er an meiner alten Alma Mater, der University of Maryland kennen- und offensichtlich auch liebengelernt hat. Seine seltsame Fixierung auf Doppelnamenträgerinnen verdient es übrigens, Gegenstand einer separaten Forschungsarbeit zu werden. Weiterlesen

Hau den Recep

Ja wo isser denn, der böse Facebooker?

Ja wo isser denn, der böse Facebooker?

Recep Tayyip Erdogan, der türkische Ministerpräsident, hasst das Internet. Vor allem Facebook und YouTube sind ihm ein Dorn im Auge, seitdem dort ständig Mitschnitte seiner peinlichen Telefongespräche auftauchen und sich seine Gegner per Social Web zu Flashmobs gegen seinen zunehmend diktatorischen Regierungsstil formieren.

Er ist da natürlich in bester Gesellschaft. Vladimir Putin ist auch kein großer Fan, die gesamte chinesische Führungselite erst recht nicht, von den Ayatollahs und Militärdiktatoren in stockkonservativen islamischen Ländern von Iran bis Ägypten mal ganz abgesehen.

Erdogan & Co. würden am liebsten das ganze Social Web abschalten, was „Imam Beckenbauer“ (ein Spitzname, den ihn seine Liebe zum Fußballspiel einbrachte) seinen Anhängern neuerdings im Lokalwahlkampf verspricht, weil sie „Spionage und Sittenverfall“ erzeugen. Worüber er nicht spricht ist, wie er das denn bewerkstelligen will. Weiterlesen

Oh wie GEMAin

gema
Vor knapp zwei Jahren hatte ich einmal angefangen, mit Mythen im Internet aufzuräumen. Einer der Blogartikel ist mir noch recht präsent, er trug den Titel „Mythos 6: Ohne Verwertungsrechte sähe die Musik heute ärmer aus„. An diesen musste ich denken, als ich kürzlich an mehreren Stellen las, die Gema hätte einen Sieg gegen Youtube errungen. Einen Sieg? Ich weiß nicht. Was ist passiert?

„Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar“. Dazu ein betrübtes Emoticon. Jeder kennt es, keiner schaut genau hin, wir wissen, was das bedeutet: Man arbeitet auf einem Rechner, auf dem keine hilfreiche Software wie beispielsweise proxymate installiert sind. Ein lösbares Problem also, aber natürlich auch immer ein bisschen lästig. Natürlich stimmt etwas mit dem Text nicht. Das Video ist in Deutschland vielleicht schon verführbar, nur nicht bei YouTube, und YouTube sagt selbst, das Video enthalte möglicherweise Musik, für die eben eventuell an die GEMA gezahlt werden müsste.

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WhatsApp hat die Nase vorn

SC20130826-124319Brandneu ist eine Statistik des Focus, aus der hervorgeht, dass WhatsApp mit mittlerweile knapp 20 Millionen Nutzern die meistgenutzte Handy-App in Deutschland ist. Jeder vierte Deutsche benutzt mittlerweise dieses Kommunikationstool.  Im Zeitraum März/April lag die Zahl noch bei etwas über 16 Millionen Nutzern.  Das bedeudet, dass WhatsApp im vergangenen Quartal eine Steigerung von rund 20% erzielen konnte und fast vier Millionen weitere Handy-Nutzer überzeugen konnte, sich die App zu kaufen.  Zwar sind die Gebühren für WhatsApp vergleichweise gering, aber es dürfte bei diesem rasanten Zuwachszahlen doch ein erkleckliches Sümmchen dabei herauskommen.
Spannend ist, dass damit der ewige App-Klassenbeste Facebook überholt wurde – ob auch abgehängt, wird die Zeit zeigen.  Facebook konnte es im gleichen Zeitraum nur um eine Steigerung von runf 17 auf rund 18 Millionen Nutzern bringen, ob auch hier eine gewisse Facebook-Müdigkeit ihren Ausdruck findet, wie sie in zahlreichen anderen sozialen Netzwerken, vor allem bei Twitter immer wieder thematisiert wird, sei dahingestellt. Weiterlesen

42,2535211267606 Prozent können nicht irren

Die Weltbevölkerung umfasste beim Jahreswechsel 2012/13 rund 7,1 Milliarden Menschen. So steht es auf Wikipedia zu lesen.

Das ist eine unfassbare, kaum vorstellbare Zahl. Rein rechnerisch haben – und das ist noch unglaublicher – mittlerweile 42,2535211267606 Prozent der Weltbevölkerung einmal einen Click auf den offiziellen YouTubeChannel von Psy getätigt.
Das ist natürlich mitnichten so.
Ich zum Beispiel habe das noch nie gemacht, mein alter Vater auch nicht. Irgendwer hat also für uns beide geklickt. Und für meine 90jährige Nachbarin, für das Baby schräg gegenüber, für die computerlose Tante, für meine geschmackssichere Cousine, meinen kleinen Neffen, meine Freunde…
Irgendwer klickt und klickt und klickt und klickt und klickt.
Und so hat mittlerweile der koreanische Rapper alle Rekorde gebrochen. Am Montag ließ er vermelden, sein Channel habe die 3 Milliarden Marke geknackt. So berichteten es einschlägige Boulevard- aber auch Technikseiten:
An dem großen Erfolg hat vor allem Psys Hit „Gangnam Style“ einen großen Anteil. Das offizielle Video zu der Single wurde bislang schon 1,7 Milliarden Mal angesehen und ist damit auf einem guten Weg in naher Zukunft die 2-Milliarden-Marke zu knacken. Das ist noch keinem anderen Video in der Geschichte von YouTube gelungen. (Quelle: promiflash.de)
Wikipedia hat diesem Popphänomen längst einen umfangreichen und erstaunlich tiefgründigen Artikel beschert. Veschaffen wir Psy doch gleich noch ein paar Klicks mehr. Bitte klicken Sie hier:


Wie?
Sie mögen Gangnam Style nicht?
Und Sie auch nicht?
Und Sie? Nicht?
Kann ja irgendwie nicht sein. 42,2535211267606 Prozent der Weltbevölkerung können nicht irren.