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Wien liegt am Pazifik

Während ich hier so sitze im Starbucks Cafe am Fishermanns Wharf in San Francisco und versuche, meinen Jetlag mit ein paar Tassen Cinnamon Dolce Latte zu vertreiben, muss ich ganz intensiv an Wien denken. Letzte Woche habe ich im Cafe Landtmann gefrühstückt, wo ich viele Stunden als Student vergeudet habe. Dort gab es genau die gleiche Mischung aus Enui und Katerstimmung, die gleichen etwas schludrigen Typen mit Zweitagesbart sassen dort vormittagelang herum, in ihre Tageszeitungen vertieft, die eine verständnisvolle Firmenleitung dort zum kostenlosen Verzehr anbot.

Hier sind es Laptops, iPhones oder iPads, in die man mit der gleichen verschlafenen Verbissenheit hineinstarrt, und die verständnisvolle Firmenleitung stellt lediglich die Konnektivität zur Verfügung. Ja, wir sind weit gekommen im Internetzeitalter. Und irgendwie doch auf der Stelle geblieben…

[geschrieben auf meinem Android-Smartphone]

Me and my MiniMe

Sieht so die Zukunft der Arbeit aus?

Die Zukunft hat die unangenehme Eigenart, einen oft an völlig unverhoffter Stelle einzuholen. Die Telekom Austria hatte mich eingeladen, anläßlich der Eröffnung ihres neuen Servicezentrums im alten Arsenalgelände eine Festrede zu halten, in der es um die Zukunft der Arbeit und mein neues Buch, „Unternehmen 2020“ gehen sollte.

Vorher bat mich allerdings noch eine bezaubernde junge Kollegin von „Standard“ zum Interview (das Ergebnis können Sie hier nachlesen), und wir unterhielten uns unter anderem über „nonterritoriale Arbeitsplätze“ und digitale Beduinen, die mit extrem leichtem Gerpäck durchs Leben reisen, statt wie ihre Vorgänger, die digitalen Nomaden, mehr oder weniger ihren gesamten Hausstand mitzuschleppen, wenn sie von einem Ort zum anderen ziehen.

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