Schlagwort-Archive: Web 2.0

Die Grenzen von Web 2.0

Müllmann wider Willen?

Der Name „Gesellschaft der Freunde Czyslanskys“ ist schwer zu toppen, aber die Einwohner von Austin, Texas, wollen es versuchen. Die städtische Müllabfuhr, die bislang den Titel „Austin Solid Waste Services Department“ trug, möchte nicht mehr so heißen, sondern sucht einen Namen, der „besser reflektiert, was die Abteilung tut“.

Normalerweise setzen sich in einem solchen Fall die Bürokraten zusammen und stimmen ab, aber irgendjemand im Rathaus von Austin hat wohl etwas von Web 2.0 und Social media gehört, also beschloss man, mit der Zeit zu gehen und die Bevölkerung zu fragen.

So, und nun haben sie ein Problem. Der beliebteste Vorschlag lautet nämlich „Fred Durst Society of the Humanities and Arts“. Und zwar mit Abstand: Als ich soeben meine Stimme abgab, hatten 26,693 Wähler für diesen Vorschlag votiert. Der Zweiteplatzierte („Department of Neat and Clean“) kam dagegen nur auf lächerliche 1.936 Stimmen. Wenn sich also nicht dramatisches ändert, werden die Müllwagen von Austin künftig den Namen des Leadsängers der Nu-Metal-Gruppe „Limp Bizkit“ tragen.

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Social Media für CIOs

Je populärer ein soziales Netzwerk wird, desto mehr Leute registrieren sich und desto schwieriger wird es, sich dem Sog zu entziehen. Das gilt insbesondere für Facebook. Es ist mit 500 Millionen registrierten Nutzern weltweit inzwischen so groß, dass es mehr „Einwohner“ hat als die USA.
Das macht die stark weiter wachsende virtuelle Nation inzwischen nicht nur für Unternehmen aus der Beratungs- (z. B. McKinsey, Accenture)und IT-Branche (z. B. Microsoft, IBM) interessant, sondern auch für IT-Profis und IT-Verantwortliche. Folgerichtig tauchen in letzter Zeit verstärkt CIOs in Facebook auf. Weiterlesen

Die letzten holt der Besenwagen: jedes fünfte deutsche Unternehmen ist noch immer ohne eigene Internetpräsenz

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Grafik: BITKOM

„Erst vier von fünf deutschen Unternehmen besitzen eine eigene Homepage.“ Dies teilte der Branchenverband BITKOM gestern mit. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich im Mittelfeld, deutlich hinter den skandinavischen Ländern. Die meisten Unternehmen mit eigener Website hat Dänemark mit einem Anteil von 88 Prozent. Auf Platz zwei liegt Schweden mit 87 Prozent, gefolgt von Finnland mit 85 Prozent. Bedenklicher als der schwache Platz im Mittelfeld ist aber etwas ganz anderes:

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Mitmachen im Alt-Herren-Klub

Eine unaufhaltsame Entwicklung

Traue bekanntlich keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Oder zumindest selbst ausgelegt. Diese alte Weisheit fiel mir wieder ein bei der Lektüre der ARD/ZDF-Onlinestudie 2010, deren Ergebnis HR-Intendant Helmut Reitze, stellvertretender Vorsitzender der ARD/ZDF-Medienkommission, so zusammenfasste: „Sie zeigt, dass es keinen Verdrängungswettbewerb zwischen Fernsehen und Hörfunk einerseits und Internet andererseits gibt.“

Das ist erstens nur die halbe Wahrheit: Während die Fernsehnutzung, ausgedrückt in durchschnittlicher Nutzungsdauer pro Woche in Stunden, in den letzten 10 Jahren um 20 Prozent zugelegt hat, hat das gute alte Dampfradio 10 Prozent verloren. Wer hier wen substituiert hat, bleibt offen.

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Das Spiel mit dem Feuer – Eskimos und Kühlschränke

Die neue Vodafone Kampagne, welche die extra dafür erfundene „Generation Upload“ adressieren sollte, wurde von genau dieser Generation heftig abgewatscht. Was meiner Ansicht nach alles bei dieser Kampagne falsch gemacht worden ist, will ich hier nicht nocheinmal ausbreiten, ich denke dazu ist schon alles gesagt und das auch schon von Jedem. Eigentlich ist so ziemlich alles falsch gemacht worden. Mit dem von sich selbst gekrönten König der Web2.0- Szene Sascha Lobo, der sich in unnachahmlicher Selbstdarstellung für vodafone eingesetzt hat, haben wir alle wenig Mitleid. Er hat es weder nötig, noch hat er es verdient. Er weiss was er tut.

SchnutingerWer mir allerdings leid tut, ist die Karikaturistin und Bloggerin Ute Hamlemann alias @schnutinger (sie ist die junge Frau mir dem Baby im TV-Spot), die sich zu einem eher peinlichen einfältigen PR-Blogpost auf dem vodafone Blog verleiten lies und jetzt einer wirklich grausamen Social-Media Hexenjagd ausgesetzt ist.

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Hasen, Häschen, Marsmenschen und virtuelle Fische: Das war Czyslanskys CeBIT 2009!

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Geschmäht und mit Füssen getreten: Trotzdem war die CeBIT 2009 wieder eine Reise wert.

Die weltgrößte Computermesse erlebte zwar nicht gerade einen Besucherandrang, jedenfalls nicht im Vergleich zu den Vorjahren. Dafür war aber die Zahl der angereisten Czyslansky-Anhänger rekordverdächtig. Da niemand die digitale Szene so perfekt durchschaut wie die Mitglieder dieses kleinen und äußerst exklusiven Kreise von Vordenkern der Digitalität, haben wir deren gesammelten Eindrücke aus Hannover für die Nachwelt aufgearbeitet und ins Netz gestellt. Drei einfache Fragen, jede Menge Antworten, die Stoff zum Diskutieren und zum Nachdenken liefern.

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Gibt es das?

Gibt es das, dass es etwas nicht gibt im Web? Mindestens seit Web 2.0? Und wenn es das gibt, dass es etwas nicht gibt, dann gibt es es jetzt vielleicht bald doch, denn ich verschenke eine Web 2.0-Idee. Weil ich (a) großzügig bin, (b) nicht glaube, dass das zur Gründung eines Internetgiganten wie Google führt und weil ich (c) einfach keine Zeit habe, das eben mal schnell zu programmieren. Aber vielleicht macht das ja jemand nun endlich, und zwar schneller als ein gebrochenes Bein heilt!

Worum geht es? Alles beginnt mit diesem gebrochenen Bein. Und zehn Leute wollen Genesungswünsche schicken. Keine Blumen, kein Konfekt, wir sind doch alle Männer. Würde sich ein Kollege aus dem Büro das Bein brechen, wäre alles keine Sache, einer geht rum und sammelt die Unterschriften auf einer Karte mit einem nicht allzu unpassenden Motiv drauf. Aber wir sitzen nicht in einem Büro, sondern jeder in seinem.  Natürlich kann nun jeder eine Karte schicken. Auch online. Aber das ist nicht dasselbe, wir wollen ja gemeinsam auftreten.

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Der Wert der Freundschaft

„Jeder“ ist inzwischen Mitglied in mindestens einer dieser neuen, bunten und teilweise sinnvollen, teilweise aber auch völlig zweck­freien Web-2.0-Com­mu­ni­ties. Obwohl ich mich nicht für einen typi­schen Social Net­worker 2.0 halte, fallen mir auf Anhieb mehrere Com­mu­ni­ties ein, bei denen ich selbst ein­ge­tra­gen bin. Manche besuche ich regelmäßig, manche nie. Es würde zu weit führen, meine per­sön­liche Ein­stel­lung zu all diesen Por­ta­len auf­zu­zäh­len. Wer­tungs­los liste ich also alle, die mir auf An­hieb ein­fallen, in alpha­beti­scher Reihen­folge auf. Ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit.

www.linked-in.com
www.lokalisten.de
www.orkut.com
www.utopia.de
www.xing.com

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heftige untwitter über deutschen verlagsstuben – zur streitkultur im handelsblatt-blog

Businessman with knife

während tim hier die diskussion zur web 2.0-affinität der süddeutschen angezettelt hat, diskutiert seit vier tagen schon der handelsblatt-blog unter dem schönen titel „weil der journalist sich ändern muss„, ob denn die aktuelle twitterei einen segen, einen fluch oder gar den boandlkramer des klassischen journalismus verkörpert. da man dieses thema dort schon des öfteren diskutiert hat – thomas knüwer, dem aufrechten kämpfer für den live-twitter aus pressekonferenzen sei dank; er sitzt immer da, wo’s klappert – und in aller regel auch keine wirklich neuen erkenntnisse aus diesem ansonsten feinen blog herauskommen, könnten wir das glatt ignorieren. tun wir aber natürlich nicht. denn dieses mal fließt blut. und für seriöse unterkühlt-niederrheinische handelsblattverhältnisse spritzt das sogar mächtig hoch. was ist passiert?

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Digitaler Mundraub

Was macht man alos zwanghafter Blogger auf der Web 2.0 Expo in Berlin wenn man eine halbe Stunde frei hat? Klar: Man bloggt über die Web 2.0 Expo in Berlin. Aber was macht man, wenn man offenbar der einzige unter den rund 1000 Teilnehmern ist, der kein Laptop dabei hat? Man guckt durch die Finger.

Oder man begeht digitalen Mundraub.

Hier am Empfang steht ein halbes Dutzend Laptops, die von den Damen zur Registrierung und Namensschildausgabe verwendet werden. Nur lässt sich heute am letzten Tag keiner mehr registrieren, die Dinger stehen also unbenutzt herum. Ich habe mich also hinter die Absperrung geschlichen und mich an einen davon gesetzt, um heimlich diesen Eintrag zu tippen. Ist bislang gut gegangen.

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