Schlagwort-Archive: Social Networks

Das Internet ist kein Altersheim

Soziale Netzwerke sind ein alter Hut. Früher nannte man sie „Seilschaften“, „Alumni-Vereine“ oder schlicht „Klüngel“ (besonders in Köln). Heute heißen sie Facebook oder so, und sie sind – wen wundert’s – auch bei den Alten sehr beliebt. Das behauptet jedenfalls der IT-Branchenverband BITKOM in einer Pressemeldung, die unlängst über den Ticker, beziehungsweise übers Netz ging. 41 Prozent aller Senioren mit Internetzugang seien angeblich in sozialen Netzwerken aktiv, wird da behauptet. „Auch ältere Menschen profitieren von den Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten sozialer Netzwerke“, wird BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder in dem Text zitiert. Angeblich bleiben die Online-Senioren auf diese Weise mit ihren Kindern oder Enkeln in Kontakt und erfahren über deren Facebook-Seiten, was die jüngere Generation so treibt. Ob denen das unbedingt recht ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Vor allem aber freut sich Rohleder über den „starken Anstieg bei der Internetnutzung in der Generation 65-Plus“. Angeblich nutzt aktuell jeder Dritte in der Generation 65-Plus inzwischen regelmäßig das Internet.

Weiterlesen

IT und Marketing: Vereint in social Innovation

Nach social Networks, social Media und social Commerce dürfte niemand mehr von social Innovation überrascht sein. In die Diskussion geworfen hat den Begriff Nigel Fanwick, Analyst bei Forrester Research und fleißiger Blogger.
Seiner Meinung nach waren die 70er und 80er Jahre geprägt von technischen Innovationen (zum Beispiel der PC), die 90er und 00er Jahre dagegen von Marketing-dominierten Innovationen (zum Beispiel, AOL, E-Bay, Amazon). Die kommende Ära gehört laut Fanwick den social Innovations. Die jeweiligen Adjektive beschreiben allerdings nicht die Art der Innovation, sondern ihren Ursprung und ihre Treiber. Demnach spielte die IT bis in die frühen 90er eine zentrale Rolle im Innovationsprozess. In den 00er Jahren geriet sie allerdings an den Katzentisch, weil sie sich erst zu spät mit dem Internet-Paradigma anfreunden konnte und ihre Versuche, dort Innovationen zu treiben oder zu unterstützen, größtenteils scheiterten. Weiterlesen

Gewagte Gartner-Prognosen zu social Software in Unternehmen

Im Vorfeld des von ihm veranstalteten „Content and Collaboration Summit“ in London veröffentlicht das Analystenhaus Gartner fünf Schlüsselprognosen wie Unternehmen künftig mit social Software umgehen werden. Teilweise liegen sie so fern jeder Unternehmensrealität, dass sie gegenläufige Einschätzungen verdienen:
1. Prognose: Im Jahr 2014 werden 20 Prozent der Business-Nutzer social Networking Services als wichtigstes Transportmittel für interpersonelle Kommunikation benutzen und nicht mehr E-Mail. Laut Gartner werden die meisten Unternehmen in den nächsten Jahren interne soziale Netzwerke aufbauen oder ihren Mitarbeitern die Nutzung sozialer Netze für Geschäftszwecke erlauben. Diese höhere Verfügbarkeit, die größere Effizienz dieser Kommunikationsform und der demografische Wandel in den Unternehmen unterstützt laut Gartner diesen Nutzungswandel.
Kommentar: Trotz Facebook und anderen social Networks lassen die meisten hiesigen Unternehmen diese Kommunikationsplattformen links liegen. Nur einige Unternehmen experimentieren mit geschlossenen Nutzergruppen auf Facebook und Co. Aus gutem Grund: Noch ist der Datenschutz absolut nicht gewährleistet, die Collaboration-Tools der Plattformen lassen sehr zu wünschen übrig und die Betreiber machen bisher keine Anstalten, Unternehmen gezielte Angebote zumachen. Die Unternehmen dürften eher die von Microsoft, IBM und anderen Anbietern angebotenen Collaboration-Plattformen nutzen. Diese bieten ähnliche Funktionalitäten, lassen sich aber gut in die Enterprise IT einbinden. Das sogenannte Unified Communications and Collaboration (UCC) überlässt bei entsprechender Implementierung dem Nutzer die Wahl des passenden Kanals. Außerdem können die Unternehmen auf diese Weise die Beachtung von Compliance-Regeln und Security-Policies besser sicherstellen. Weiterlesen

Fast überall mehr Frauen

Tja, Freunde. Die Zeiten, in denen Männer mit ihren Computern, ihren Mails und Blogs unter sich waren, sind offenbar vorbei. In praktisch allen social networks und micro blogs stellen inzwischen Frauen die Mehrheit. Warum? Gegenfrage: Wer hat schon immer länger telefoniert? Genau, Frauen haben sich offenbar mehr zu sagen und sind anscheinend auch die „sozialeren“ Wesen. Bleibt uns nur, weiter einsam World of Warcraft zu spielen. Die Grafik stammt übrigens von pingdom.com

Quelle:Pingdom09_12_01female-versus-male

Noch ein weiter Weg zum Enterprise 2.0

muede
Enterprise 2.0 gilt als Megatrend. Dabei geht es im Wesentlichen darum, die Segnungen des Web 2.0, die partizipative Kultur und die neuen Werkzeuge der onlinegestützten Zusammenarbeit auch in Unternehmen flächenddeckend zu etablieren. Solange allerdings Berater extrem 1.0ige Ratschläge über die Nutzung von Social Media in Unternehmen geben, bleibt das Enterprise 2.0 was es heute ist: ein Traum.
Von IT-Unternehmensberatern wird immer mal wieder kritisiert, dass Mitarbeiter in den Unternehmen zu viel Zeit mit dem Internet verplempern. Die zurzeit aktuelleste Untersuchung dazu würde über den Online-Dienst der BBC verbreitet. Sie stammt von dem britischen IT-Serviceanbieter Morse, der durch die Befragung von gut 1400 Büroangestellten herausgefunden haben will, dass die britischen Unternehmenjährlich knapp 1,4 Milliarden britische Pfund an Produktivitätsverlust durch twitternde und socialmedia-verrückte Mitarbeiter verlieren. Aufgrund der hohen Summe erscheinen deshalb Twitter und Social Networks als Produktivitätsvernichter Nummer eins.
Weiterlesen