Schlagwort-Archive: Sex

Sex ist geiler als Schneeschaufeln

Sonntage neigen dazu, Menschen gemütlich werden zu lassen. Andere werden offensichtlich keck. Und wenn eine Reihe an Feiertagen einem Wochenende vorgelagert ist, scheint die Mischung aus Langeweile, Übermut und vielleicht frustrierter Einsamkeit sonderliche Blüten zu treiben. Anders kann ich mir nicht erklären, wieso der nachfolgende per Screenshot dokumentierte aber mittlerweile gelöschte Dialog auf Twitter entstanden ist.
Angefangen hat alles mit der Twitter-Mitteilung, eine M… folge mir jetzt. Als neugieriger und offener Mensch folge ich zunächst zurück, zumindest dann, wenn der neue Follower nicht sofort als Bot erweist oder als jemand, der mir Gartenzwerge, politische Gesinnungen oder veganer Küchentipps andrehen will.
Also M…
Ich folge und erhalte kurz darauf eine etwas eigenartige Mitteilung, das Ganze sonntags morgens gegen 10.00 Uhr:
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Über den Wahrheitsgehalt dieser Aussage lässt sich trefflich streiten, aber ich bin nicht auf Streit aus, also antworte ich möglichst knapp ohne unhöflich zu wirken. Schließlich sollte man dankbar sein, wenn man belehrt wird; auch als arroganther Soziopath, unter dem ich derzeit auf Twitter unterwegs bin…

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Do it for Denmark! – But do it now!

Dass etwas faul ist im Staate Dänemark wusste schon William Shakespeare (1564 -1616). Und damit meinte er nicht etwa faul im Sinne von „lazy“ sondern „rotten“.
Something is rotten in the state of Denmark gehört wohl zu den berühmtesten Sätzen, die der britische Schriftsteller mit den profunden Kenntnissen dänischer Verhältnisse jemals zu Papier gebracht hat.

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Der TV-Komplott: Wie ARD und ZDF heimlich nach der Weltherrschaft greifen

Die üblichen Verdächtigen!
Die Chefs von ARD und ZDF haben die Bundesregierung aufgefordert, das Handelsabkommen ACTA „sofort“ zu unterzeichnen, wie es in einer Erklärung der Deutschen Content Alliance heißt, der neben den beiden großen öffentlich-rechtlichen Sendern auch der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) und die GEMA angehören. Dass am vergangenen Wochenende Hunderttausende von Internet-Fans gegen ACTA auf die eisigen Straßen Deutschlands gegangen sind, beeindruckt die Medienbonzen nicht – im Gegensatz zu der Politik, die ganz schnell einen Rückzieher machte und ACTA erst mal ad acta gelegt hat. Für die Fernsehmacher ist das Internet nach wie vor ein Hort von Kriminellen, die ständig versuchen, sich an ihren kostbaren Inhalten zu vergreifen.

Damit stellen sich ARD und ZDF in eine Reihe mit jenen Medienkonzernen, deren Geschäftsmodell zunehmend darin besteht, ihre Kunden strafrechtlich zu verfolgen und Teenagern die Staatsanwaltschaft ins Haus zu schicken, weil sie den Ausdruck „information wants to be free“ allzu wörtlich genommen haben. Notabene: Es sind die gleichen Herren, die sich gegenseitig dicke Jahresgehälter aus den Taschen ihrer unter Zahlungszwang stehenden Fernsehgebührenzahler spendieren. Nein, sie kennen keine Scham, die Sender-Popanze!

Dass die Fernsehmacher keine Ahnung haben, was ihre Zuschauer wollen, ist ja nicht gerade eine brühfrische Erkenntnis. Dazu genügt ein Blick ins aktuelle Programm. Man könnte sie deshalb auch als eine zunehmend belanglose Irritation abtun – gäbe es nicht konkrete Hinweise darauf, dass es sich bei den Sendern in Wahrheit selbst um kriminelle Vereinigungen handelt, deren geheimer Auftrag darin besteht, die Jugend der Welt zu hilflosen, willensunfähigen Abhängigen zu machen – Drogendealer, deren „Stoff“ aus bunt angemalter Luft besteht, der aber extrem süchtig macht. Weiterlesen

Twitter macht blind

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Na, siehst noch was, du alter Säufer?

Es wurde ja auch mal Zeit. Endlich haben sich, wie der Nachrichtendienst pressetext.de vermeldet, Mediziner mit dem Phänomen SMS befasst, vor allem unter Jugendlichen. Und wir können deshalb auf der Grundlage gesicherter Erkenntnisse behaupten, dass SMSen schlecht ist für die Gesundheit. Die Kids kriegen Hals- und Schulterschmerzen, was Rachel Gold, Leiterin des Labors für Ergonomie und Arbeitsphysiologie an der Temple University in Philadelphia auf die schlechte Körperhaltung beim Verfassen von Texten am Handy zurückführt.

Zwar beschränkt sich die Studie ausdrücklich auf das Phänomen des “texting”, wie die elektronischen Kurznachrichten auf Englisch heißen, aber es ist davon auszugehen, dass die Forschungsergebnisse sinngemäß auch für Twitter-Nachrichten gelten, womit der Beweis erbracht ist: Twittern macht krank!

Ich musste beim Lesen dieser Nachricht unwillkürlich an meine Mutter denken, Gott hab sie selig, die mir im Pickelalter die  ersten zaghaften Experimente mit der Autoerotik mit der ernsthaften Warnung auszutreiben versuchte, Onanieren mache blind. Ich habe das auch geglaubt, was mich zwar nicht davon abhielt, es stundenlang unter der Bettdecke zu treiben, aber wenigstens hatte ich dabei ein schlechtes Gewissen. Ich nehme an, das war es, was Frau Mama wollte, aber da ich werde wohl meinen Therapeuten nochmal fragen müssen.

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Amor und das Internet

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Liebe ist machbar, Frau Nachbar, und zwar mehr denn je seit es das Internet gibt. Vielleicht sogar erst seit es das Internet gibt. Denn vorher war die notwendige Voraussetzung für Liebe machen, nämlich die Partnersuche, komplett dem Zufall überlassen. Und selbst wenn man die Passende gefunden hatte, gab es ja noch das eigentliche Hauptproblem, nämlich die Frage: Wie kriege ich sie rum? Dazu hätte man die Dame ja erst einmal ansprechen müssen, aber es ist nun mal nicht jedem die Gabe der flüssigen Rede unter Einsatzbedingungen gegeben. Und so saß man halt weiterhin alleine vor seinem Bier und dachte an Karl Valentin und seinen Spruch: „Möchten hätten wir schon gewollt, nur dürfen haben wir uns nett getraut…“

Und heute? Flink die Computermaus gezückt und dann ran an die Mäuschen! Das Online-Geschäft mit der Liebe boomt. Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise machen Singlebörsen, Partnervermittlungen, Dating-Portale und Seitensprung-Dienste mehr Umsatz als je zuvor. Henning Wiechers, der als profunder Kenner der Branche gilt, schätzt, dass die Deutschen letztes Jahr mehr als 160 Millionen Euro ausgegeben haben, 20 Millionen mehr als im Vorjahr. Mehr als 2.000 einschlägige Angebote listet seine Website „singleboersen-vergleich.de “ auf, wobei die größten wie Neu.de , Parship oder Friendscout24 (Motto: „Wir verlieben dich!“) längst Millionen von Menschen bei der Suche nach Zuneigung, Zärtlichkeit, Geborgenheit oder von mir aus auch nur wildem Sex behilflich sind. Und sie sind sehr, sehr erfolgreich – wirtschaftlich, jedenfalls. Was die Jungs von den so genannten Social Networks wie Facebook, Twitter oder YouTube erst mal nachmachen müssen.

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Web statt Sex


Amerikanische Frauen würden eher zwei Wochen lang auf Sex verzichten, als auf ihren Internetzugang. Der amerikanische Newsdienst Cnet bezieht sich in seinem Bericht auf eine entsprechende Umfrage von Harris Interactive, in der über 2000 Erwachsene befragt wurden. Männer übrigens würden eher auf das Web verzichten als auf Sex. Klar, die Hormone und so. Noch schlimmer an der Befragung ist, dass die Bereitschaft, auf den Beischlaf zu verzichten bei jungen Frauen und Männern zunimmt. 49 Prozent der unter 35 jährigen Frauen geben danach dem Virtuellen den Vorzug vor dem fleischlichen. Auch die jungen Männer scheinen nicht mehr so libidogesteuert. 39 Prozent haben ihren Web-Anschluss lieber als ein Weib.
Wo endet das?