Schlagwort-Archive: Radio

Heute ist Welt-Radio-Tag: Warum ich das Radio liebe, wie kein anderes Medium

Heute ist – wie an jedem dreizehnten Februar, World Radio Day, ein Gedenktag, den die UNESCO ausgerufen hat, um auf die internationale Bedeutung des Radios für Meinungs- und Informationsfreiheit hinzuweisen.

Rund 44.000 Radiostationen gibt es weltweit. Und längst geht es nicht nur um UKW- und DAB-Sender oder gar die guten alten Mittel- und Langwelle-Brummer, sondern immer öfter auch um Web-Radio-Stationen. Einige machen heute den alten Traum vom Freien Radio, in dem jeder zum Sender wird, wahr: auf http://www.wrd13.com./ kann heute jeder seine Aufnahmen hochladen und weltweit verfügbar machen. Man sieht: Das Radio kommt ins Internet. Und das ist gut so.

Wenngleich: ich bin und bleibe ein Fan des guten alten (Dampf-)Radios.

Sechs Gründe, warum ich auch in Zeiten von Facebook und Czyslansky ein Radio-Mann bin und bleibe:

Weiterlesen

Achtung: IM Radio – der Spitzel in der Mittelkonsole

Es gibt so Momente, da bin ich nicht sicher, ob ich das, was ich zu hören bekomme, witzig und genial finden soll oder einfach nur unverschämt. Vergangene Woche war so einer – und nein: Es geht nicht um mich. Niemand war ungehörig zu mir, nicht mal die eigenen Kinder, und das will was heißen.
Es geht lediglich um Werbung…
Worum ging’s?
Sie kennen sicher die Empfehlung, in der digitalen Welt bei der freiwilligen Bereitstellung der eigenen Daten Vorsicht walten zu lassen. Das ist nicht unbegründet, muss an dieser Stelle allerdings nicht zum 100. Mal wiederholt werden. Die Warnung der Web-Kritiker reicht bis zur totalen persönlichen Apokalypse, weil man auf irgendwelchen Party-Pics volltrunken die Hosen heruntergelassen hat. Das schlimmste aller Dinge, die passieren können, aber ist: „Wer alles von sich preis gibt, muss sich nicht wundern, wenn er zielgerichtet auf sein Profil Werbung ins Haus bekommt.“
Was, so frage ich mich, ist so schlimm daran? Bin ich nicht alt genug, zu entscheiden, ob ich ein Produkt kaufe oder nicht, und wenn die Werbung noch so auf mich zugeschnitten ist. Noch bin ich derjenige, der den analogen oder digialen Warenkorb füllt.
Jedes Mal, wenn ich den Fernseher einschalte und ein bestimmtes Programm anschaue, läuft Werbung, die speziell für mich und meines gleichen in diesem Umfeld eingebucht wurde. Jede Anzeige richtet sich an die Leser der Zeitung, die ich gerade in der Hand halte. Und trozdem: Ich allein treffe die Entscheidung und muss sie verantworten, ob ich aufgrund einer zielgerichtten Werbebotschaft etwas kaufe oder nicht. Was soll also das ganze Geschnattere?
Und hier kommt ein Beispiel von Marktforschung und wir kehren zurück zur einleitenden Frage „Ist es genial oder ist es unverschämt?“

Weiterlesen

Respekt Restek!

restek minitun

Der RESTEK MTUN+

Ja ja, das Internet ist bekannt dafür, dass ständig unzufriedene Konsumenten mit Wut und Häme über schäbige Hersteller herziehen. Die Welt der Blogs ist angefüllt mit kritischen “Prosumern” und Anklägern. Czyslansky liegt ja auch in diesem Punkt immer im Trend. Ich erinnere nur mal an meine leidvolle und an eben dieser Stelle öffentlich gemachte Auseinandersetzung mit der Firma Kaffee Partner.

“Wo bleibt das Positive?” rufen dann ständig gut meinende Freunde. “Es ist doch nicht alles schlecht auf dieser Welt” und “Früher haben wir nicht gejammert, sondern die Dinge in die Hand genommen” – “und geschossen” würde Thomas Bernhard an dieser Stelle einwerfen.

Gemach meine lieben Freunde: heute wird gejubelt und gedankt. Es gibt sie nämlich noch, die Unternehmen, die nicht nur mit Fleiß und Kompetenz gute Produkte entwickeln und fertigen, sondern die einen Kunden-Service bieten, wie ich ihn seit den Zeiten meines ersten Tankstellen-Pächters Leidl nur selten mehr erleben durfte (Jahre lang durfte ich dort beim Bezug des von meinem R4 bevorzugtenTreibstoffs der Marke “Gasolin” anschreiben lassen). Ich schweife ab …

Meine uneingeschränkte Anerkennung gilt heute der Firma RESTEK. Unter dieser Marke bauen geschickte Hände im hessischen Fuldabrück Hifi-Pretiosen:  Verstärker, CD-Spieler, DAC-Wandler und Tuner. Dabei legt man ganz offensichtlich mehr Wert auf funktionale Produkte, gutes Design und beispielhaften Service, als auf Marketing. Denn auch wenn ich anstandshalber hier auf deren Web Site verweise – der Internet-Auftritt ist eher mitleidheischend, RESTEK-Fan auf Facebook kann man auch nicht werden und so wundert es nicht, wenn zumindest in meinem Freundkreis kaum einer bislang von den guten Leuten aus Fuldabrück Notiz genommen hat.

Dabei haben sie Aufmerksamkeit wahrlich verdient – und zwar aus einem einfachen Grund:

Weiterlesen

Ich mag nicht mehr immer „ON DEMAND“!

„Müssen wir heute schon wieder spielen, was wir wollen?“
Das war der Klageruf des antiautoritär erzogenen Kindes im Kindergarten der 1970er Jahre.

Jetzt heißt es:
Muss ich schon wieder den Film schauen, den ich schauen will?
Die Podcasts hören, die ich will?
Einen  Beitrag zu einem Thema lesen, das mich interessiert?

Früher, als ich noch sequentielle Medien genutzt habe: als das Radio lief, der Fernseher eingeschaltet wurde, um mal zu sehen, was so kam, da war das anders. Da wurde ich immer wieder mal überrascht. Überrascht von Sendungen und Beiträgen zu Themen, von denen ich gar nicht wusste, dass sie mich jemals interessieren würden. Und das hat mein Leben um vieles bereichert und meine Interessen erweitert.
Niemals hätte ich den wundervollen Dokumentarfilm über die Fahrstühle der vorletzten Jahrhundertwende als „On Demand“ heruntergeladen. Niemals den Lebenserinnerungen einer hundertjährigen Schwabingerin gelauscht …
Kann ich dieses Phänomen des überrascht Werdens, des plötzlich inspiriert Werdens in einem „On Demand“ und „Google-Suchbegriff“ – Zeitalter noch erleben?

Gibt es für mich Dienste, wie „zufaellige-doku-gucken.de“ oder „irgendwas-interessantes-lesen.de“?