Schlagwort-Archive: Nazi

Vorsicht Freunde, ich bin bewaffnet

bleistift

… das meine ich ernst. Ich bin bewaffnet. Vor vielen Jahren las ich in einem Krimi von Nino Filasto, von einem Mord, der mit einem Bleistift ausgeführt wurde. Ein Bleistift ist immer eine wunderbare Waffe. Darum bevorzuge ich dieses Schreibinstrument zumindest dann, wenn ich mit Hand schreibe. Das erwähnte ich n meinem Blog ja schon einmal: Ich habe bestellt…

Nun stellt klassischerweise ein Bleistift weder eine Verteidigungswaffe noch ein tatsächliches Tötungsinstrument dar. Und doch, das wissen wir, dass die Feder eine mächtigere Waffe sein kann, als das Schwert. Die Redensart ist hinlänglich bekannt. In Tagen wie diesen ist sie oft genug bemüht worden, womit ich ganz unverhohlen noch einmal auf das Terrorattentat in Paris, das umfassende Thema Pegida/Nopegida, die Demonstrationsverbote, die Lügenpresse usw. zu sprechen kommen möchte. Viel ist in der vergangenen Wochen über Karikaturen und Satire diskutiert worden: Ihre Macht, ihre Grenzen, ihre Verantwortung, ihre Aufgbaben.

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Kick it & Klick it (Teil 15): …wäscht nicht nur sauber, sondern rein

09. Mai 2014 – Hamburg

Was wäscht nicht nur sauber sondern rein? Das ist natürlich Ariel. Den Slogan kennt man den 60er Jahren. Damals tauchte Johanna König in weißer Latzhose auf – patent, forsch und eine Mechanikerin mimend – beugte sie sich über die Waschmaschine, zauberte eine Packung Ariel hervor – und zack. Klementine wusste eben, wie man dem Dreck in der Wäsche zu Leibe rückt:


Wie es sich also für ein Waschmittel gehört, holte damals schon Ariel die Fettflecken aus dem Hemd, hoch und heilig von Klementine versprochen. Alles war porentief rein!

Aber Ariel kann noch viel mehr. Ariel holt nicht nur das Fett raus, sondern setzt sichoffensichtlich gern auch mitten rein – ins sprichwörtliche Fettnäpfchen. Das zwar ohne Absicht, aber auch ohne einen Funken Weitsicht oder Sachverstand. Wie anders ist es zu erklären, dass Ariel vor Kurzem eine Aktionspackung in den Handel gebracht hat, die jetzt nicht nur Ziel des Gespötts wird, sondern auch zu ernsthaften Irritationen geführt hat, weshalb Ariel das Produkt ab sofort nicht mehr ausliefert.

Worum geht es?
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Die Schirrmacher-Story, oder: Von der Relevanz des Bloggens

Wir Blogger müssen uns langsam echt die Frage stellen, ob wir relevant sind. Diese Frage drängte sich mir auf, als ich einen Beitrag von Florian Ranner auf dem von mir sehr geschätzten Blog „grenzposten.de “  las, der sich mit meinem Zwist mit Frank („mein Kopf kommt nicht mehr mit“) Schirrmacher befasste, dem ich ja vorwerfe, in seinem diversen Büchern und Zeitschriften eine an nationalsozialistische Propaganda erinnernde Argumentationsweise zu verwenden.

Notabene: Ich sage nicht, Schirrmacher sei ein Nazi. Ich sage nur, er verwendet die gleichen Techniken, die Nazi-Propagandamacher (und nicht nur die) in der Vergangenheit verwendet haben, nämlich: grobe Vereinfachung (Schwarzweiß-Malerei), fahrlässiger Umgang mit Fakten und Zitaten (wir Journalisten sagen dazu augenzwinkernde „Fakten schönen“) und vor allem: Angstmacherei.

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