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Mit dem iPad ins Büro

Office bleibt eben Office!

Office bleibt eben Office!

Die beste Nachricht des Jahres für Windows-Benützer, die gleichzeitig Besitzer eines iPad sind, ist schon da, und abei ist das Jahr erst drei Monate alt! Dass die unsinnige Weltentrennung  bereits aufgeweicht worden ist, wurde an dieser Stelle bereits gebührend gefeiert (siehe „Endlich: Der iPad kann jetzt Windows!„). Aber dazu musste man sich eines Umwegs über eine App namens  ParallelsAccess bedienen. Aber jetzt ist die Sache (fast) perfekt.

Microsoft hat seinen jahrlangen Widerstand aufgegeben sein Kernprodukt, nämlich „Office“ als App auf den iPad portiert. Der einzige Haken: Man muss ein Abo für Windows 365 abschließen, was 99 Euro im Jahr kostet. Dafür kann ich es aber auf bis zu 5 PC, Macs oder eben auch iPads verwenden, was in einem so gerätintensiven Haushalt wie dem unseren durchaus ein Vorteil ist. Weiterlesen

Stevie und das Brett vor’m Kopf

Stevie hat ein Brett vor’m Kopf – Nicht etwa im übertragenen Sinn, sondern im wahrsten Sinn des Wortes.
Stolz wie Oskar sitzt er in der in der Sporthalle in der zweiten Reihe und schaut seiner Tochter bei ihrem Aufrtitt zu. Dieser ist Teil des Showprogramms auf der Weihnachtsfeier des örtlichen Vereins. Und Stevie lässt keine Bewegung der Kleinen unbeobachtet. Zwar schaut er nicht mit den eigenen Augen zu sondern mit dem digitalen, aber das macht ja nichts.
Stevie nämlich filmt sein Töchterchen mit seinem Tablet. Eben einem Brett.
Das hält er sich breit vor’s Gesicht, damit er auch alles sieht.
Nur die, die hinter Stevie sitzen, sehen natürlich nichts.
Außer dem iPad.
honk2Das ist dem Mann im olivfarbenen T-Shirt, den tätowierten und aufgepumpten Oberarmen und der Army-Cap aber egal. Nicht, dass er das billigend in Kauf nimmt. Er denkt gar nicht erst so weit, dass er mit seiner Filmerei anderen die Sicht nimmt. Denken ist offensichtlich Stevies Sache sowieso nicht, sonst hätte er sich vermutlich einen besseren Platz für seine filmischen Tätigkeiten ausgesucht. Andere Eltern sind da klüger. Sie positionieren sich am Rand der Sporthalle sehr weit vorne, zücken Kameras und Handies und fotografieren oder filmen, was das Zeug und der Akku hergeben: Mit Handies, Kameras soger mit Spiegelrefelx. Aber so ein hippes iPad hat natürlich nur Stevie.
Und der filmt – wie bereits erwähnt – aus der Menge heraus.
Immer wieder macht seine Frau einen langen Hals. Auch sie will sehen, was Stevie filmt. Das Display zeigt das ja so schön an. Dass das wichtiger ist als die Choreographie der Sportgruppe, die sich direkt vor ihrer Nase abspielt, sagt alles. Später wird sie sich den Clip ansehen müssen, um zu sehen, was sich eigentlich gerade vor ihr abgespielt hat, ob alle im Takt waren, ihr Töcherlein eine gute Figur abgibt und überhaupt… Denn vom eigentlichen Auftritt bekommt sie genauso wenig mit wie Stevie.

honk1Stevies Clip wird vermutlich irgendwann bei Youtube auftauchen – ungeschnitten, mit verwackeltem Bild und mit schepperndem Ton samt aller Gespräche, die um ihn herum geführt wurden. Die werden garantiert auch zu hören sein. Der Clip bei Youtube muss sein, denn nur so kann Stevie den Link an Verwandte, Freunde und Bekannte zwischen Aachen und Görlitz verschicken und sein Töchterlein präsentieren. Begeisterte und stolze Väter sind so.
Und stolzeTablet-Besitzer wohl auch. Das muss man verstehen.
Muss man?

Endlich: Der iPad kann jetzt Windows!

ParallelsAccess

Wenn das kein Fortschritt ist?

Ich gebe es ja zu: Ich liebe meinen iPad. Das heißt: Eigentlich hasse ich ihn, weil er so furchtbar umständlich und unhandlich ist. Die Tastatur ist ein Folterwerkzeug, das von übelmeinenden Apple-Ingenieuren ersonnen wurde, um uns die Zeit zu stehlen und uns in den Wahnsinn zu treiben. Wer wie ich blind tippen kann verbringt mehr Zeit damit, nachträglich Tippfehler zu korrigieren als mit dem Schreiben selbst. Das einzige, was man über das Mail-Programm sagen kann ist: Es ist nicht Outlook. Aber ich lebe in einer Outlook-Welt, verdammt noch mal! Und in einer Word-Welt, einer Excel-Welt und einer PowerPoint-Welt. Nur wenn ich mit meinem iPad unterwegs bin, lasse ich das alles zurück und bewege mich in einer anderen, einer fremden und auch ein bisschen unheimlichen Welt, nämlich die von Apple.

Aber ich liebe meinen iPad, wie gesagt, weil er so schick ist und so flach, so ungeheuer praktisch für unterwegs und weil ich meine ganze Sammlung klassischer Musik-CDs darauf gespeichert habe, die ich per Bluetooth über die Stereoanlage oder unterwegs übers Autoradio abspielen kann, und weil es so ein mega-cooles Backgammon-Spiel für den iPad gibt, mit dem ich mir die Mußestunden im Flieger oder im Hotel vertreiben kann.

Apple und Windows: Zwei Welten – aber zwei Welten, die sich jetzt begegnen. Weiterlesen

20 Jahre unfallfreies Telefonieren im GSM-Netz

Sterben in Schönheit

Sterben in Schönheit

Ich habe 1993 mein erstes GSM-Mobiltelefon bekommen, ein Motorla 9600 („Backstein“ genannt), mit dem man der Legende nach zur Not auch Zeltheringe einschlagen konnte. Ich war damals Leiter der Redaktionsgruppe Multimedia bei der Motor Presse Stuttgart, und eines meiner Babys war die Entwicklertruppe, die an der neuen Zeitschrift „connect“ gearbeitet hat. Wir haben damals Kriterien für das Testen von Handys entwickelt, und ich habe vorgeschlagen, einen speziellen „Cole-Test“ einzuführen, nämlich den freien Fall aus einem Meter Höhe auf eine möglichst harte Unterlage. Auf die Idee kam ich, weil ich damals einen sehr schönen Regenmantel von Burrberry mit Durchstecktaschen besaß, und fast jedes Mal, wenn ich den Knochen in die Manteltasche stecken wollte, griff ich daneben, und das Dinge landete auf dem Boden.

In den vergangenen 20 Jahren haben viele Handys den Cole-Test bestanden, Dutzende von Nokia-Generationen, Palm-Treos und neuerdings der iPhone. Ein Nokia Lumina war dabei und ein paar HTCs.

Doch nun ist meine Serie gebrochen: Weiterlesen

6:1 fürs iPad

Versuchen Sie das mal mit einem PC!

Versuchen Sie das mal mit einem PC!

Als Apple 2010 seinen legendären iPad auf den Markt brachte und damit eine Gattung von intelligenten Endgeräten erschuf, die wir inzwischen „Tablet PC“ nennen, habe ich hier auf Czsylansky einen als „Vergleichstest“ getarnten satirischen Beitrag verfasst, in dem ich die relativen Vorzüge eines iPad mit denen eines Serviertabletts verglich. Natürlich war am Ende das Tablett der Sieger, und zwar deutlich: „5:1 für das Tablett“ lautete die Überschrift.

Wie schnell aus Satire Ernst werden kann! Wir sind ja letztes Jahr nach Österreich in den schönen Lungau gezogen, wo wir im Alten Forsthaus von St. Michael eine Idylle entdeckt haben, um die man uns mit Recht beneidet. Nur ein Problem gibt es: die langen Wege. Um von der Küche auf die Gartenterasse zu gelangen, muss man durch den Windfang (der bei uns „Thomas-Mann-Zimmer“ heißt, weil es uns an das Davos aus „Felix Krull“ erinnert), dann eine Treppe hinunter in den Garten und schließlich ums Haus gehen. Heute morgen nach dem Frühstück räumte meine Frau das Geschirr auf den Serviertablett und ging ins Haus. Ich blieb noch auf eine Tasse Tee sitzen. Als ich reingehen wollte, musste ich erstens die Tasse, zweitens die Zuckerdose, drittens die Milchkanne und viertens den iPad abräumen. Da ich nur zwei Hände habe, bedeutet das zweimal Gehen. Bis mir die Erleuchtung kam und ich das Zeugs einfach auf den digitalen Flachmann stellte.

Ich muss also im Nachhinein das Ergebnis meines Vergleichstests korrigieren: Er hätte 6:1 für den iPad lauten müssen – denn der Apple-Flachmann kann ja alles, was ein richtiges Tablett kann, und noch ein bisschen mehr (im Internet surfen, Mails ziehen, etc.).

Ob Steve Jobs daran gedacht hat, als er den iPad ersann? Zuzutrauen wär’s ihm ja…

Schnelle Truppe

Ganz schön eng!

Ganz schön eng hier!

ITler leben in einer äußerst schnelllebigen Branche. Das hat schon Gordon Moore erkannt, der legendäre Mitbegründer von Intel, der 1965 das nach ihm benannte Gesetz formulierte, wonach sich die Komplexität von integrierten Schaltkreisen alle 18 Monate verdoppelt. Die Chips werden zwar schneller, aber offenbar nicht billiger, was irgendwie unlogisch ist.

Eigentlich müsste ich heute den Computer, den ich vor zehn Jahren gekauft habe und der mir wahrscheinlich auch heute noch gute Dienste leisten würde, heute geschenkt bekommen, aber so funktioniert das nicht. Stattdessen werden die Programme immer dicker und die Datenmengen, die mein Computer verarbeiten muss, immer größer, so dass ich ungefähr alle 18 Monate gezwungen bin, mir einen neuen Rechner zuzulegen, der natürlich auch immer gleich teuer ist. So bleiben wenigstens die Verdienstmargen der Hersteller gleich, egal was der alte Moore dazu sagt.

Einmal allerdings hat es so ausgesehen, als ob dieser Teufelskreis durchbrochen werden würde nämlich als 2008 mit dem Asus EeePC 700 der erste so genannt „Netbook“ auf den Markt kam. Weiterlesen

Mit dem Computer aus der Krise

Willkommen in der Computer-Steinzeit!

Die Deutschen haben ein Problem mit dem Computer. Nur 61 Prozent der Beschäftigten hierzulande arbeiten im Büro an einem PC – eine Zahl, die sich seit 2007 nicht mehr verändert hat! Außerdem ist das Mittelmaß: Selbst die Belgier und Holländer sind da weiter als wir, von den Nordländern ganz zu schweigen: In Finnland sitzen drei Viertel der arbeitenden Bevölkerung tagsüber vorm Bildschirm.

Hier drängt sich geradezu der direkte Zusammenhang zwischen volkswirtschaftlichen Erfolg und der Computernutzung im Betrieb auf. Denn in den Ländern, die uns angeblich durch ihre Faulheit und Verschwendungssucht den ganzen Euro-Schlammassel beschert haben, sind Computer am Arbeitsplatz Mangelware, nämlich in Italien (44 Prozent) und Griechenland (43 Prozent). Womit sich im Übrigen eine ebenso einfache wie charmante Lösung der Eurokrise abzeichnet: Schickt den Griechen kein Geld, sondern unsere ausrangierten PCs, dann wird die hellenische Wirtschaft von ganz alleine zum olympischen Höhenflug ansetzen. Weiterlesen

Digitaler Überlebenskampf

Der Kampf um die Steckdose wird in unserer Familie mit bitterem Ernst ausgetragen, vor allem in unserer Ferienwohnung in Sölden. Damals, als wir die Dachhälfte im Elternhaus meiner Frau ausgebaut haben, lebten wir in einer unschuldigeren Zeit, und der Innenausbauer hielt zwei Steckdosen im Wohnzimmer und je eine in Küche , Flur und Schlafzimmer für völlig normal und ausreichend. Wie hätte er denn auch das Zeitalter der Gadgets vorausahnen sollen, der uns solche Dinge wie digitalen Mundraub und Steckdosenstau beschert hat.

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Ist RIM noch zu retten?

Wohin geht die Reise?

In den US-Medien pfeifen es die Spatzen von den Dächern, am deutschen Blätterwald scheint die Story ziemlich spurlos vorbei zu rauschen: RIM, der Hersteller des einstigen legendären Lieblingshandys aller Unternehmensberater und Möchtegern-Manager, steht offenbar direkt am Abgrund. Ob die Kanadier morgen ein Schritt weiter sein werden, ist noch offen. Jedenfalls überschlagen sich in der US-Bloggerszene Meldungen wie „Blackberry and Blue, Again“ oder „RIM on the Edge“. Die Aktie befand sich bis vor Kurzem an der NASDAQ im freien Fall und dümpelt inzwischen irgendwo bei $28 Dollar herum – Anfang des Jahres lagen sie über $70.

Wie konnte das passieren? Weiterlesen

Mamas kleiner Helfer

Guter Vergleich (von Paul Mayevsky)

Ich bin kein Freund von Tablett-PCs. Freunden gegenüber schimpfe ich immer über den Fortschritt, der uns zurückgebracht hat zu einem Formfaktor, der vor 4000 Jahren modern war, als die alten Kulturvölker am Euphrat und Tigris auf Tontafeln geschrieben haben. Nur weil  Steve Jobs sie wie weiland Moses seine Gesetzestafeln in die Höhe hielt, dachte ich mir, muss ich noch lange nicht vom

Aber dann war ich in Amerika und im Apple Store in new York wurde fast nur Deutsch gesprochen. Jeder, aber auch jeder, wollte so ein flunderförmiges Gerät als Reisemitbringsel haben, und so habe ich auch ich mich dazu erweichen lassen, eins zu kaufen und daheim stolz meiner Frau zu zeigen. Die zeigte mir einen Vogel, jammerte über das schöne Geld und ignorierte das Ding geflissentlich.

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