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Datenschutz zum Selbermachen

Wie uncool!

Wie uncool!

Kids gehen völlig sorglos mit ihren Daten um – richtig? Falsch! In Wahrheit sind sie sogar sehr empfindlich. Und strafen diejenigen ab, die wie Facebook oder Twitter mehr oder weniger nach Gutsherrenart mit den persönlichen Informationen ihrer Mitglieder umgehen.

Dass Facebook uncool ist, pfeifen die Spatzen ja schon seit einiger Zeit von den Dächern. Doch nun liegen auch belastbare Zahlen vor. Die Social Media-Studie der Firma Magid, die auf der Befragung von 1934 User im Alter von 13 bis 64 Jahren beruht, hat einen deutlichen Abfall der „klassichen“ Anbieter gezeigt. Dafür sind solche Newcomer wie Snapchat und Instagram die großen Gewinner. Weiterlesen

Ich twichtle – Ein Erfahrungsbericht (Teil: 2)

20141130_145622Spontan und auf der Suche nach einer netten, weihnachtlichen Story für Czylansky habe ich mich im November beim Twitter-Wichteln – kurz twichteln – angemeldet.
Ich werde twichteln schrieb ich und war neugierig, was denn dabei herauskommen würde.

Nun: Zunächst habe ich den Twitternamen und die Adresse eines mir vollkommen fremden Menschen bekommen. Wobei: Vollkommen fremd ist mir dieser Mensch nicht, denn wir folgen uns bei Twitter gegenseitig. Das heißt: Wenn es einigermaßen gut geht, liest dieser Mensch, nennen wir ihn H., meine Tweets und ich lese seine. Das aber passiert eher unregelmäßig und vor allem zufällig, wenn ich mal bei Twitter bin und H. gerade was geschrieben hat, dann taucht das bei mir in der Timeline auf. Ich habe mir abgewöhnt, halbe Ewigkeiten zu scrollen und nachzulesen oder einzelne Twitterer aufzurufen und mich durch deren Tweets durchzugraben. Dazu ist es zu viel geworden. So funktioniert es auch ganz nett: Tür aufreißen, reinschauen, eine Runde mitkreischen, Tür zu.
Nun aber ist es anders. Ich durchstöbere H.s Tweets auf der Suche nach Hinweisen. Was schenke ich diesem Menschen? Vielleicht finde ich in den Tweets oder in den Bildern, die er hoffentlich hochgeladen hat, ein paar Spuren.
Mann, ist das spannend. Herr P. (also ich) wird ein Profiler. Mosaikstein um Mosikstein baue ich mir H.s Profil zusammen. Natürlich erfahre ich, wo er wohnt (ok, das wusste ich aus der Mail der Veranstalterin). Aber ich weiß jetzt auch, wohin er in Urlaub fährt, wo er sich rumtreibt, welche Hobbys er hat, ob er ein Tier hat (ich glaube schon) usw. usw. Und ob H. ein Mann oder eine Frau ist (aber das verrät das Avatarbild sowieso, das ist ein Portrait, und ich bin sicher, dass ist H. selbst). Und plötzlich verstehe ich auch seinen Twitternamen, der sich aus dem Realnamen herleiten lässt. Mann… ich geh zur Kripo.
Aber ich bin kein Profiler. Ich bin ein Stalker wenn auch mit ehrenhaften Absichten. Irgendwann nämlich entdecke ich ein Foto auf Instagram, dass H. hochgeladen hat. Es zeigt etwas Nettes versehen mit dem Satz „So etwas hätte ich auch gerne“.
Den Rest macht Google. Ich finde das Produkt, bzw. ein Ähnliches. Um es zu bekommen, muss ich mich in einem eher sonderbaren Shop anmelden. Was es nicht alles gibt… ok, mach ich auch das. Das Teil gibt’s weder bei Amazon noch bei ebay und ich werde ganz sicher nicht kreuz und quer durch die Stadt laufen, um ein Geschäft zu finden.

20141211_202259Das Geschenk garniere ich noch mit meinem neuen Buch. Damit ich die Regeln einhalte und nicht über Budget komme, wird das als Privatentnahme notiert. 10 Euro sind die Obergrenze und daran halte ich mich (nun ja… fast).

Als ich das alles verpacke und das Papier glattziehe, komme ich mir ein wenig wie in einem RTL-Scripted-Reality-Format vor. So wie die frauensuchenden Bauern, die die Bettlaken extra gerade ziehen, die bauernsuchenden Frauen, die Irgendwas voller Hingabe als Mitbringsel packen… so viel Liebe, so viele Erwartungen, so viel Emotionen in einer winzigen Geste.
Natürlich bin ich weder Bauer noch Frau, suche weder das eine noch das andere, aber ich bin überrascht, wie wichtig mir das geworden ist, das mein Geschenk ankommt. Also lege ich einen Screenshot des Instagram-Fotos dazu und wünsche viel Freude mit dem ersehnten Teil. Und ich hoffe, mein Twitter-Wichtel-Gegenüber weiß das auch zu würdigen.
Ab jetzt schaue ich täglich in die Post nach Päckchen sonderbarer und unbekannter Herkunft. Wann kommt mein Twichtelgeschenk? Und was wird es sein?
Ich bin so gespannt, denn Post kommt reichlich. Auch Päckchen. Aber das sind alles Sachen, die ich selbst zum Verschenken bestellt habe, einiges bei Amazon Marketplace.

Ich will aber auch ein Geschenk. Verdammt. Ich bin so aufgeregt. Das ist ja wie Weihnachten…

 

WhatsApp hat die Nase vorn

SC20130826-124319Brandneu ist eine Statistik des Focus, aus der hervorgeht, dass WhatsApp mit mittlerweile knapp 20 Millionen Nutzern die meistgenutzte Handy-App in Deutschland ist. Jeder vierte Deutsche benutzt mittlerweise dieses Kommunikationstool.  Im Zeitraum März/April lag die Zahl noch bei etwas über 16 Millionen Nutzern.  Das bedeudet, dass WhatsApp im vergangenen Quartal eine Steigerung von rund 20% erzielen konnte und fast vier Millionen weitere Handy-Nutzer überzeugen konnte, sich die App zu kaufen.  Zwar sind die Gebühren für WhatsApp vergleichweise gering, aber es dürfte bei diesem rasanten Zuwachszahlen doch ein erkleckliches Sümmchen dabei herauskommen.
Spannend ist, dass damit der ewige App-Klassenbeste Facebook überholt wurde – ob auch abgehängt, wird die Zeit zeigen.  Facebook konnte es im gleichen Zeitraum nur um eine Steigerung von runf 17 auf rund 18 Millionen Nutzern bringen, ob auch hier eine gewisse Facebook-Müdigkeit ihren Ausdruck findet, wie sie in zahlreichen anderen sozialen Netzwerken, vor allem bei Twitter immer wieder thematisiert wird, sei dahingestellt. Weiterlesen

Phubbing? Das machen doch alle!

phubbingPhubbing…
Kennen Sie?
Nein?

Doch. Das kennen Sie; ganz sicher. Und möglichweise machen Sie das auch. Denn das machen viele – verdammt viele, eigentlich fast alle. Aber vielleicht kennen Sie es nur noch nicht unter diesem Wort.

Ganz neu ist der Begriff Phubbing nicht mehr, das Wort Phubbing, zumindest wenn man den Einträgen auf Wordspy.com trauen darf. Das erste Zitat geht auf den 16. Juni 2013 zurück, aber der große Durchbruch kam erst diese Woche.
Endlich ist ein Begriff gefunden für eine Unart, die heutzutage gang und gäbe ist – oder schon gar nicht mehr als solche empfunden wird. Wordspy.com definiert Phubbing als Snubbing another person by using your smartphone instead of interacting with that person., also als Rumgespiele mit dem Handy in Gegenwart anderer, mit denen man sich gerade im Gespräch befindet oder befinden sollte.

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