Schlagwort-Archive: Geld

I got mail…

Rebecca Williams kennen Sie vermutlich nicht.
Ich kenne sie auch nicht.
Aber sie scheint mich zu kennen. Daher schickt sie mir eine E-Mail. Da sie mich aber nicht gut genug kennt, sieht sie in mir einen frommen Zeitgenossen, womöglich sogar den Gründer einer Kirche. So ganz abwegig ist das nicht, denn meine Mutter empfahl mir, da war ich einer von diesen unerträglichen Teenagern, nach Indien zu gehen und eine Sekte zu gründen. Da würden mich dann alle anbete46641n, wie ich das so gern hätte und ich müsse mich nicht weiter um meine miserablen schulischen Leistungen kümmern.
Das ist lange her, ich bin nicht nach Indien gegangen, kein Guru geworden, niemand betet mich an und die schulischen Leistungen wurden auch wenigstens ein wenig besser. Aber ich schweife ab. Also zurück Rebecca Williams und ihrer E-Mail.

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Nur Bares ist Wahres – oder?

Wo bleibt mein Caramel Mocha Frappuccino?

Eine Bekannte erzählte mir, sie habe neulich aus einer Laune heraus einer Freundin in einer anderen Stadt einen Brief geschrieben, und zwar mit der Hand! Das habe sie seit Jahren nicht mehr getan, und auch die Freundin war wohl überrascht; jedenfalls bedankte sie sich am Telefon ganz, ganz herzlich. Es sei halt doch eine andere Qualität der Kommunikation.

Am gleichen Tag las ich in der New York Times einen Artikel mit der Überschrift: „Pay by app: No cash or card needed.“ In den USA, so der Technikredakteur der NYT, David Pogue, zeichne sich langsam das Ende von Bargeld ab. Nun sind meine Landsleute ja schon lange ausgewiesene Kartenzahler: Man bezahlt längst in New York am Zeitungskiosk per Karte für seine Times-Ausgabe. Aber bislang war das eine recht einseitige Sache, denn nur Händler, die mit einer Kartenfirma einen Vertrag hatten, konnten Plastikgeld kassieren. Wer beispielsweise seinen Babysitter bezahlen musste, tat das mmer noch mit Münzen und Scheinen. Zumindest in Amerika hat jeder Taxifahrer einen Kartenleser, aber der freundliche Hotelportier, der einem beim Aussteigen aus dem Taxi half, erwartete sein Trinkgeld in bar. Weiterlesen

Keine Werbung für Czsyslansky!

In letzter Zeit treten immer häufiger Interessenten an die Gesellschaft der Freunde Czylanskys mit dem Ansinnen heran, Werbung auf der Website des genialen Vordenkers der digitalen Revolution schalten zu dürfen. Dies hat eine durchaus kontroverse Diskusssion ausgelöst, die stellenweise das übliche Dekorum des ansonsten der reinen Lehre Czyslanskys geweihten Quorums zu stören droht.

Da einerseits die Gesellschaft dank der Tantienmen aus den unzähligen Erfindungen des großen Meisters (das Internet, die Coca Cola-Formel, das Perpetuum Mobile et al.) finanziell unabhängig ist, die Gesellschafter andererseits dem Lebensmotto Czyslanskys verpflichtet sind („Geld macht nicht glücklich, aber es finanziert die Illusionen“), wären Werbeeinnahmen aus der Vermarktung der überaus erfolgreichen Online-Präsenz willkommen. Andererseit ist ein gewissenes Enui einzelner Gesellschafter unüberhörbar, etwa Michael Kausch („… das bringt ja nur geld und wir wissen dann nicht wohin damit“).

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read.me, drink.me, buy.me

Rechner im Internet haben interne Adressen, sogenannte IP-Adressen (IP: Internet Protocol). Namen spielen auf den unteren Schichten des Internet keine Rolle. Man kann anstelle von www.space.net auch 194.97.129.8 eingeben. Funktioniert genauso, zumindest erreicht man denselben Rechner. Aber www.space.net ist nun mal leichter zu merken.

Wie alles begann…

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Irrsinn beim IRS

Wo arbeiten die humorvollsten Menschen? Beim Fernsehen? Kaum – der Beweis wird täglich angetreten. In der Politik? Schon besser. Aber die wirklich lustigen Menschen arbeiten für die Steuerbehörden. Natürlich nicht in Deutschland. Aber in den USA. Dort gibt es eine Behörde mit dem harmlosen Namen „Internal Revenue Service“. Interner Umsatz-Dienstleister? Das ist ja schon der erste Witz – es handelt sich um die IRS, die oberste amerikanische Steuerbehörde.

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