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Mythos #7: Der Streit ums Urheberrecht ist ein Internet-Problem

Der Streit ums Urheberrecht, seine Wahrung und seine Verletzung ist keine Begleiterscheinung des digitalen Zeitalters und nicht erst seit der weltweiten Nutzung des Internets eines der Topthemen.
Die Nutzung – und die Ausbeutung – des geistigen, gestalterischen und künstlerischen Eigentums anderer ist so alt wie die Menschheitsgeschichte insgesamt.
Mal gefordert und gefördert, mal verdammt und verurteilt eine Gesellschaft das Kopieren berühmter Kunstwekre, das Abschreiben von Büchern, das Aufgreifen antiker Mythen und Erzählungen. Die gesamte Kunst-, Musik- und Literaturgeschichte liefert in Hülle und Fülle Beispiele von Refrenzen, Reminissenzen, Bezügen, Anspielungen auf und/oder Plagiaten anderer Werke.
Das war schon in der Antike so.

Nun ist es müßig, darüber nachzudenken, ob die literarische Neufassung eines Faust-Motivs eine Urheberrechtsverletzung darstellt oder nicht.
Weniger müßig ist es aber, in diesem Zusammenhang eine ganz andere Verletzung des Urheberrechts als Beispiel zu bemühen, die zwar offiziell geächtet, de facto aber von weiten Teilen der Bevölkerung toliert und sogar mitgetragen wird: Weiterlesen