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Die Killerspiele der CDU

wolfgang_boernsenEs gibt einen Abgeordneten der CDU-Bundestagsfraktion, der selten auffällt, aber wenn, dann negativ. Er ist ein recht unscheinbarer Typ, meldet sich nur selten zu Wort und wenn ich was von ihm lese, dann kopfschüttelnd. Sein Name ist Börnsen und er hat den schwarzen Gürtel im Phrasendreschen. Seine Ängste sind Killerspiele und gewalttätige Filme und er will das alles verbieten. Und wenn man es schon nicht verbieten kann, dann kann man wenigstens laut dagegen predigen. Bis jetzt ist das alles recht harmlos und rechtfertigt nicht, sich schon wieder mit ihm zu beschäftigen, das kann man alles hier nochmal nachlesen.

Nun wird etwas über den Server der CDU/CSU-Bundestagsfraktion verbreitet. Börnsen ist der Autor:

Killerspiele sind nicht preiswürdig

[…] Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion distanziert sich von der Entscheidung der unabhängigen Jury, in der Kategorie „Bestes Deutsches Spiel“ ein so genanntes Killerspiel zu nominieren. Wir halten diese Nominierung für unvertretbar.

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Überraschung an der Saar? Wohl kaum…

Sie häufen Seide, schöne Steine
Und Gold in ihr verfaultes Holz
Sie sind auf die geraubten Weine
In ihren wüsten Mägen stolz.

Bert Brecht: Ballade von den Seeräubern

Logo der Saar-Piraten.

Jetzt sind sie also da, die Piraten. Nach dem fulminanten Walerfolg in Berlin gefielen sich die etablierten Parteien, Grüne und Linke längst eingerechnet, die Piraten als einen schillernden Großstadtreflex zu stilisieren. Junge, rebellische und intellektuelle Menschen, Studenten, Avantgardisten, Szene-People – wen und was hat man nicht alles bemüht, um die Demografie der Piratenwähler zu beschreiben… Es sei das Sepktrum von den Protestler bis zu den  Spaß-People, die ein Haufen Amateur-Politiker in in das rote Rathaus gewählt haben. Menschen, die verantwortungslos einfach aus Spaß an der Sache ein paar Exoten ihre Stimme gegeben haben.

In den Flächenstaaten werde sich das nicht wiederholen, hieß es. Die ohnehin traditionelle  Landbevölkerung sei für einen solchen Unfug nicht zu haben. Und auch in den weniger „trendigen Städten“ z.B. an Rhein und Ruhr oder Rhein-Main würden die Piraten kein Bein von ihren Schiffen in die Landesparlamente setzen.

Und nun das: 7,3% im Saarland. Zwar zählt das Saarland weder zu den Flächenstaaten mit ausgesprochen landwirtschaftlicher, konservativer Struktur, und auch nicht zu den Ballungsräumen Rhein-Ruhr oder Rhein-Main, aber auch hier hat ein Häuflein Verwegener den Einzug ins Landesparlament geschafft.

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Die CDU versteht das Internet und schon ist es voll!

Derzeit lässt ein Twittermob das Internet volllaufen. So scheint es jedenfalls, wenn man nach dem Hashtag #VollDasInternet sucht. Quelle der Konspiration ist ein Beitrag des NDR-Fernsehens von der CDU Medianight in Berlin, in dem sich zum Beispiel Kulturstaatssekretär Bernd Neumann zur Überfüllung des Internet äußert. Das Beste seit Kohl’s Datenautobahn:

Danke Spreeblick Zwinkerndes Smiley

No, they can’t – warum die sozialen Medien nur über die Graswurzeln die Politik erobern werden. Blog auf! äh – Glück auf!

nrw ruettgers

nrw kraft

Es ist Landtagswahl im Pott, und so zwitschert die Politik aus allen Blogs und Foren. Die Parteien haben das Internet als Waffe in einem ansonsten eher müden Wahlkampf entdeckt. Einen Dämpfer haben die Ruhrgebiets-Obamas nun von den Forschern der Universität Hohenheim erhalten. Die Ergebnisse ihrer Studie über die Bedeutung des Web 2.0 im aktuellen NRW-Landtagswahlkampf ist sicherlich allgemein auf Wahlen in Deutschland übertragbar. Und das Ergebnis ist ernüchternd: Das Internet spielt hierzulande noch kaum eine Rolle bei der Willens- und Entscheidungsbildung. Aus Rüttgers werden auch Blogs und Tweets keinen Ruhrpott-Obama machen. Und dass sich die bayerische SPD wird an die Macht twittern können, ist eher unwahrscheinlich.

Die Ergebnisse der Forscher in der Schnellübersicht:

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Nur eine halbe Ohrfeige für Zensursula

Na, wenigstens sind die Online-Sperren erst mal für ein Jahr vom Tisch. CDU und FDP haben sich in ihrer Kolaitionsvereinbarung wenigstens darauf einigen können, der ehemaligen Familienministerin Ursula von der Layen eine halbe Ohrfeige zu verpassen. Die von ihr initiierten Internet-Sperren sollen erst mal ausgesetzt werden. In einem Jahr wird nochmal geprüft, ob sie wirklich nötig sind.

Also, das hätte ich ihnen jetzt schon sagen können: nein, sie sind es nicht!

Laut Beschluß der Koalitionäre soll sich das BKA „zunächst auf die Löschung solcher Seiten konzentrieren, auch durch eine stärkere internationale Zusammenarbeit“, was Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Chef des Branchenverbands BITKOM, irgendwie gut findet, Löschen sei besser sei als Sperren, sagt er.

Ich kann das schwer nachvollziehen: Wie will das BKA irgendwas löschen, ohne massiven Zwang auf die Provider auszuüben. Ist das vielleicht keine Form von Zensur? Und was haben denn die Kids davon, die weiterhin vergewaltigt und dabei gefilmt oder fotografiert werden?

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