Schlagwort-Archive: Merkel

Frau Merkel: Wirre Schelte

Eltern, die sich über die unaufgeräumten Zimmer ihrer Kinder ärgern, haben verschiedene Möglichkeiten. Belohnungsversprechen, das berühmte „ernste Wort“, Sanktionen. Oder aber, besonders gemein, sie gehen auf Facebook, achten durch geeignete Tags drauf, dass alle Klassenkameraden der Kinder zuhören, und lesen ihnen dann die Leviten. Öffentlich, mitten in ihrer Peergroup.

Würden Sie nie machen? Richtig, ich auch nicht. So etwas macht nur Angela Merkel, die in Davos die versammelte deutsche Wirtschaftselite düpierte, zumindest laut eines Kommentars im Managermagazin: „Die digitalen Dämmerer“. Wir verlören den Anschluß an die digitale Entwicklung, die deutsche Industrie falle gefährlich zurück, da sie sich nicht ausreichend um „Industrie 4.0“ kümmere.

Muss man das ernstnehmen? Weiterlesen

Meckels Messerzüge

Meckels Messerzüge

Wie man 1803 seinen Vater kochte

Ich war dreizehn Jahre alt, mein Freund Ludwig Wucherer erst zwölf, als das Unvorstellbare auch wirklich geschah – wir schnitten meinen Vater auf. Seine Eingeweide schwammen in weißlichem Wasser, und tatsächlich ragte die gewanderte Leber wie ein Inselberg daraus hervor. Die Geheime Räthin Meckel, Deine Großmutter, musste eine große Schöpfkelle aus der Küche holen, weil die anatomische für die Ausschöpfung ihres Gatten einfach zu klein war. Wir köpften den Vater, natürlich vorsichtig, und wir weideten ihn aus. Dann entfleischten wir ihn und kochten seine Knochen.

Was für ein Anfang! Wer aber nun meint, das vorliegende Buch sei geeignet für Menschen, die schon immer mit ihren Vätern abrechnen wollten, der hat sich geirrt. Das Fleischpräparieren  und Knochenkochen ist nichts als Lokalkolorit, handelt es sich bei der Familie Meckel doch um eine Versammlung von Koryphäen der Anatomie. Und so wie das Aufschneiden von Leichen seine Schrecklichkeit verliert, wenn sie alltäglich und banal wird, so erscheinen, sind wir einmal mitten drin, auch die Schrecken des Krieges entfernter denn je zuvor.

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Eine tragbare Lösung für das Wall Street-Dilemma

So sehen Sieger aus!

Der Amerikaner Thomas Friedman hat eine so herzerfrischende Art, es auf den Punkt zu bringen, egal worüber er schreibt. Sein Buch, „The World is Flat“, hat das Gespenst der Globalisierung auf handliche Haushaltsgröße reduziert, und in seinen Kolumnen für die „New York Times“ heilt er mit leichter Hand die dringendsten Probleme der Gegenwart mit simplen, auf gesunden Menschenverstand gründenden Lösungen, die nur den einen kleinen Nachteil haben, dass sie keine Chance haben, jemals umgesetzt zu werden.

Nehmen Sie seinen jüngsten Beitrag über die moralische Sumpflandschaft, die sich heute „internationales Investmentbanking“ nennt und gegen die täglich mehr junge – und einige nicht mehr ganz so junge – Menschen an der Wall Street und anderswo auf die Barrikaden gehen. Friedmans absolut korrekte Analyse: Die Investmentbanker nicht nur, aber ganz besonders in den Vereinigten Staaten sind inzwischen so übermächtig und gleichzeitig so maßlos geworden, dass sie die Korruption auf unsere politischen Institutionen übertragen haben. Kein Abgeordneter in Amerika kann sich ernsthaft um Bankenreform bemühen, weil er von der Banker-Lobby sofort mundtot gemacht werden würde. Ein sanfter Hinweis an seinen Fraktionschef mit der leisen Drohung, die Parteispenden könnten aufhören zu sprudeln, und schon ist das Thema vom Tisch.

Friedman hat eine ganz einfache und elegante Idee sowie drei außerordentlich schlüssige und ernstgemeinte Vorschläge, mit denen man sich Banker ganz schnell auf Normalmaß zurückstutzen könnte:

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Merkel und ich

Soeben höre ich, daß Frau Merkel eine grandiose Rede gehalten hat auf der Münchener Sicherheitskoferenz. Unter anderem sprach sie respektvoll über Social Media. Angesichts der Revolten in vielen arabischen Staaten ist vielen klar geworden, daß Twitter, Facebook etc. nicht nur unseren Teil der Welt verändern. Auch Frau Merkel, und sie jubelt:

Und dass man Facebook und Twitter überall auf der Welt hat, dass es zunehmend schwer wird, das zu sperren, ob es in China ist, in Ägypten, in Tunesien oder sonstwo auf der Welt, das ist auch ein kleines bisschen unser Verdienst.

Ich hyperventiliere etwas. Unser Verdienst? Unser Verdienst? Unser Verdienst? UNSER? Von wem redet sie? Also gut, ich überlasse ihr die Welt, aber daß es zunehmend schwer wird, das bei uns in Deutschland zu sperren, das ist ja so ziemlich unser Verdienst. Und Frau Merkel war bis jetzt noch nicht in unserem Team. Aber vielleicht tritt sie dem Team ja jetzt bei: Weg mit dem unsäglichen Zugangserschwernisgesetz („Stoppschildergesetz“), so zum Start. Dann sehen wir weiter.

Bildquelle: Frau Merkels Auftritt in Facebook.

Vicky Liecks: Merkel wollte Südtirol kaufen

 

Liebes State Department,

Eigentlich wollte ich heute über die geplante Übernahme deutscher Großstadtrathäuser durch die “Greens” berichten. Ich halte aber die hochaktuellen und vertraulichen Informationen über eine geheime Absprache zwischen der deutschen Kanzlerin und dem italienischen Ministerpräsidenten für unbedingt prioritär:

merkel - Kopie

Teflonpfanne trifft Römertopf

Es ist ja kein Geheimnis, dass Italien mit rund 2.000 Milliarden Euro Schulden zu den höchstverschuldeten Staaten unseres Globus gehört. Jetzt wissen wir aber auch, warum sich die deutsche Kanzlerin so vehement gegen die Einführung von überstaatlichen Euro-Schuldverschreibungen wehrt: sie hat in einem Geheimtreffen (meine Informationen stammen von einem der zahllosen aufstrebenden liberalen Jungpolitiker mit Führerschein) ihrem italienischen Amtskollegen vorgeschlagen im Falle einer Staatspleite des Stiefel-Staats Rom die Provinz Südtirol (das sind die Gamaschen des Stiefels) einfach abzukaufen. Um Berlusconi von dieser Idee auch emotional zu überzeugen wurde die junge deutsche Familienministerin bereits für einige Tage in der sardischen Villa Berlusconis einquartiert.

westerwelle

Dabei wurde der deutsche Außenminister einmal mehr übergangen.  Er hatte sich freiwillig für diese Aufgabe gemeldet.

Eure vertraulich depeschierende
Vicky Liecks