Schlagwort-Archive: Hotel

Heute ein König…

Kundenzufriedenheit.
Das ist auch so ein Zauberwort. Ich bin Kunde, und ich habe damit zufrieden zu sein, dass ich es sein darf. Solche Erfahrungen, dass man weniger als  Kunde denn als Bittsteller wahrgenommen wird, kennt man in der Dienstleistungswüste der modernen Gesellschaft zu Genüge, unnötig, dem allseits bekanntem Lamento eine weitere Strophe anzuhängen.
Aber es geht auch anders. Große Dienstleister, Agenturen voran, bemühen sich intensiv um Kundenzufriedenheit. Jedenfalls geben sie das vor. Und sie geben viel Geld dafür aus, sich das
a. bestätigen zu lassen (natürlich von den Kunden) und
b. das nach außen zu kommunizieren.
Letzteres dient – wie sollte es anders sein – zwei Zwecken:
wieder a. der Konkurrenz eine lange Nase zu drehen und
wieder b. der Neukundengewinnung. Denn, so denken mutmaßlich Agenturen und andere Dienstleister: Wenn wir nur laut genug krakeelen, wie zufrieden unsere Kunden sind, dann werden wir schon ein paar mehr dazu gewinnen.
scrabbleMich jedenfalls macht es immer misstrauisch, wenn ich Pressemeldungen lese, dass Dienstleister voller Stolz von sich behaupten, sie hätten eine 98%ige Kundenzufriedenheit. Das klingt so nach den Wahlergebnissen in den sozialistischen Ländern in den 80er Jahren.
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Digitaler Hotelkomfort

Das Hotelgeschäft ist ein hartes, und Hoteliers lassen sich eine Menge einfallen, um zahlungskräftige Gäste anzulocken. Das gilt vor allem für Geschäftsreisende, die bekanntlich ziemlich wählerisch sind bei der Auswahl ihrer Herbergen. Gerade die Luxusketten überbieten sich deshalb mit kleinen Geschenken, von einem kostenlosen Obstteller auf dem Zimmer bis zum Welcome-Drink an der Bar. Nur wenn es um den Internet-Anschluss geht, langen die Hotelbesitzer manchmal noch kräftig zu, wobei zumindest ich die Erfahrung gemacht habe: Je teurer das Zimmer, desto höher der Preis fürs Surfen! Weiterlesen

Klangkunst kann mich mal…

Tür auf für die Kunst...

Kunst im öffentlichen Raum regt zu Diskussionen an. Schnell arten Selbige zu handfesten Streitereien aus – zumeist findet sich eine Klientel, die dem ausgestellten Artefakt jeglichen künstlerischen Wert abspricht. Soweit nichts Neues.
Manchmal aber wird Kunst im öffentlichen Raum gar nicht als solche erkannt. Das geht mir  hin und wieder so, denn ich bin ein Ignorant und Schnösel gleichermaßen. Ein Beispiel:
Vor einiger Zeit führte mich eine Geschäftsreise ins Schwäbische. Ein paar Tage verbrachte ich in einem Hotel der gehobenen Kategorie, also in einem Haus, das sich intensiv um das allzeitige Wohlbefinden der Gäste kümmert. Die einen mögen diesen Schnickschnack sehr, die anderen bezeichnen es als esoterischen und sonstigen Unfug. Das hat mit Kunst nichts zu tun.
Noch weniger hat es mit Kunst zu tun, dass eiligst herbei gerufene Handwerker es nicht schaffen, innerhalb dreier Tage, die unser Aufenthalt im Spätzleland dauert, den zweiten Fahrstuhl wieder in Gang zu bringen – im Gegenteil. Aber das ist eine andere Geschichte.
Hier geht es schließlich um Kunst im öffentlichen Raum, bzw. im Hotel.
Wie das nun mal so ist, nutzen alle Gäste den verbliebenen Fahrstuhl. Bei nur fünf Stockwerken ist das kein großes Thema, zu Gedränge oder längeren Wartezeiten kommt es nie.

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