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Brühe und Strom

hh4Auf dem Hamburger Flughafen kostet eine Tasse Milchkaffee € 3,80. Das ist ein angemessener Preis, wenn ein Milchkaffee mit viel Sachverstand, Liebe und Handarbeit von einem Barista zubereitet wurde. Selbst, wenn man keinen Latte Macchiato, Espresso doppio oder Cappucino bestellt sondern nur einen ordinären Milchkaffee, der auch nicht immer Café au Lait heißen muss, legt sich ein Barista mit Berufsehre ins Zeug. Und dann ist der Preis gerechtfertigt.
Als ich meinen Milchkaffee in Hamburg bezahle, komme ich nach kurzem Nachdenken zu dieser Bilanz:

  • Ob der Milchkaffee mit Sachverstand gemacht wurde, weiß ich nicht. Es gehört allerdings nicht viel dazu, eine Tasse unter zwei Maschinen zu stellen und auf zwei Knöpfe zu drücken.
  • Ob der nette Herr am Snackstand eine Barista-Ausbildung gemacht hat, weiß ich auch nicht. Aber ich glaube nicht. Kein Barista mit Ehre bedient Vollautomaten.
  • Ob der Milchkaffee mit Handarbeit gemacht wurde, kann ich definitiv ausschließen.
  • Aber er wurde mit Liebe gemacht. Der Mann hinter der Theke ist nicht nur ausgesprochen freundlich, es seint auch, als habe er gute Laune und Spaß an seinem Job. Selbstverständlich lege ich ihm die retounierten 20 Cent auf den Trinkgeldteller. Er kann ja nichts dafür. Und er ist eben sehr nett.

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Über das Überwinden von Sicherheitskontrollen

Beim Security-Check am Münchener Flughafen werden viele Tests vorgenommen. Einige kennt man, einige nicht, und man will auch nicht alles wissen, solange die Leute dort ihre Arbeit richtig machen. Was ich nicht weiß, wissen die Terroristen auch nicht. Hoffentlich. Nun wissen wir also, daß es dort ein Mini­labor gibt, in dem ver­däch­ti­ge Stoffe unter­sucht werden können. Sehr gut. Der Lap­top eines Rei­sen­den sollte dieser Unter­suchung unter­zogen werden, ob ver­dächtig oder Stich­probe ent­zieht sich meiner Kennt­nis. Von diesem Lap­top, an dem sich irgend­ein Stoff befand, wurde eine „Wisch­probe“ genommen und an Ort und Stelle unter­sucht. Die Kontrolleurin bat den Mann auf Englisch, zu warten. Dieser hatte viel­leicht keine Lust zu warten, viel­leicht sprach er kein Englisch, jeden­falls ver­ab­schie­dete er sich auf französisch und ver­schwand in der Menge. Dann wurde die „Wisch­probe“ positiv auf Spreng­stoff ge­testet, aber es war niemand mehr da, den man aufhalten konnte. Weiterlesen