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Es hat sich ausgewichst, kleine Hexe

 

Vorab die gute Nachricht:Der Neger ist draußen! Endlich, wurde ja auch Zeit!

Der Thienemanns-Verlag hat reagiert: „… In jener Szene, in der das Wort ‚Neger‘ auftaucht, wird Fasching gefeiert. Otfried Preußler ist dabei wichtig, diese Tradition darzustellen. Die Kinder verkleiden sich auf verschiedene Weise und darunter muss nicht notwendig eine Verkleidung als ‚Neger‘ sein. Der Inhalt der Szene, der Witz und die Intention werden nicht verändert, wenn eine andere, nicht ethnische Verkleidung gewählt wird. Dies ist ein Beispiel für eine behutsame Veränderung, ohne dass dabei die Geschichte verfälscht oder unsinnig gemacht wird.
Niemand hat Otfried Preußler je Rassismus vorgeworfen. Im Kontext der Entstehungszeit waren die fraglichen Begriffe neutral, aber aus heutiger sind sie es eben nicht mehr.

Viele Worte, die der Thienmanns-Verlag in seiner Pressemitteilung macht, weil er in Otfried Preußlers „Die kleine Hexe“ das Unwort „Neger“ eliminiert hat und sich plötzlich in eine öffentliche Diskussion gezerrt fühlt. Und schon wieder sind wir mitten in der wunderbaren Debatte um Political Correctness, um Genderisierung und vorauseilendem Gehorsam und um die Angst vor Shitstorms und öffentlicher Anprangerung.
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