sz-chefredakteur kurt kister und die kognitive-dissonanz-toleranz

der chefredakteur meiner geliebten süddeutschen zeitung kurt kister schreibt am freitag in seinem abo-rundbrief: „als ich noch daran glaubte, dass mich das studium der kommunikationswissenschaft (kw) in der einen oder anderen form auf den beruf des journalisten vorbereiten könnte, habe ich manches seminar besucht, in dem ich dinge hörte, an die ich mich bis heute […]
münchen oder berlin – wo ist die startup-metropole?

seit berlin hauptstadt ist, verkriecht sich münchen ins jammertal. die guten filme werden schon lange nicht mehr hier gedreht, sondern in berlin. fassbinder und dietl sind tot, achternbusch und kluge drehen kaum noch. theater-innovationen, große musik, kleine jazz-kneipen, uraufführungs-kinos – alles gibt es in berlin, immer weniger gibt es in münchen. ok, abgesehen von einem […]
Brüder zum Facebook zur Freizeit – Kann die digitale Welt sozial und demokratisch sein? – Teil 3: Politik 2.0
Im ersten Teil dieser kleinen Artikel-Serie ging es um die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeit, im zweiten Teil um das Leben als Kunde. Heute soll es um die geänderten Rahmenbedingungen für das politische Handeln gehen. Kai-Hinrich und Tim Renner haben in ihrem Buch „Digital ist besser“ wunderbar den aufkommenden Prosumer beschrieben, der als Konsument […]
Brüder zum Facebook zur Freizeit – Kann die digitale Welt sozial und demokratisch sein? – Teil 2: Kunde 2.0 und Leben 2.0
In Teil 1 dieser ein wenig umfangreichen Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeit, Leben und Politik ging es um die Veränderungen in Arbeit und Wirtschaft, also um Arbeit 2.0. Heute will ich mich dem Thema von der anderen Seite, von der Perspektive der Verbraucher und Konsumenten nähern. Auf dem Weg zum Kunden 2.0 […]
Brüder zum Facebook zur Freizeit – Kann die digitale Welt sozial und demokratisch sein? – Ein Vortrag in vier Teilen – Teil 1: Arbeit 2.0
Vorbemerkung Vor einigen Tagen war ich eingeladen einen kleinen Vortrag zur Rolle des Digitalen in unseren politischen Parteien zu halten. Aber wie das so geht: man setzt sich hin und denkt und schreibt und denkt und schreibt und denkt und schreibt und schließlich bemerkt man, dass man mit all dem, was einem in den Sinn […]
Die Judensau von Regensburg. Antisemitismus heute
Regensburg ist eine schöne Stadt. In ihrer Mitte steht ein schöner Dom. Und aussen am Dom hängt in einiger Höhe etwas, das an Hässlichkeit nicht zu überbieten ist: die Judensau. Es handelt sich um ein steinernes Relief, das einige spitzhütige Juden zeigt, die sich an den Zitzen einer Sau zu schaffen machen. Man muss die […]
25 Jahre WWW (II): Vom Hypertext zum Author Rank. Oder: Wie Microsoft vor 25 Jahren beinahe das World Wide Web erfunden hätte und warum Google es bis heute nicht versteht.
Vor beinahe drei Jahren habe ich in einem kleinen Beitrag in der F.A.Z. auf einen Artikel der beiden Microsoft Vor-Denker Bill Gates und Nathan Myhrvold über das Prinzip Hypertext hingewiesen. Deren Artikel wurde von mir vor genau 25 Jahren – also im März 1989 – für die Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft aus dem Amerikanischen übersetzt. […]
Seid nett zu Fotografen – von Bildrechten und Bildlizenzen. Ein Gespräch mit dem Photocase-Grafiker Karsten Jipp
„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Diesen schlauen Spruch kennen wir alle längst auswendig. Etwas poetischer hat es seinerzeit der alte Goethe formuliert: „Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, wird weder Leib noch Seele töten, es wird alles beim alten bleiben. Dummes aber vor’s Aug gestellt hat ein magisches Recht. […]
Schufa Dieba Du – Nicht die Nutzung meiner Facebook-Daten ist ein Problem, sondern die mangelhafte Transparenz im Kreditgewerbe
Ich verstehe das allgemeine Protestgeheule – zuletzt auch noch des BITKOM – um das Social-Media-Monitoring-Projekt der SCHUFA nicht: es ist die Aufgabe der SCHUFA die Kredibilität von Unternehmen und Personen zu analysieren. Und natürlich nutzt man hierfür so viele öffentlich zugängliche Informationen über das jeweilige Unternehmen oder die Person, wie eben möglich. Es ist kein Skandal, dass […]
Stimmung wie in der Südkurve, aber kaum Bewegung auf dem Spielfeld. Ein Nachruf auf den Münchner Urheberrechts-Twittwoch
Wenn ein Auto nichts taugt, nennt man es Montagsauto, weil am Montag „die Genauigkeit der Arbeit leidet“, wie Volksmund und Wikipedia wissen. Der letzte Münchner Twittwoch fand an einem Montag statt. Das mag manches erklären … Eines vorneweg: die Diskussionskultur war erbärmlich und weder dem Thema, noch dem Niveau der meisten Podiumsgäste angemessen. Die Stimmung […]