Vinylträume in Picturedisc

Alles Welt spricht vom Vinyl-Kult und der Rückkehr der Schallplatte. Und sicherlich ist es richtig, gut und schön, dass die Schallplatte wieder einen Marktanteil von rund eineinhalb Prozent am Handel mit Musikkonserven hat. Aber leider sehe ich diese kleine Renaissance fast ausschließlich bei schwarzen Scheiben. Und die Welt – auch in Vinyl – ist doch so bunt. Und ich meine nicht nur die Colored Vinyl-Schätze, etwa die gelbe Mondfahrt von „Ihre Kinder“ und die pinkfarbenen Platten von Elvis. Ich meine klingende Bilder, Picturevinyl.

Picturedisc: klingende Bilder

Deshalb möchte ich heute einfach einmal schöne Dinge zeigen. Dinge, die beweisen, dass das Auge hören kann. Eine Auswahl aus meiner kleinen Picturedisc-Sammlung:

Picturedisk 01

 

Das ist nur das erste Beispiel für eine LP, die eben nicht einfach schwarz eingefärbt wurde, sondern aufwendig bedruckt. Es kommt gleich noch toller:

picturevinyl 02

Da ist dann auch noch die Musik gut.

Es gibt aber auch einen Kessel Buntes für die Opernfreunde:

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Oder wie wäre es mit dem King:

picturevinyl 04

Und weiter geht’s mit noch mehr Stimmschmalz:

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Und für die Freunde der Single gibt es kleine bunte runde Scheiben …

picturevinyl 06

 

… und eher eckige Kreise, hier mit Barclay James Harvest und den Victims of Circumstance, eine Scheibe, die eher zum Gucken, als zum Hören ist:

picturevinyl 07

Vom nächsten Schmankerl muss ich die A- und die B-Seite zeigen. Diese Platte ist NICHT für die Mikrowelle gedacht:

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Miele wirbt hier mit für die damalige Zeit durchaus Avantgardistischem. Zu hören sind auf diesem Sampler unter anderem Mike Oldfield, Tangerine Dream und Jean-Michel Jarre mit dem berühmten „Oxygene“. Schade, dass es solche Werbung für Küchengeräte heute nicht mehr gibt …

Und zu guter Letzt, eine Platte, die nicht fehlen darf: Marilyn singt … äh … haucht hüllenlos:

picturevinyl marilyn monroe

 

Und nein: die Rückseite zeige ich nicht.

5 Gedanken zu „Vinylträume in Picturedisc“

  1. Schöner Beitrag – der führt mich zu einer Frage, die ich mir vor vielen Jahren mal stellte, in Ermangelung einer Vergleichsmöglichkeit allerdings immer unbeantwortet blieb: Ist die Audioqualität bei Picture-Vinyl schlechter als bei einer schwarzen Schallplatte? Stichwort höheres Grundrauschen.

  2. Im Prinzip macht der Druck dem Vinyl nix. Alle anderen Effekte im Presswerk und erst recht bei der Abmischung sind von erheblich größerer Bedeutung. Soweit ich weiß.

  3. Sehr schöne Sammlung, Vor allem Marilyn und der King … aber es gibt auch immer wieder schöne Neuerscheinungen als Picturedisc, zum Beispiel die neue von Joe Bonamassa … Es ist nur so schade dass man diese aschätze nur so selten zu sehen bekommt, die Plattenrücken sind immer so schmal …

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